Lautes Lachen, ratternde Bobbycar Reifen und der Trubel spielender Kinder. Das wird drei Nachbarn des Mehrgenerationenhauses in Pattensen offentsichtlich zu viel. Deshalb erwägen sie jetzt eine Klage gegen die Region Hannover als Genehmigungsbehörde, falls diese einem Antrag zustimmt, in dem es um die Erweiterung der Betriebserlaubnis geht. Darüber berichten die Leine-Nachrichten in ihrer Freitagausgabe. Die Anwohner bestehen wohl auf einer Mediationsvereinbarung aus dem Jahr 2005, nach der die Kinder nur zu den Kita-Öffnungszeiten und während des offenen Treffs den Garten nutzen dürfen. Diese strikte Regel trifft besonders eine Gruppe von Kindern mit geistiger Behinderung: Weil sie sich zweimal im Monat ausschließlich am Sonnabend treffen, dürfen die Kinder nie im Freien spielen. Die Anwohner möchten, dass das so bleibt. Sie fürchten sich unter anderem vor "unartikulierten Geräuschen", wie die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Annette Köppel, erläutert.
Nach der Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im vergangenen Jahr gilt "Kinderlärm" ausdrücklich nicht mehr als "schädliche Umwelteinwirkung". Und trotzdem tritt der Konflikt immer wieder in Wohngebieten auf. Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr Verständnis für die Anwohner, denen die Geräuschkulisse im Nachbargarten zu viel wird? Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.
Diejenigen die sich da beschweren sollten mal nachdenken wie sie selbst als Kinder waren. Und gerade in einen Mehrgenerationenhaus sollte man dafür Verständniss aufbringen.
Da sollte man ev. mal nachfragen ob das Nachbarn sind die in ihrer eigenen Kindheit noch mit Rohrstöckern (alte Zeigestöcke) auf die Handinnen und Außenflächen geschlagen worden sind.
Ich weiß leider nicht von welchem klugen Kopf der Spruch stammt.
"Die Meschen sagen immer die Zeiten werden schlimmer
die Zeiten bleiben immer die Menschen werden schlimmer "
aber speziell in diesem Fall dürfte das jedem klar werden.
Selten habe ich mich über soviel Arroganz und Dummheit von sogenannten netten Nachbarn aufgeregt. Es sollte doch jedem Menschen klar sein, dass jeder, aber auch wirklich jeder, in Situationen geraten kann, in denen man auf Hilfe und Fürsorge angewiesen ist. Jedem, der sich über diese "Missstände" aufgeregt hat wünsche ich, dass er, sollte er oder eine ihm nahestehende, Person einmal in eine ähnliche Lage geraten, Nachbarn hat, die Verständnis und Hilfsbereitsschaft aufbringen. Wem es nicht passt, mit Kindern oder Demenzkranken Menschen zusammenzuleben, der soll wegziehen. Es ist schade, dass man gegen Arroganz und Dummheit nicht geimpft werden kann.
Also ich habe durchaus Verständniss dafür das die Leute wenigstens am Wochenende ihre Ruhe haben möchten, der eine oder andere braucht die Zeit der Ruhe und Erholung schließlich dringend um wieder Fit und ausgeruht zu sein für die folgende Arbeitswoche...
Dirk,
das ist die klassische ausrede !
Zum glück gibt es in Deutschland gerichte, die diese behauptung nicht gelten lassen.
Zu wohngebieten gehören kinder !
Im übrigen:
Es geht um wenige stunden während zweier sonnabende im monat. Und man achte auf die geradezu von üblen vorurteilen strotzende behauptung, dass behinderte kinder unartikulierte geräusche produzieren würden.
Auf dieser Fläche mit dem Mehrgenerationenhaus durften auch Gewerbebetriebe gebaut werden.
Ich weiß wirklich nicht was die 3 Anliegerinnen eigentlich wollen. Der "Lärm" von dem Grundstück wird mit einem meterhohen Zaun und einer ebensolchen hohen Hecke gedämmt.
O Graus, unartikulierte Laute hören zu müssen.
Noch schlimmer ist es, wenn die älteren Menschen auch noch grillen.
Die Polizei muss her.
