Erfolgreiche Projektprüfung von "Zeig was du kannst!"

Gruppenbild mit den Teilnehmerinnen des Tanzprojektes in der Georg-Büchner Schule, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Projektes "Zeig was Du kannst", (v.r.n.l.) Projektkoordinator Pfr. Thomas Peters, Inge Müller vom Diakonischen Werk in Hessen und Regionalkoordinator Dr. Thomas Weyrauch vom Bundesamt für Migration und Integration (Foto: 22.01.2014)
 
Gruppenbild mit Teilnehmern des Gesangsprojektes, Schülern der Sing- und Musikschule sowie den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Projektes "Zeig was Du kannst" auf der offenen Bühne der Sing- und Musikschule (Foto: 21.06.2013, Leif-Erik Zaschke)
Stadtallendorf. Seit Oktober 2012 besteht das von der evangelischen Kirchengemeinde in Stadtallendorf getragene Integrationsprojekt "Zeig was Du kannst" (ZWDK), das vom CVJM Stadtallendorf, der Sing- und Musikschule und dem Verein "Gewaltfrei Leben" unterstützt wird. Kinder und Jugendliche sollen bei der Entdeckung ihrer künstlerischen und musischen Begabungen gefördert werden. Zu den Aktivitäten des Projektes gehört auch ein Tanzprojekt, das in den Räumen der Georg-Büchner-Schule angesiedelt ist. Um Jugendliche anzusprechen, ist das Tanzprojekt in das Ganztagsangebot der Schule integriert, die einen hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund aufweist. "Wir haben ganz bewusst ein Brückenangebot in der Schule gesucht", sagt der Projektkoordinator Pfarrer Thomas Peters. Zudem begrüßt Schulleiter Urban Sersch, dass durch dieses Angebot die Zusammenarbeit öffentlicher Einrichtungen deutlich verbessert wird.

Ende Januar standen das Projekt, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Jugendlichen Kursteilnehmer auf dem Prüfstand. Im Rahmen einer "Projektprüfung" mussten die Verantwortlichen gegenüber dem Bundesamt nachweisen, was im vergangenen Jahr mit den Fördermitteln erreicht wurde. "Beim Geld geht es um Steuergelder und der Bürger hat ein Recht auf sinnvolle Verwendung", so der zuständige Regionalkoordinator Dr. Thomas Weyrauch. Bei der Besichtigung des Tanzprojektes in der Aula der Georg-Büchner Schule bewiesen 16 Mädchen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. Dr. Weyrauch zeigte sich von den Tanzvorführungen und der gewonnen Körperbeherrschung beeindruckt. In einer anschließenden Vorstellungsrunde überzeugten die Jugendlichen durch ihr Selbstbewusstsein und ihre Rückmeldungen. Eine hob hervor, dass sie sich auch über ihre verbesserten schulischen Leistungen freue. Das Fazit von Dr. Weyrauch war eine gute zwei mit dem Hinweis: "Dann habe ich beim nächsten Besuch auf jeden Fall die Möglichkeit euch noch eine bessere Note zu geben." Einziger Wermutstropfen: "Die Jungs fehlen noch, aber die kommen bestimmt, wenn sich der Erfolg des Projektes herumspricht", sagt Urban Sersch, der Leiter der Georg-Büchner Schule.

Schulleiter Sersch ist von der Bereicherung des Schulalltags begeistert: "Das Projekt ist für die Georg-Büchner-Schule so was von toll. Menschen werden zum Tanzen gebracht, die sich sonst nie trauen würden. Sie bekommen Mut, auch mal über eine Grenze zu gehen." Als weiteren Vorteil hebt er hervor, dass bei den ehrenamtlichen Helfern, die auch Schüler sind "junge Menschen frühzeitig in Verantwortlichkeiten gebracht werden".

Im Rahmen des Projektes gibt es noch weitere Angebote: jeden Freitag findet ein offener Treff in der Sing- und Musikschule statt, kostenlose Lernhilfeangebote werden ermöglicht und ab Februar startet KidzHipHop. Darüber hinaus haben Ehrenamtliche im Frühjahr die Sing- und Musikschule renoviert, damit in der stadtbekannten Einrichtung immer mehr Tanz- und Musikprojekte verortet werden können. Zudem ist eine Ehrenamtsstruktur entstanden, mit der das Projekt nach Abschluss der Förderung fortgeführt werden kann. Dr. Thomas Weyrauch: "Hier wurde eine wichtige Arbeit begonnen, bei der in kurzer Zeit richtig viel auf die Beine gestellt wurde."

Für die evangelische Kirchengemeinde Stadtallendorf, Leif-Erik Zaschke
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