Kauen, sprechen, lachen!

Vertrauen zum Patienten zu gewinnen ist gerade bei Kindern für die Zahnärzte besonders wichtig. Hier wird der Grundstein für ein Leben gelegt. (Foto: Initiative proDente e.V. Köln)
 
So soll ein gesundes "Wechselgebiß" aussehen. (Foto: Initriative proDente e.V. Köln)

Milchzähne sind wichtig! Am besten bleiben sie bis zum Schluss in Schuss.


Kinder brauchen gute Milchzähne. Die ersten Zähne sind nicht nur zum Kauen wichtig, sie erfüllen außerdem eine wesentliche Funktion bei der Sprachbildung, halten den Platz für die bleibenden Zähne frei und tragen darüber hinaus zur normalen seelischen Entwicklung bei – nur mit gesunden Zähnen können Kinder unbeschwert lachen.

Gute Gründe also, auch die Milchzähne von Anfang an gründlich zu putzen. Die Mühe lohnt sich: Ist das Milchgebiss bis zum Schluss in Schuss, bestehen beste Chancen, dass auch die nachfolgenden zweiten Zähne bis weit ins Erwachsenenalter von Karies verschont bleiben.

Keine Karies, keine Schmerzen


Falls ein Milchzahn doch einmal an Karies erkrankt, sollte er unbedingt vom Zahnarzt behandelt werden. Eine schnelle Sanierung verhindert, dass die Erkrankung sich ausbreitet und schließlich auch die bleibenden Zähne befällt. Davon abgesehen geht es natürlich nicht zuletzt darum, dem Kind unnötiges Leid zu ersparen – fortschreitende Karies kann nicht nur starke Schmerzen, sondern auch Entzündungen, Essstörungen und Fehlentwicklungen des Kiefers verursachen. Bleibt Karies im Milchgebiss unbehandelt, können in den betroffenen Zähnen recht bald große Löcher entstehen. Um schwer geschädigte Milchzähne zu retten, sind umfangreiche Behandlungsmaßnahmen erforderlich, die für Kinder eine große Belastung darstellen.

Füllungen stopfen Löcher


Befindet sich die Karies noch im Anfangsstadium (die Eltern bemerken weißliche oder bräunliche Verfärbungen), muss der Zahnarzt oftmals gar nicht zum Bohrer greifen – eine Fluoridierung und gutes Putzen kann ausreichen, um die Erkrankung zu stoppen. Sind im Zahnschmelz bereits kleine bis mittelgroße Löcher entstanden, kann der Zahnarzt den Schaden mit einer Füllung beheben.
Auch wenn die Karies bereits fortgeschritten ist und sich tief oder großflächig ausgebreitet hat, lässt sich häufig ein vorzeitiger Verlust des Milchzahns noch vermeiden. So machen es speziell vorgefertigte Stahlkronen möglich, Milchbackenzähne und ihre volle Kaufunktion auch dann zu erhalten, wenn sie aufgrund großer kariöser Schäden nicht mehr mit einer Füllung versorgt werden können.

Platzhalter füllen Lücken


Selbst im Falle einer Wurzelentzündung muss ein Milchzahn nicht unbedingt gezogen werden. Auch im Milchgebiss sind Wurzelbehandlungen möglich und sinnvoll – sofern der betroffene Zahn noch geraume Zeit im Mund verbleibt, es bis zum natürlichen Zahnwechsel also noch dauert. Der Zahnarzt wird eine Wurzelbehandlung am Milchzahn nur dann durchführen, wenn sichergestellt ist, dass der darunterliegende Keim des bleibenden Zahns nicht beeinträchtigt wird.
Ergibt sich nach genauer Diagnose und Befundaufnahme, dass ein kariöser Milchzahn nicht zu retten ist, bleibt leider keine Wahl: Der Zahnarzt muss – nach Rücksprache mit den Eltern – den kranken Zahn ziehen, um das kindliche Immunsystem nicht weiterhin zu belasten und eine gesunde Mundflora wiederherzustellen. Damit keine Lücke zurückbleibt, die später Zahnfehlstellungen hervorrufen könnte, kann ersatzweise ein Platzhalter oder eine Kinderprothese angefertigt werden.


Fröhlich mit guten Zähnen: Ein gesundes Milchgebiss lässt Kinder strahlen.
Also immer schön die Zähne putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen.


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Quelle dieses Textes:
Lückenlos
Das Patientenmagazin der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen
Ausgabe Oktober, November, Dezember

Quelle des Bildes
Initiative proDente e.V. Köln
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