Nein Hans Werner das ist keine Ausrede, besonders nicht in der jetzigen Zeit in der immer mehr Menschen auch an Wochenenden oder auch Nachts arbeiten müssen. Bedauerlicherweise nehmen darauf Gerichte in Deutschland immer seltener Rücksicht!
Natürlich gehören ganz sicher auch Kinder in Wohngebiete, das kann ja nun wirklich kein halbwegs vernünftiger Mensch bestreiten. Schliesslich waren wir ja alle mal Kinder die wie ich hoffe in Wohngebieten groß geworden sind.
Allerdings war es zu der Zeit in der ich ein Kind war durchaus auch für Kinder üblich auf die Bedürfnisse der Nachbarn Rücksicht zu nehmen und ich kann nicht erkennen das ich dadurch Schaden genommen hätte, ganz im Gegenteil.
Zeit zum toben und lärmen hatten wir in der Woche wirklich genug und wenn der die Nachbarn gestört hat dann haben wir eben nicht direkt vor der Haustür gespielt sondern im Wald oder auf dafür geeigneten Spiel oder Sportplätzen......
> "Sie fürchten sich unter anderem vor "unartikulierten Geräuschen"..."
Wenn das stimmt, ist das scheiße.
> "Nach der Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im vergangenen Jahr gilt "Kinderlärm" ausdrücklich nicht mehr als "schädliche Umwelteinwirkung"..."
Dass die Änderung Mist war, denn Lärm ist Lärm und wenn er in gesundheitsschädlicher Form auftritt, ist die Quelle schnurzpiepegal.
> "Habt Ihr Verständnis für die Anwohner, denen die Geräuschkulisse im Nachbargarten zu viel wird?"
Wie Dirk schon einwarf, geht es ja nicht um das alltägliche, normale Kinderspiel - welches zumindest früher, wie er ebenso einwarf, auch leise zu sein hatte, weil damals auch die Elten noch sozial waren und Rücksicht kannten - sondern um einen Fremdbetreuungsbetrieb als Lärmquelle.
Und Lärm ist schädlich. Er macht krank. Er tötet.
Das wird gern unterschätzt.
Ab 40 db gehts auf die Konzentration... 45 db ist die zulässige Grenze der Tagesgeräusche in Wohngebieten... 50 db sind normale Unterhaltungen und die Zimmerlautstärke... ab 65 db wird das vegetative Nervensystem geschädigt... und es gibt ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen... 80 db sind es bei starkem Straßenlärm, Geschrei und *trommelwirbel* Kinderlärm!
Das ist Physik, Biologie und Medizin - da gibt es keine ideologischen Unterschiede beim Lärm bzw. den Lärmquellen bzw. die zu machen, ist unlogisch.
> "Und trotzdem tritt der Konflikt immer wieder in Wohngebieten auf. Was sagt Ihr dazu?"
Dass es bescheuert ist, Betriebe, die starke, gesundheitsschädigende Lärmquellen sind, in Wohngebieten anzusiedeln.
Das Mindeste wäre, man würde sowas keinem aufzwingen. Wer Lärm lustig findet, kann ja sowas in seiner Nähe ansiedeln lassen, soll aber anderen ihre Gesundheit lassen.
> > "...im Wald oder auf dafür geeigneten Spiel- oder Sportplätzen...... "
> "Ah ja !!! Das geht ja auch so einfach mit behinderten kindern. "
Da oben geht es doch um geistige Behinderungen. Mir wäre neu, dass Eltern solcher Kinder, mit denen nicht rausgehen und auch mal Spielplätze oder einen Wald besuchen...
Aber die Behinderung spielt eh keine Rolle beim Thema Lärm - Lärm ist Lärm.
Eben Andreas, ob die Kinder nun behindert sind oder nicht spielt überhaupt keine Rolle für mich denn "unartikulierte Geräusche" machen Menschen ohne Einschränkungen auch offt genug....
