Am Deister - der andere Freizeitpark mit 70 Hektar Fläche
Im Großraum Hannover wird gegolft. Die Dichte der Golfanlagen ist ähnlich zu Bremen. Steckt man einen Zirkel mit 30 Kilometer Radius in die Mitte Hannovers, so sind es gleich neun Clubs in erreichbarer Nähe – auf den Standort kommt es an. Jeder Golfclub ist für sich gesehen ein Kleinod. Denn Golfanlagen sind „nur“ anders organisierte Freizeitparks in der Natur.
Blöde Sprüche wie „Hast du noch S… oder golfst du schon?“, werden von jenen losgelassen, die eigentlich gar nicht wissen, worüber sie reden. Das Golfen spielt sich auf einem anderen Niveau ab und wird von Jugendlichen ebenso gepflegt, wie von Berufstätigen sowie älteren Damen und Herren. Natürlich prägen tagsüber ältere Golfer das Bild der Anlagen und könnten so das Klischee bestätigen. Aber zum Feierabend und an Wochenenden sind die Berufstätigen dran. Jedes Mitglied kommt so auf seine Kosten. Alles hat seine Zeit.
Es liegt in der Natur der Sache, dass es in der Altersgruppe zwischen 28 und 45 Jahren deutlich weniger Golfspieler gibt. Eine plausible Erklärung: Karriere, Familienplanung, Orientierung. Wer will sich in dem Alter schon festlegen. Und doch ist das eine Überlegung wert, denn die Freizeitbedeutung wächst ja nicht erst im Alter, sondern ist bei Lebensplanungen heute nicht mehr wegzudenken. Sinnvoll ausgefüllte Freizeit ist Gesundheit und wenn es einen Sport gibt, der für Geist, Seele und Fitness steht, dann ist es Golf.
Um die eigenen Freizeitziele erreichen zu können, sind für die Berufstätigen oft Fitnesscenter die erste Adresse. Monatsnutzungsgebühren von bis zu 70 € werden bezahlt; aufs Jahr gerechnet liegt man schon fast in der Größenordnung eines Golfclubbeitrags. Man absolviert sein Zirkeltrainingsprogramm und ist zwei bis dreimal die Woche bis zu drei Stunden gut beschäftigt. Aber Hand aufs Herz: Ist ein auf körperliche Leistung getrimmtes Programm mit mentaler Fitness, mit mentaler Erholung gleichzusetzen?
Zumindest sollte jeder, bevor er sich etabliert hat, über sportliche Alternativen nachdenken. Sollte er sich mit dem Gedanken an Golf anfreunden, ist es empfehlenswert, sich einen Club zu suchen, der nicht nur in bequemer Nähe liegt, sondern dessen Benutzung auch nicht von Abschlagzeiten abhängig ist. Dies gilt insbesondere für Wochenenden, wenn verständlicherweise jeder spielen will. Es gibt ganz sicher einen Golfclub in der Nähe, in dem Clubsport, Kommunikation, Kameradschaftlichkeit und Sportlichkeit "Groß" geschrieben werden. Und hier empfiehlt sich der Golfclub Am Deister - der andere Freizeitpark am Südhang des Deister bei Bad Münder.
Die meisten Nutzer zahlen eher 20-30 Euro/monatl. für die Fitnesstempel. Ausserdem kann sich Otto Normal oft nicht mal diese Summe leisten.
Weit über 70EU/monatl. bedeutet, dass Golfen für die Mehrheit schlicht unbezahlbarer Luxus ist. Gleichzeitig entreißen sie der Natur viel Platz und sind eben nur für Betuchte zugänglich.
Da würde ich mich über Sticheleien und Sprüche der oben angesprochenen Art nicht sonderlich wundern ;)
Lieber Andreas,
ich möchte jetzt keine sozialkritische Diskussion anstossen, denn ich schrieb nicht, dass man sich Golfen leisten können muss, sondern habe lediglich eine Alternative aufgezeigt, wie man dem heutigen Alltagsstress auch begegnen kann.
Da das Thema aber angestossen ist - anders als Sportanlagen, die also nicht von Vereinen, sondern von der öffentlichen Hand gebaut werden, müssen sich Golfanlagen selbst finanzieren- vom ersten Planungsstrich, über den ersten Spatenstich bis hin zum Betrieb. Das alles hat seinen Preis, der von Golfern in Form einer Jahreskostenpauschale akzeptiert wird. Es wird keiner gezwungen, Golf zu spielen. Dies zu tun, ist eine Entscheidung, die jeder in seinem stillen Kämmerlein allein oder mit der Familie prüft.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wer öffentliche beheizte Hallenbäder baut und die jährlichen Verluste finanziert oder die öffentlichen Sportplätze und -hallen aufwändig baut und pflegt? Wer werfe den ersten Stein?
Was die Umweltseite angeht, so machen Sie sich ganz sicher ein falsches Bild von Golfanlagen, die ebenso sparsam genutzt werden, wie etwa Nationalparks im Harz oder an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.
Gegen Vorurteile ist kaum ein Kraut gewachsen. Tatsache ist, die Golfanlagen sind Refugien für Flora und Fauna - der Eisvögel sind besonders schöner Vertreter, die man oft an Gewässern von Golfplätzen beobachten kann.
Ich wollte nur erklären, warum man sich über die oben erwähnten "blöden Sprüche" nicht wundern sollte ;)
Was die öffentlichen Anlagen betrifft, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, muss man aber auch beachten, dass dies geschieht, damit sich auch Unbetuchte den Besuch leisten können.
Desweiteren sind Golfplätze naturgemäß eher gepflegte Parkanlagen und nicht reine Natur, sonst wären sie ja auch nicht bespielbar ;)
Man muss auch beachten, dass die Menschen schon - nicht unberechtigt - nörgeln, wenn sie in Naturschutzgebieten auf einigen Wegen bleiben sollen und nichts dürfen, obwohl sie nichts bezahlen müssen. Wenn sie nun riesige Umwege um ein Gebiet machen sollen, das nicht nur der Natur entrissen und eingezäunt wurde, sondern für das sie auch noch extreme Eintrittgebühr zahlen müssen, sind sie doppelt verärgert.
Jeder Sport hat seine Zeit. Als ich vor 25 Jahen in einen Tennisclub eintreten wollte, hat mich der 1. Vorsitzende kritischen Blickes von oben bis unten angeschaut und mich darauf aufmerksam gemacht: Wir nehmen eine Aufnahmegebühr und im Übrigen haben wir z. Zt. einen Aufnahmestopp, ein Bürge wäre auch noch angebracht!" Wie sich die Zeiten ändern. Die Tennisclubs suchen verzweifelt neue Mitglieder, Golfclubs machen auch schon eine Riesenwerbung, Clubaktien werden auf dem freien Markt versteigert oder in Zeitungsanzeigen angeboten. Nun ja ich sage es ja: Jeder Sport hat seine Zeit. Was im Übrigen von vielen Vereinen total vergessen wird, das ist die Jugendarbeit. Wer da nicht fleißig dran arbeitet, hat für die Zukunft kein Kapital und somit keine Zukunft. Also liebe Freunde des Vereinssports achtet darauf. Jugend ist die Zukunft!
über blöde Sprüche soll man sich nicht wundern, wenn Einige meinen der "intellektuellen Elite" anzugehören und die Nase so trägt, dass bei Regen in ihr eine Überschwemmung entsteht.





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