Praktizierte Menschlichkeit, zur Nachahmung empfohlen !!!
Eine wahre, weihnachtliche Begebenheit zur Nachahmung empfohlen.
Meine Nachbarin, nennen wir sie einfach JOHANNA , erzählte mir neulich, dass sie eine schöne Weihnachtszeit verbracht hat , die sie nicht missen möchte.
Sie hat am Heilg’ Abend durch Zufall erfahren, dass auf dem Parkplatz in der Egerländer- Str. ein rumänischer Lastwagen steht und der Fahrer ganz sicherlich den bevorstehenden Heiligen Abend alleine darin verbringen muß. Sie überlegte nicht lange, packte eine Tüte voller Weihnachtsplätzchen, begab sich zum besagten Parkplatz , klopfte am Fenster der Fahrerkabine und staunte nicht schlecht, als sie bei der Übergabe der mitgebrachten Gaben auch noch die fröstelnde Ehefrau des Fahrers in der Kabine bemerkte. Die beiden freuten sich über die unerwarteten Gaben, auch wenn sie sich sprachlich nicht verständigen konnten. JOHANNA deutete an , dass sie die beiden am nächsten Tag (also dem 1. Weihnachtsfeiertag) zu sich nach Hause einladen möchte..
Am nächsten Mittag klopfte JOHANNA erneut am Kabinen-Fenster und nahm die beiden zu sich nach Hause mit. Dem Vernehmen nach verstand man sich (auch ohne sich sprachlich zu verstehen) blendend und die beiden rumänischen Gäste waren von der erlebten Gastfreundschaft sehr angetan. Dies wiederholte sich auch am nächsten Feiertag, wo die gastgebende Familie den beiden noch eine Duschgelegenheit bot und sie abschließend mit Nahrung und Kleidung versorgte. Die beiden Rumänen waren sprachlos und unendlich dankbar über so viel Herzenswärme, die sie entgegennehmen konnten.
Im Laufe der beiden Nachmittage konnte die gastgebende Familie erfahren, dass ihre Gäste für den Montag nach Weihachten bereits frühmorgens bei einer ortsansässigen Firma zur Frachtannahme bestellt war und um pünktlich morgens auch da zu sein, sowie unter Beachtung des LKW-Fahrverbotes an Feiertagen eben schon am Donnerstag, den 24.12. hier sein mussten, um am Montag, den 28.12. früh morgens die Fracht aufzunehmen, was sie auch taten.
Weshalb mir diese Begebenheit so ans Herz gewachsen ist ?
Zur gleichen Zeit wurden im Fernsehen von aller höchsten Stelle das Wort der NÄCHSTENLIEBE strapaziert, hier, an diesem Beispiel wurde sie praktiziert.
Ich wünschte mir mehr dieser Taten, dann wäre es um die Nächstenliebe besser bestellt.
Horst Schultz
Chemnitzerstr. 32
35260 Stadtallendorf
schultz@aschultz.de



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