Da bleiben mir die Worte weg, wenn ich lese wie sich Menschen über "behinderte" Menschen auslassen. M. E. war es richtig so, dies Gesetz zu ändern, weil Sportplätze und Kindergärten ständigen Drangsalierungen ausgesetzt waren in Wohngebieten. Solange man davon provitiert ist alles in Ordnung, aber wenn man keine Kinder oder Enkelkinder in dem Alter hat, wird es als störend empfunden. Wußtet ihr eigentlich, wenn man sich die Haare föhnt 60dB Lautstärke entstehen. Rasenmäher und Co. sind unwesentlich leiser. Regt sich einer darüber auf... Nein... "Ist ja nur kurz". Ich denke jeder sollte sich mal überlegen welchen Lärm er ständig verursacht, wenn er mit seinem Auto fährt. Fühlen sich dann evtl. andere Mitmenschen durch den ständigen Autolärm gestört. Das fragt sich keiner, weil man es selber ja nicht so laut wahrnimmt. Und zum Thema der "unartikulierte Geräusche": Meinen sie, diese armen Menschen würden nicht viel lieber "normal" sein?!? und ihre Äußerungen selbst steuern wollen??? Ich danke Gott dafür drei gesunde Kinder bekommen zu haben und hoffe auf mehr Verständnis aller Mitmenschen. Und wenn es sich um zwei Samstage handelt, bei denen die Eltern, auch mal zur Ruhe kommen können oder nur mal in Ruhe einkaufen gehen zu können, dann sollten alle zusammenhalten und die Eltern unterstützen. Ich finde in der heutigen Zeit muss man mehr denn je auf seine Mitmenschen zugehen. Im übrigen ist keiner davor gefeit einen plötzlichen Schlaganfall zu erleiden und dann kann es sein, daß man selber da liegen muss, nicht mehr reden kann und "komische" Töne von sich gibt, weil man nicht mehr reden kann. Das ist meine ganz persönliche Meinung und ich kann solche Mitmenschen nicht verstehen.
> "Da bleiben mir die Worte weg, wenn ich lese wie sich Menschen über "behinderte" Menschen auslassen. M. E. war es richtig so, dies Gesetz zu ändern"
Hier hat sich doch keiner über Behinderte ausgelassen.
Es hat auch keiner was gegen ein paar spielende Kinder vor dem Haus, egal ob die behindert sind, oder nicht - sonder hier geht es um die Ansiedelung eines Betriebs, der Lärm erzeugt. Ob das nun eine Sägerei, eine Papageienzucht oder ein Fremdbetreuungsbetrieb ist, spielt für die Lärm&Gesundheit-Problematik keine Rolle.
> "Wußtet ihr eigentlich, wenn man sich die Haare föhnt 60dB Lautstärke entstehen. Rasenmäher und Co. sind unwesentlich leiser. Regt sich einer darüber auf... Nein... "Ist ja nur kurz". "
Falsch. Wer im Wohnblock lebt, wird ständig von Alltagslärm genervt und regt sich auch darüber auf. Spätestens, wenn dazu noch asoziale Mitbewohner kommen, die ihre Kinder, Hunde, Musikanlagen, Bohrmaschinen nicht im Griff haben, wird man aggressiv.
> "Ich denke jeder sollte sich mal überlegen welchen Lärm er ständig verursacht, wenn er mit seinem Auto fährt. Fühlen sich dann evtl. andere Mitmenschen durch den ständigen Autolärm gestört. Das fragt sich keiner, weil man es selber ja nicht so laut wahrnimmt."
Doch, dafür gibt es sogar Vorschriften.
> "Ich danke Gott dafür drei gesunde Kinder bekommen zu haben und hoffe auf mehr Verständnis aller Mitmenschen."
Lärmschutz ist Gesundheitsschutz.
> "Und wenn es sich um zwei Samstage handelt, bei denen die Eltern, auch mal zur Ruhe kommen können oder nur mal in Ruhe einkaufen gehen zu können, dann sollten alle zusammenhalten und die Eltern unterstützen. Ich finde in der heutigen Zeit muss man mehr denn je auf seine Mitmenschen zugehen."
Seine Kinder anderen Leuten vor die Nase kíppen und dort mit anderen Kindern in Massen lärmen lassen, ist aber nicht grad mitmenschlich und zusammenhaltend, sondern egoistisch und rücksichtslos.
