Grippewelle 2015: Zahnbürstenwechsel schützt vor neuer Ansteckung

Zahnbürsten sollen so oft wie möglich gewechselt werden (Foto: Initiative prodente e.V. Köln)
Nach Auskunft des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamtes im Gesundheitswesen (HLPUG) ist für Hessen allmählich ein Ende der heftigen Grippewelle absehbar. Seit Jahresbeginn hatten akute Erkrankungen
der Atemwege das Land fest in ihren kalten Klauen gehalten und in vielen
Unternehmen für Ausfälle ganzer Abteilungen gesorgt. Von Anfang Januar bis Mitte Februar wurden vom Robert-Koch-Institut (RKI) allein für Hessen rund 1250
Grippefälle bestätigt. Wenngleich nach Auffassung der Experten des Arbeitskreises
Influenza beim RKI Ende Februar der Höhepunkt der Saison erreicht wurde, bleibt die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen und damit das Ansteckungsrisikonach wie vor auf hohem Niveau.

Dabei ist die Vermeidung von Infektionen und Wiederansteckung auch ohne Impfschutz
kein Hexenwerk. Neben der wichtigsten Grundregel, durch regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände Erreger fernzuhalten, gibt es auch in Sachen
Mundhygiene einfache Maßnahmen, deren Befolgung den Rückfall nach einem gerade erst überstandenen Infekt vermeiden hilft oder Dritte vor den eigenen Krankheitskeimen schützt.

Zahnbürsten getrennt aufbewahren und nach Erkrankungen wechseln


Die Art der Aufbewahrung von mehreren Zahnbürsten in einem Glas birgt Risiken
für Ansteckung. Erreger aus Hals, Rachen und Mundraum finden beim Zähneputzen
ihren Weg auf die Zahnbürste und werden durch das Abspülen der Borsten
nicht entfernt. Zahnpasta-Rückstände und Feuchtigkeit bilden einen idealen
Nährboden, auf dem sich die Keime wohlfühlen und vermehren. Generell gilt daher
die Empfehlung, die Zahnbürste immer mit dem Kopf nach oben aufzubewahren,
um das Trocknen des Bürstenkopfes zu ermöglichen. Beim Kontakt der Bürsten
können die Keime übertragen werden und die Ansteckung anderer Familienmitglieder
ist vorprogrammiert.

„Im Falle einer Erkältung ist es sinnvoll auch die Hilfsmittel zur Mundpflege nach
Möglichkeit voneinander zu trennen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Noch wichtiger ist es, auch nach einem leichten grippalen Infekt, einer Bronchitis
oder einer Halsentzündung sämtliche Zahnpflegeutensilien, also auch Zungenreiniger
oder die Sprühköpfe der Munddusche, zu entsorgen, um keinen Rückfall zu
riskieren. Ganz egal, ob die Bürste noch nicht lange in Gebrauch war. In diesem
Falle geht ganz klar Gesundheit vor Sparsamkeit“, sagt Dr. Antje Köster-Schmidt,
Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH).

Wenn es mehr als ein leichter Schnupfen ist, Arzttermine verschieben


Bei einer starken Erkältung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ist angeraten,
aus Rücksichtnahme gegenüber dem Zahnarzt, dem Praxisteam und den anderen
Patienten einen Termin beim Zahnarzt zu verschieben, falls es sich nicht um einen
Notfall handelt. Im Falle heftiger Zahnschmerzen, die einen Besuch in der
Praxis unabdingbar machen, sollte man den Zahnarzt in jedem Falle über die Erkrankung und die vom Hausarzte verschriebenen Medikamente in Kenntnis setzen.
Fragen zur Mundgesundheit und Vorsorge beantwortet die kostenlose Patientenberatungder LZKH unter der Hotline 069 427275-169.

Kontakt:
Landeszahnärztekammer Hessen
Veit Justus Rollmann
Rhonestr. 4,
60528 Frankfurt
069 427275-116
E-Mail: rollmann@lzkh.de
Internet: www.lzkh.de
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