Erste tankBar in Stadtallendorf

Benzin für die Seele - in der Stadtkirche Stadtallendorf
 
Ideensammlung für einen modernen Gottesdienst (16.7.)
Stadtallendorf: Stadtkirche Stadtallendorf |

Ausgelaugt vom Alltag? Für diejenigen, die mal wieder Energie tanken wollten, gab es am 12. Oktober 2014 um 18 Uhr in der Stadtkirche von Stadtallendorf die erste Ausgabe der tankBar.

Die tankBar ist ein neues Gottesdienstformat, mit welchem auch Leute erreicht werden sollen, für welche ein Besuch der klassischen Gottesdienste wenig attraktiv ist. Durch ein paralleles Kinderprogramm möchte der moderne Gottesdienst familientauglich werden, und durch den Termin am Sonntagabend soll vermieden werden, dass die Gottesdienstzeit mit dem Bedürfnis zum Ausschlafen oder den Vorbereitungen fürs Mittagessen kollidiert.

Vorbereitung
Bis zur tankBar war es erst einmal ein etwas längerer Weg: In einem Treffen am 16. Juli überlegten verschiedene Gemeindemitglieder zunächst einmal, wie der neue Gottesdienst überhaupt aussehen soll. Bei dem Treffen war auch Pfarrerin Svenja Neumann dabei, welche in Langenstein beim Go Special mitgemacht hatte und berichtete, wie es zu diesem Angebot kam:
Es fing mit dem Wunsch der Langensteiner an, einen modernen Gottesdienst anzubieten. Zur Ideensammlung besuchte eine Gruppe von etwa 15 Leuten moderne Gottesdienste in anderen Gemeinden. Sie fuhren nach Holzhausen zum G+ von Norbert Mecke sowie nach Niederhöchstadt, um sich den originalen Go Special anzuschauen, welchen Fabian Vogt ins Leben gerufen hatte. Dabei überzeugte das Konzept vom Go Special, so dass sich nach und nach immer mehr Freiwillige fanden, um an der Umsetzung mitzuarbeiten. Das gelang so erfolgreich, dass der Go Special nun über zehn Jahre in Langenstein stattfindet. Dreimal pro Jahr wird er angeboten, wobei ihn ein Kernteam von zwölf bis fünfzehn Leuten organisiert. Für einen Zeitraum von zwei Jahren boten die Langensteiner sogar monatlich einen modernen Gottesdienst an, was aber zu aufwändig wurde.
Wichtig ist für einen modernen Gottesdienst, dass man ohne schlechtes Gewissen auch Leute dazu einladen kann, die sonst nichts mit Kirche zu tun haben. Eine wichtige Komponente, welche den Gottesdienst prägt, ist außerdem die Musik, weswegen eine Band oder ein Gospelchor benötigt wird.

Bei einer weiteren Planungssitzung am 10. September wurden die Aufgaben verteilt, und Pfarrer Thomas Peters stellte die ersten Entwürfe für ein Logo zum neuen Gottesdienst vor. Dabei setzte sich die Bezeichnung tankBar durch, wobei aber ein wie Werbung für Ökostrom aussehendes Logo keinen Zuspruch fand. Das hätte übrigens auch schlecht zur Dekoration gepasst, die von Familie Reinmuth mitgebracht worden war: Eine alte Zapfsäule der Firma Segendorf. Die stammte noch aus einer Zeit, in der sparsamer Treibstoffverbrauch kein Thema war.

In der tankBar
Lockeres Beisammensein und etwas Musik von drei Instrumentalmusikern prägte die ersten zwanzig Minuten der Veranstaltung, bevor ein Glockenschlag zum Platznehmen aufforderte. In den Bänken war noch viel Platz, so dass sich die Besucher nirgendwo zusammendrängen mussten. Es ist jedoch anzumerken, dass ein Teil der Gäste dienstlich gekommen war - es handelte um die Pfarrer und Pfarrerinnen aus dem Kirchenkreis Kirchhain. Anlass war der jährliche Pfarrkonvent, welcher 2014 in Stadtallendorf war. Ein Pfarrkonvent soll die Gemeinschaft zwischen den Pfarrern stärken und eine Gelegenheit zum Austausch geben. Er beginnt mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der ausrichtenden Gemeinde, und da bot es sich an, dafür den neuen Gottesdient zu nutzen.

Aller Anfang ist schwer - das war das Thema der ersten tankBar. Dazu gab es ein passendes Anspiel, in dem zwei ältere Männer ihre ersten Smartphones bekommen und sich mit der neuen Technik abmühen. Einen von beiden frustrieren die vergeblichen Versuche, ein Telefongespräch zu beginnen, so sehr, dass er sein Telefon auf den Boden fallen lässt, wo es in mehrere Teile zerspringt.

Nach der Predigt von Pfarrer Thomas Peters gab es die Gelegenheit, an verschiedenen Aktionen teilzunehmen. Man konnte ein Anliegen in eine Klagemauer stecken, eine Kerze entzünden oder sich segnen lassen. Während dieses Programmteils spielte die Band verschiedene Lieder, die von den gerade nicht beschäftigten Besuchern mitgesungen wurden.

Gegen 18:30 Uhr war das Ende des Programms erreicht, aber es gab noch keinen Grund, die Kirche zu verlassen, da sich noch ein gemütliches Beisammensein mit leckeren Häppchen anschloss.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Hinterland extra, Anzeiger extra, Marburg extra | Erschienen am 22.10.2014
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