> "Im übrigen ist keiner davor gefeit einen plötzlichen Schlaganfall zu erleiden und dann kann es sein, daß man selber da liegen muss, nicht mehr reden kann und "komische" Töne von sich gibt, weil man nicht mehr reden kann."
Richtig. Und darüber darf man sich nicht lustig machen, aber hier schon eingeworfen wurde, ist das bei der Lärmdebatte eh irrelevant.
Ich habe einige Berichte von Meike gelesen und bin zu der Überzeugung gekommen: Meike schreibt nur, sie denkt nicht und viele Ihrer Berichte sind von der Presse abgeklatscht. Vielleicht sollte sie das mal ändern. (Oder ist das Absicht? Neu ist das bei myheimat nicht)
"Meike schreibt nur, sie denkt nicht" ... das ist aber keine sehr nette Aussage von Dir :o)
Vielleicht darf ich ein paar Worte der Erklärung schreiben. Ich gehöre zur Redaktion des myheimat-Teams und zur Redaktion der Madsack Heimatzeitungen. In den Lokalausgaben gibt es immer wieder Berichte, die die Leser sehr bewegen und viele Reaktionen hervorrufen. In Absprache mit den Kollegen veröffentlichen wir diese Themen dann auch in anderen Kanälen ... ob nun Haz.de, neuepresse.de, Facebook oder eben myheimat. Ich fungiere in diesen Fällen als Moderatorin und halte mich dann bewusst mit meiner persönlichen Meinung zurück. Die ich selbstverständlich habe.
> > "Weil sie sich zweimal im Monat ausschließlich am Sonnabend treffen, dürfen die Kinder nie im Freien spielen."
> "Ich bin über diesen Satz entsetzt. Wie soll es weitergehen, wenn Kinder, auch behinderte nicht mehr raus dürfen. Kinder sind nun mal Kinder."
Da musst du die Eltern der erwähnten Kinder fragen, warum sie ihre Kinder - ausser an diesen besagten Tagen im Betreuungsbetrieb - nie draußen spielen lassen. Würde mich auch interessieren.
"Da musst du die Eltern der erwähnten Kinder fragen, warum sie ihre Kinder - ausser an diesen besagten Tagen im Betreuungsbetrieb - nie draußen spielen lassen. Würde mich auch interessieren. "
Wenn ich nicht irre, geht es da oben im Artikel nur um den Betrieb und nur um die zwei Samstage. Die dortige Aussage "Weil sie sich zweimal im Monat ausschließlich am Sonnabend treffen, dürfen die Kinder nie im Freien spielen" hab ICH jetzt nur auf diese zwei Tage im Monat bezogen und nicht auf die restlichen 28 Tage im Monat.
Deine Aussage klang aber so, als meintest du das Spielen an sich und immer. Und das entzieht sich einem ja, weil man nicht weiß, ob und wie oft und wie lange die oben erwähnten Kinder aussderhalb der zwei erwähnten Samstage draußen spielen können/dürfen.
Deshalb mein Hinweis, dass man da die Eltern fragen muss (oder wen auch immer, der das wissen könnte).
Ich kenne die Örtlichkeiten und andere Dinge nicht die um Das MGH in Pattensen geschehen.
Eins weiß ich aber, Eltern kümmern sich immer weniger um das Benehmen ihrer Kinder. Man sieht es immer wieder, z.B. im Restaurant: die Kinder laufen und spielen zwischen den anderen Reihen, bei uns in der Wohnanlage: Die Eltern klönen mit Nachbarn, die Kinder klettern daneben auf den Leuchten rum. Es wird nichts gesagt. Wie sollen viele Kinder lernen, das es auch Grenzen im Leben gibt.
Und das hat nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun wenn Kinder nicht lernen auch mal leiser zu spielen oder sich zu benehmen.
Es geht, es gibt zum Glück auch genug andere Beispiele.
Siehst Du Meike, das ist genau das, was ich vermisse. deswegen auch meine Bemerkung über den Abklatsch aus der Presse. Da wir auch HAZ Abonnenten sind und ich die Zeitung nicht nur zum Anfeuern meines Kachelofen brauche, ist mir also manch Artikel von Dir gegenwärtig. Vielleicht solltest Du mal mit Clemens reden, das er Dir etwas mehr freie Meinung zugesteht. Die Möglichkeit haben Robin und Frederic doch auch und in deren Artikel fließt oft etwas eigenes ein.
