Rutschpartie ohne Risiko

Trendsportarten sind in. Im Sommer wie im Winter (Foto: Initiative proDente e.V. Köln)
 
Ein individuell angefertigter Mundschutz schützt Ihre Zähne. Fragen Sie Ihren Zahnarzt! (Foto: Initiative proDente e.V. Köln)
Funsport ist cool – aber wenn richtig die Post abgeht, kann es schnell zu einem
Zahnunfall kommen. Dann heißt es rasch und richtig handeln: Ausgeschlagene Zähne lassen sich oft noch retten.

Die Generation Smartphone glotzt keineswegs nur auf Bildschirme.


Aktuelle Sporthits wie Snowtubing (Reifenrodeln), Skateboarden oder Bike-Polo finden viele junge Menschen cool. Bewegung ist gesund und daher unbedingt zu begrüßen, die Entwicklung hat allerdings einen kleinen Haken: Viele Sportarten sind nicht ganz ungefährlich – so drohen beim Sturz vom Mountainbike oder beim Zusammenprall mit einem Gegenspieler schmerzhafte Verletzungen. Sportunfälle mit Zahnverlust haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Ruhig und besonnen bleiben


Jugendliche verlieren heute weit mehr Zähne durch einen Unfall als durch Karies. Besonders gefährdet bei Sport und Ballspielen sind die oberen Schneidezähne,
aber auch alle bereits mit größeren Füllungen versorgten Zähne sowie die Pfeilerzähne von Frontzahnbrücken. Ein unfallbedingter Zahnverlust kann besonders bei Kindern und Jugendlichen Folgeschäden hervorrufen, die auch das restliche Gebiss in Mitleidenschaft ziehen und die natürliche Entwicklung des Kiefers beeinträchtigen. Wenn ein Zahn ausgeschlagen wird, sollten Betroffene und Betreuer trotz Schmerzen und Schock ruhig bleiben und besonnen handeln – oft ist noch Rettung möglich. Es lohnt sich immer, den Zahn zu suchen und damit rasch einen Zahnarzt oder die nächste Notdienst-Praxis aufzusuchen; das gilt auch, falls nur ein Teil der Zahnkrone abgesplittert ist. Um den baldigen Zelltod zu verhindern, muss der abgebrochene oder ausgerissene Zahn allerdings so schnell wie möglich richtig aufbewahrt werden. Optimal für diesen Zweck ist eine Zahnrettungsbox aus der Apotheke: Sie enthält eine spezielle Nährflüssigkeit, in der das Zahngewebe mindestens 24 Stunden überlebt. Falls keine Zahnrettungsbox zur Hand ist, kommt als Notlösung auch H-Milch infrage – sie kann die Zellen für maximal zwei Stunden mit Nährstoffen versorgen. In Speichel oder Frischhaltefolie überleben Zähne dagegen höchstens 30 Minuten.

Vorbeugen ist besser als verletzen


Bei vollem Körpereinsatz lassen sich Stürze und Kollisionen natürlich nicht völlig vermeiden. Wer actionreiche Sportarten liebt, kann aber vorsorgen. Zahnärzte empfehlen vor allem Skatern, Bikern und Fußballern das Tragen eines Sportmundschutzes – so wie er beim Boxen selbstverständlich ist. Dabei stehen verschiedene Varianten zur Verfügung: Konfektionierter Mundschutz aus Sportfachgeschäften kann zwar preiswert sein, aber nicht individuell angepasst werden und bietet daher nur geringen Verletzungsschutz. Individuell anzupassender Mundschutz besteht aus thermoplastischem Material, das im Wasserbad weich gemacht und dann an die Gebissform des Sportlers angepasst wird – dies bietet einen mittelmäßigen Schutz. Dagegen wird der individuell hergestellte Mundschutz vom Zahnarzt genau an die persönliche Zahnanatomie angepasst. Er formt dazu die Zähne ab und fertigt je ein Modell von Ober- und Unterkiefer an. Anhand dieser Modelle und einer speziellen Bissnahme stellt der Zahntechniker einen individuellen Mundschutz her, der höchsten Tragekomfort und den besten Verletzungsschutz gewährleistet.

Quelle dieses Beitrages:

Lückenlos
Das Magazin der KZVen
Sitz der Herausgebergemeinschaft:
Zahnärztehaus Bayern
Fallstraße 34
81369 München

http://www.lueckenlos.info/
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