Springe wirbt - aber das Hallertal stirbt

Springe: Völksen | KOMMENTAR:

Springe. Das Touristikbüro Springe ist aktiv. Auf der ABF-Messe in Hannover wird für den Toursimus und diese schöne Stadt am Deister geworben. Zugleich aber kämpfen Bürger gegen Südlinktrasse und Windkraftanlagen, denn wenn eines davon das Hallertal tangiert, wird diese schöne Landschaft touristisch und werblich gesehen sterben!

200 Meter hohe Windräder

Immerhin sollen dort 200 Meter hohe Windräder gebaut werden, das Thema ist noch nicht vom Tisch und die Politik hüllt sich in Schweigen. Selbst wenn bei der nächsten Kommunalwahl kein einziges Kreuz für Rot-Grün auf dem Wahlzettel steht, wenn Regionspräsident Hauke Jagau und die Abgeordneten deutlich sichtbar hier aus dem Raum Springe eine gehörige Abfuhr bekommen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach die WKA gebaut. Zudem wird ja auf der niedersächsischen Politbühne angestrebt, dass "... es Bürgern untersagt werden soll, gegen WKA zu demonstrieren..." Wo leben wir hier eigentlich? In Völksen fand kürzlich eine Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative gegen die Windräder, mit einem eingebundenen Vortrag von Friedrich Schröder, statt. Die Bürger wollen hier, das wurde ganz deutlich unterstrichen, ihren Lebensraum erhalten, den sanften Tourismus ausbauen und keine Gesundheits-/Naturschädigungen durch diese Mammutwindkrafträder erleiden. Gleichwohl sind sie mehrheitlich für Windkraftenergie, aber dort, wo es sinnvoll und finanziell lohnnend ist. Das ist im Hallertal nicht der Fall, denn im Jahresmittel müsste der Wind mit Stärke 6 blasen. Festgestellt ist maximal eine Stärke 4 und damit bleibt der erhoffte Geldfluss aus, allenfalls rechnet sich das Projekt für die Investoren nur noch, wenn und weil es Subventionen gibt! Die Bürger haben letztendlich gar nichts von diesen Anlagen, allenfalls den Anblick und das Fortbleiben der "sanften Touristen".

Bürgermeister kein "Weichei

Stadtbürgermeister Roger Hische hats seine Amtsaufgabe für 2016 angekündigt. Und schon wird ihm schon vorgeworfen, er sein eine "lahme Ente". Das verkennt der vermeintliche "Lokalmatador" völlig, denn Hische hat sich stets mit aller Kraft für die Stadt, für Bürgerbelange und hart in der Verhandlung gegen die Schließung des Krankenhauses eingesetzt. Ganz entgegen dem, was von dem Lahme-Ente-Verkünder zu vermelden ist.

Auf gar keinen Fall Südlink

Der Deister ist mit seinen rund 25 Kilometer Länge der "Hausberg der Hannoveraner" und zugleich weiträumig auch Natur-/Landschaftsschutzgebiet. Genau durch diesen Wald (und mitten über den Waldfriedhof Ruheforst Knigge) aber ist eine der Südlinktrassen geplant. Das wollen die Bürger auf keinen Fall. Hier gibt es Hirsche, Wildschweine, Rehe und viele andere Tiere, aber auch zahlreiche seltene Pflanzen und es ist genau das Naherholungsgebiet, das von den Hannoveranern genutzt wird. Da passt die Trasse nicht hinein und so gibt es starke Proteste. Umsomehr verwundert es, wenn auf der ABF die Toursitikabteilung Springe mit dem Gebiet "Deister" wirbt und mehr an Freizeitangeboten, aber vor allem einen ungetrübten Naturgenuss vermitteln will. Wie denn? Sollen Radfahrer und Wanderer unter dem permanenten und lauten Rotorengeräusch der Windräder so ihren "ungetrübten Naturgenuss finden"? Hege-Naturschutz-Jagd auch das wird man großflächig abhaken können und - wie in einem Vortrag vor rund 150 Personen im Kaisersaal des Jagdschlossen zu hören war - ist es nicht ausgeschlossen, dass irgendwann auch der Wolf wieder hier seine Fährte ziehen wird. Das ist so gewollt, wird bundesweit mit strengster Naturschutzauflage forciert. Da passen weder Windkraftanlagenn noch Südling ins Konzept. Also ist diese Werbemaßnahme entweder mit falschem Akzent auf der ABF durchgeführt, oder die Macher haben die Situation verkannt und nicht entsprechend gewürdigt, oder aber man denkt, dass alles doch so kommt wie es kommt und will dennoch Präsenz zeigen.

Bürger nicht verschaukeln

Es geht aber auch darum, dass sich die Bürger poltisch nidht verschaukelt fühlen, dass die Regionspoltiker den Willen der Menschen achten, die sie gewählt haben. Ihre Wünsche nicht nur respektieren, sondern durchsetzen. Die Qutittung für das poltisch motivierte Fehlverhalten - das zeichnet sich ja heute schon ab - wird bei dern nächsten Wahl sowohl auf kommunaler, wie bundesweiter Ebene sichtbar. Die Politiker, die sich nur wählen lassen, weil sie "dabei sein wollen" und vielleicht des Einkommens wegen, die aber nichts für die Bürger, ihre Wäher, vor Ort leisten, wird man vom Plateau fegen. Das ist auch gut so, denn Blindfische braucht niemand...
Achim Linck
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