Bis zum nächsten Mal.
> "Eins weiß ich aber, Eltern kümmern sich immer weniger um das Benehmen ihrer Kinder"
Ja, leider.
Aber man muss die heutigen Elterngenerationen auch ein wenig in Schutz nehmen - es wird ihnen ja suggeriert, dass die Sachen, die frühere Eltern noch selbst machten, nun von Schule und Kita übernommen werden. Die Problematik, dass ABC-Schützen nicht mal die einfachsten Dinge selbst machen können und die Lehrer das übernehmen mussten (was früheren Eltern peinlich gewesen wäre), ist doch auch schon viele Jahr(zehnt)e alt.
> "Und das hat nichts mit Kinderfeindlichkeit zu tun wenn Kinder nicht lernen auch mal leiser zu spielen oder sich zu benehmen."
Andreas, leider "sehr leider" hast Du mit Holger zusammen recht. Was den Eltern entgeht, werden sie erst später begreifen. Meine Familie hält zusammen. Es gab aber auch keinen Möchtegernerzieher dazwischen. Was die Kinder nicht vermittelt bekommen, können sie nicht leben. Pech.
auch mir geht "Kinderlärm" manchmal auf die Nerven. Genau so nervt mich aber Autolärm, der Lärm auf der Arbeit, Lärm von Erwachsenen, u.s.w.
Wenn Kinder spielen, muss man das schon tolerieren, jeder war mal klein und hat getobt, gekreischt und Krach gemacht.
Was in seiner Nachbarschaft gebaut oder genehmigt wird (Straße, Geschäft, Kindergarten, usw.), das weiß man leider vor Bezug der eigenen Räumlichkeiten selten und hat auch wenig Einfluss darauf.
Sollte es allerdings so belastend sein, dass man es nicht aushält, gibt es meiner Meinung nach 2 akzeptable Möglichkeiten:
- PERSÖNLICHE Gespräche
- eigene Konsequenzen ziehen.
Die Unart, immer alles gleich juristisch klären zu wollen, ist meiner Meinung nach ein deutsches Luxusgut. Jeder klagt jeden wegen allem an. Ist ja auch so einfach, wenn sich andere um mein Problem kümmern.
Früher gab es sowas auch nicht. Da wurde gesprochen, ignoriert oder "auf die Mütze gehauen". Dann war die Sache geklärt und es war Ruhe. Da nun "auf die Mütze hauen" nicht mehr zu den gebräuchlichen Gepflogenheiten zählt, tendiere ich dazu : "Leute, redet doch einfach alle mal wieder miteinander statt übereinander!".
Ich hoffe, die Kinder finden ein schönes Plätzchen, an dem sie ausgelassen spielen dürfen.
> "auch mir geht "Kinderlärm" manchmal auf die Nerven. Genau so nervt mich aber Autolärm, der Lärm auf der Arbeit, Lärm von Erwachsenen, u.s.w."
Wenn es um Lärm, Gefahren und Schutz geht, ist die Lärmquelle doch wurscht.
> "Wenn Kinder spielen, muss man das schon tolerieren, jeder war mal klein und hat getobt, gekreischt und Krach gemacht."
Ja, und früher ist keiner gestorben, wenn die Eltern oder Nachbarn "Ruhe!" gebrüllt haben und man dadurch lernte, sich nicht asozial zu benehmen.
Ausserdem geht es doch nicht um ein paar Kinder im Alltag, sondern um eine Konzentration in einem Betrieb mit entsprechender Lärmerzeugung.
> "Sollte es allerdings so belastend sein, dass man es nicht aushält, gibt es meiner Meinung nach 2 akzeptable Möglichkeiten:
- PERSÖNLICHE Gespräche
- eigene Konsequenzen ziehen.
Die Unart, immer alles gleich juristisch klären zu wollen, ist meiner Meinung nach ein deutsches Luxusgut."
Wenn Gespräche nichts bringen, muss man eben klagen.
Was verstehst du unter "eigene Konsequenzen ziehen"?
