Trotz Hunde-Führerschein: Monate Leinenzwang!

Das ist der wunderbare Irish Red Setter Remo vom Hundebesitzer Hartmut Theimer. Ab dem 1. April laufen beide vorschriftsmäßig, Remo an der Leine. Foto: Privat
Hannover/Springe/Bennigsen (BPA) Fällt bald auch in Niedersachsen der Leinenzwang für Hunde? Im letzten Jahr gab es ein seit langem mit großer Spannung erwartetes Gespräch im Landwirtschaftsministerium, in das hannoversche Hundefreunde große Hoffnungen setzten. Das Ergebnis ist jedoch noch offen!

Das Land Niedersachsen arbeitet an einem neuen Gesetz über den „Naturzugang“, das den Leinenzwang ebenso wie etwa Klettern oder Mountainbike-Fahren in der Natur neu regelt. „Es gibt halt Flächen in der freien Landschaft, auf denen ein Leinenzwang nicht notwendig ist“, so ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.

Streng genommen dürften Hunde laut dem niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung ab dem 1. April 2016 auch auf Hundeauslaufflächen während der Brut- und Setzzeit nicht frei laufen – denn auch sie zählten laut Definition zur freien Landschaft. Dies gilt bis zum 15. Juli 2016! Ziel sei es, das Gesetz bis zur nächsten Brut- und Setzzeit zu verabschieden.
Dreieinhalb Monate dauert die besondere Schutzzeit in Waldgebieten und der übrigen freie Landschaft. Geregelt wird der Leinenzwang in Paragraph 33 der niedersächsischen Wald- und Landschaftsordnung.

Zu den Bereichen, in denen Hunde angeleint werden müssen, zählen auch Wege und Straßen, die an Grünflächen, Weiden und Wäldern entlang führen.
Das Gesetz soll gerade geborene Rehkitze oder brütende Vögel vor freilaufenden Hunden schützen. Wer sich nicht daran hält, wird mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro bestraft!

Ingo Nolte, Professor der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) hatte im vergangenen Jahr mit einer Initiative fast 15. 000 Unterschriften gegen den Leinenzwang gesammelt! In Bereichen, die oft von Joggern oder Mountainbike-Fahren genutzt oder in denen Waldarbeiten stattfinden, sei der Leinenzwang nicht angemessen, so der Professor.

Bestes Beispiel für die Unangemessenheit dieses Zwangs ist hier in Bennigsen der Süllberg mit seinen vorgelagerten Wegen und Äckern. Genau in diesem Bereich tummeln sich nicht nur Jogger und Mountainbike Fahrer, auch Waldarbeiten stehen oft genug auf der Tagesordnung!

Update vom 30. März 2016: Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (Foto) berichtet heute erneut über die schlafenden Beamten im Landwirtschaftsministerium von Hannover. 15.000 Unterschriften reichen da wohl nicht aus! Leere Versprechungen sind nicht neu, aber das ganze grenzt schon an, na, Sie wissen schon...
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14 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.03.2016 | 15:46  
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Presse Agentur aus Springe | 28.03.2016 | 16:51  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.03.2016 | 17:24  
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 28.03.2016 | 21:01  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.03.2016 | 23:03  
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 28.03.2016 | 23:56  
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 29.03.2016 | 10:35  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.03.2016 | 13:27  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.03.2016 | 13:36  
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Presse Agentur aus Springe | 29.03.2016 | 15:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.03.2016 | 16:12  
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 29.03.2016 | 16:47  
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 29.03.2016 | 21:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.03.2016 | 21:25  
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