HR4-Tour 2014 - Tag 2: Von Schotten nach Bad Orb

Bahn von Gießen nach Gelnhausen am Bahnhof Hungen
 
Mit dem Vulkan-Express kommt man als Radfahrer gut in den Vogelsberg.

Auf Straßen und dem Vogelsberger Südbahnradweg verlief die Route des zweiten Tages der hr4-Radtour.

Per ÖPNV ist Schotten für sogar für Radfahrer gut erreichbar. Zwar führt schon lange keine Eisenbahn mehr dahin, aber am Wochenende halten immerhin noch Gummibahn-Züge in Schotten, die aus einem Bus mit Fahrradanhänger bestehen und unter dem Namen Vulkan-Express auf verschiedenen Linien verkehren. Für Reisende aus Mittelhessen bieten sich zwei Verbindungen an: Mit der Bahn kann man nach Hungen oder weiter bis Nidda fahren und dort in den Vulkan-Express umsteigen, wobei man bei ersterer Verbindung etwa fünf Minuten früher in Schotten ist. Im Jahr 2014 wurde der Vulkan-Express nach Aussage eines freundlichen Busfahrers eher wenig genutzt, während es aber auch schon Zeiten gab, in denen sich mehrere Busse füllen ließen. Früher gab es übrigens auch einen Vulkan-Express bis nach Homberg (Ohm), aber wegen der sehr schlechten Nachfrage auf dem letzten Streckenabschnitt wurde die Linienführung später geändert.

Die hr4-Radtour ist übrigens am 29.8.2004 schon einmal durch Schotten gekommen. An diesen Tag führte die Radtourstrecke von Lauterbach aus über Schotten und Nidda nach Bad Nauheim, wobei zwischen Schotten und Nidda auch der Radweg R4 benutzt wurde.

Am 30.8.2014 führte die Radtour aber von Schotten aus nach Süden, and zwar zunächst auf der B276, die auf dem ersten Stück gerade eine frische Teerdecke erhalten hatte und noch wegen der Bauarbeiten gesperrt war. Die B276 mündet in die B275, auf welcher die Radtour bis Hartmannshain verlief, wobei sie auch den Vulkanradweg kreuzte. Bei der Fahrt auf der Straße ging es zwar vorwiegend bergauf, aber man hatte die seltene Gelegenheit, ohne dicht vorbeifahrende Autos mitten auf der Straße zu radeln, was den besonderen Reiz einer Massenradtour ausmacht.

In Hartmannshain zweigt der Vogelsberger Südbahnweg vom Vulkanradweg ab. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Radwegen: Der Vulkanradweg verläuft im wesentlichen auf einer Bahntrasse, während beim Südbahnweg nur teilweise die Trasse der früher nach Wächtersbach verlaufenden Bahn genutzt wird. Das macht sich dann auch darin bemerkbar, dass man mehr Abschnitte mit großer Steigung im Radweg hat.
Auf dem Südbahnweg war die hr-Radtour noch nie, während der Vulkanradweg am 28.8.2004 unter bis in den Nachmittag andauerndem Regen befahren wurde.

Die erste Pause fand in Birstein statt. An die nicht mehr vorhandene Bahnstrecke erinnert kein Bahnhof mehr. Dafür gibt es eine Denkmallok, die gerade verhüllt ist.
In Birstein gibt es ein Schloss. Ein Schild weist jedoch darauf hin, dass das Betreten des Schlossparks ab sofort verboten ist, weil die Gemeinde nicht für den Unterhalt zahlen wollte.

Die nächste Tagesetappe war mit einer Stunde Fahrtzeit bei leichtem Gefälle oder ebener Strecke leicht zu bewältigen. Sie führte zum Ende des Südbahnwegs, nämlich nach Wächtersbach. Pause war dort im Schlosspark, wobei zu dem Schloss anzumerken ist, dass es sich in keinem wirklichen ansprechenden Zustand befindet und dringend renoviert werden müsste.
Wächtersbach erlangte sogar kurzzeitig im Landkreis Marburg-Biedenkopf einige Bekanntheit, als eine Ansiedlung eines Globus-Markts in Kirchhain im Gespräch war. In Wächtersbach bestand bereits ein Globus-Markt, und man sah die Verödung der Innenstadt als Folge davon an. Schließlich wurde in Kirchhain ein Herkules-Markt (Bau- und Supermarkt) statt eines Globus-Markts angesiedelt. Der führte später dazu, dass die Nachbarstadt Stadtallendorf ihren Herkules-Baumarkt verlor und in absehbarer Zeit kein vergleichbares Angebot im Ort bekommen wird.

Zum Abschluss des Tages war noch die Strecke von Wächtersbach nach Bad Orb zu befahren. Es wurde aber nicht die am 10.8.2007 befahrene Strecke gewählt, die steigungsfrei zum Ziel geführt hätte und lediglich mit einem Stau an der Hans-Engelfried-Brücke verbunden gewesen wäre. Stattdessen ging es erst durch ein Gewerbegebiet und dann über Aufenau nach Bad Orb. Dafür war ein ordentlicher Berg zu überwinden - der wahrscheinlich steilste Streckenabschnitt der hr4-Radtour 2014. Pilzfreunde konnten sich immerhin an vielen hübschen Rotkappen erfreuen, die am Straßenrand standen. Die geplante Route war übrigens gut mit den hr4-Wegweisern beschildert, so dass man ihr leicht folgen konnte. Einzelne Radfahrer sind aber schon vorher losgefahren und haben die steigungsfreie Alternativroute gewählt, um den Berg zu sparen.

Am Kurpark in Bad Orb gab es dafür am späteren Abend ein besonderes Highlight: Die Trenkwalder, die schon auf manchem Hessentag und 2014 auch in Stadtallendorf gespielt haben.

Bad Orb hat übrigens etwas mit Schotten gemeinsam: Beide Orte hatten früher einen Eisenbahnanschluss. DIe Bahntrasse von Bad Orb nach Wächtersbach ist aber noch komplett erhalten und wird regelmäßig von einer kleinen Parkbahn befahren.

geplanter Ablauf
km 0: Start am Raiffeisenplatz in Schotten um 9:30 Uhr (ab 8:15 Uhr Programm)
km 41,4: Mittagspause in Birstein am Bürgerzentrum (13:00-14:30 Uhr)
km 55,3: Nachmittagspause im Schlosspark Wächtersbach (15:30 - 17 Uhr)
km 63,1: Ankunft im Kurpark von Bad Orb gegen 18 Uhr

Links
Alle Beiträge zur hr4-Tour
HR4-Tour 2014 Tag 1
HR4-Tour 2014 Tag 3

Die Trenkwalder beim Europafest 2014
HR4-Tour 2004
Letzte Fahrt an Bahnhof Birstein
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