Etwa, dass man wegzieht, wenn einem ein Lärm erzeugender Betrieb vor die Nase gesetzt wird?!
Andreas, manchmal muss man das etwas differenzieren. Ich bin ja nun mit meinen fast 75 etwas ruhebedürftig. Ich rolle mich mühsam auf mein Bett in der Annahme, die Ruheverordnung Niedersachsen gilt, aber weit gefehlt.
Da brüllen die Laubsauger und anderes Gedöns. Ich hoffe, dass ich einiges noch überlebe.
Bis denne und Gruß von mir
Nachsatz: Ik bün meu (ich bin müde) hat in einer Reha eine hochintelligente Frau gesagt. So fühle ich mich auch. Müde
Egal, weiter. Ohne uns geht die Welt nicht rund.
Noch niemand, glaube ich, hat sich das Grundstück und die Umgebung einmal angesehen. Die Beiträge hier sind im Grunde alle nur aus reinem Eigeninteresse und Egoismus entstanden. Vor allem aus reiner Oposition gegen Alles.
Liebe Freunde, da geht es um Menschen denen geholfen werden muss. Nicht um my heimat -Leser.
Nicht, wenn es um Lärmproblematik geht. Da gibt es keinen netten und bösen Lärm, sondern nur Lärm. Siehe dazu auch meinen ersten Kommentar.
> "Die Beiträge hier sind im Grunde alle nur aus reinem Eigeninteresse und Egoismus entstanden"
Also ich bin nicht der Betreiber/Nutzer des Betriebs, um den es geht - und auch kein ggf. geschädigter Anwohner.
> "Vor allem aus reiner Oposition gegen Alles."
Ich bin gegen Lärm und dadurch erzeugte Gesundheitsschäden oder gar Todesfälle. Lärm ist Umweltverschmutzung wie vieles andere auch, auch wenn er unterschätzt wird. Siehe ersten Kommentar von mir dazu.
> "Liebe Freunde, da geht es um Menschen denen geholfen werden muss"
Ja, Anwohner neben einem Lärm erzeugenden Betrieb.
Und nein, ich kenne die Einzelheiten nicht - ich stehe aber prinzipiell auf Seiten der Lärmgeplagten. Kinder können hingegen überall spielen - und sie können auch leise spielen. Aber Kinderspiel an sich ist ja auch nicht das Problem, sondern die betriebsbedingte Konzentration.
Ein halbes Dutzend Kids vor dem Reihenhaus mag ja noch romantisch sein - aber wenn man es da mit 100 Kitakreischern oder 1000 Schulhoftaliban zu tun hat, ist die Toleranz schnell flöten... ;)
Eins hat mich mein erster Kommentar auf einen Bericht in my heimat gelehrt: Nichts kommentieren ist besser. Freie Meinungen zählen hier nicht. Das merkt man, wenn man sich diese Historie anschaut. Man setzt sich unnötig Anfeindungen aus. Schade...
Marilyn Schaprian aus Uetze
Eins hat mich mein erster Kommentar auf einen Bericht in my heimat gelehrt: Nichts kommentieren ist besser. Freie Meinungen zählen hier nicht. Das merkt man, wenn man sich diese Historie anschaut. Man setzt sich unnötig Anfeindungen aus. Schade...
Hallo Frau Schaprian,
ihre Meinung zu diesen Thema ist in Ordnung. Es gibt immer welche die nicht daran denken das es sich hier um Kinder dreht, die Behindert sind. Und es gibt immer welche, die zu jeden Thema ihre Meinung schreiben.
Es gibt Leute, die schreiben zu jeden Thema. Meistens so, das man Antworten muss. Ich möchte mal wissen, was diese User schreiben würden, wenn sie betroffen wären. Nehmen Sie es sich nicht zu Herzen. Schreiben sie ruhig weiter.
> "Eins hat mich mein erster Kommentar auf einen Bericht in my heimat gelehrt: Nichts kommentieren ist besser. Freie Meinungen zählen hier nicht. Das merkt man, wenn man sich diese Historie anschaut. Man setzt sich unnötig Anfeindungen aus. Schade..."
Auf deinen Kommentar wurde doch eingegangen. Du wurdest auch nicht angefeindet (wenn doch, dann bitte mal die Anfeindung zitieren und begründen, was daran Anfeindung sein soll, danke) . Du hättest auch darauf wieder eingehen können - das nennt man diskutieren.
Mir scheint, dass er du selbst Probleme mit anderen Meinungen hast...
> "Ich möchte mal wissen, was diese User schreiben würden, wenn sie betroffen wären."
Die Anwohner neben Lärm erzeugenden Betrieben sind doch betroffen. Und man muss nicht selbst neben sowas wohnen, um ein wenig solidarisch mit den Betroffenen sein zu können.
> "Wenn du ein Kind mit Behinderung hast, wie würdest du dann über deine Kommentare denken?"
Woher willst du wissen, dass ich keins habe?
Und wo hab ich was gegen behinderte Kinder gesagt?
Ich hab mich sogar gleich gegen Aussagen wie "unartikulierte Geräusche" ausgesprochen bzw. gesagt, dass solche Sprüche scheiße sind.
Trotzdem finde ich die erwähnte "Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes" bescheuert, denn Lärm ist Lärm und er kann schädlich sein, egal, ob der Betrieb als Quelle nun ein Sägewerk oder ein Kindergarten ist.
Sorry, ich hab die Physik, die Biologie und die Naturgesetze nicht erfunden...
Im Übrigen geht es nicht um behinderte Kinder, sondern um Lärm - und zwar zusätzlichen Lärm zu dem abgemachten - siehe oben: "Die Anwohner bestehen wohl auf einer Mediationsvereinbarung aus dem Jahr 2005, nach der die Kinder nur zu den Kita-Öffnungszeiten und während des offenen Treffs den Garten nutzen dürfen."
Die Leute waren also sogar bereit, sich sowas vor die Nase setzen zu lassen, wenn sich die Belastung in abgemachten Grenzen hält.
Ein sehr interessanter Artikel!
Aus den Reaktionen kann man sehr gut die Einstellung der Diskutanten erkennen.
Jeder Mensch, der sich auf einer für sich geglaubten Ebene fühlt,(und sei es ein Ausblick aus einem Hochhausfenster mit Kleingarten im Erdebeerfeld) sollte bedenken,
dass Schicksale auch den zynisch denkenden Menschen treffen können.
Aber es soll ja Menschen geben, die sich selbst nicht mögen, und deshalb nur" unter der Gürtellinie kommentieren".
Auch diesen Menschen, die auf andere Art und Weise unartikuliert leben und sich äussern, gebührt natürlich Schreibfreiheit :-)
Manchen Menschen kann man nicht mehr helfen.....denen ist der Rasen zu grün, die Sonne zu hell, die Erdbeeren zu groß und der Sauerstoff zu sauer.
Das Wesentliche sagte Hartmut : Auf dieser Fläche mit dem Mehrgenerationenhaus durften auch Gewerbebetriebe gebaut werden.
Dann sollte die Sache eigentlich klar sein.
Holger:"Eltern kümmern sich immer weniger um das Benehmen ihrer Kinder. Man sieht es immer wieder, z.B. im Restaurant: die Kinder laufen und spielen zwischen den anderen Reihen"
ja, das kann passieren, weil es eben (kleine) Kinder sind. Mich stört es nicht, wenn du meinen Kindern beim Spielen zusiehst !
> "Das Wesentliche sagte Hartmut : Auf dieser Fläche mit dem Mehrgenerationenhaus durften auch Gewerbebetriebe gebaut werden."
Es geht doch nicht darum, sondern um Lärm. Und Lärmschutz ist normalerweise geregelt.
Dummerweise gibt es aber Ausnahmen, unter denen die Leute dann leiden müssen (siehe im Artikel: "Nach der Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes im vergangenen Jahr gilt "Kinderlärm" ausdrücklich nicht mehr als "schädliche Umwelteinwirkung". Und trotzdem tritt der Konflikt immer wieder in Wohngebieten auf. Was sagt Ihr dazu?")
Ausserdem haben sich die Anwohner damals doch breit schlagen lassen - aber nun bricht man die Abmachung (Siehe Artikel: "Die Anwohner bestehen wohl auf einer Mediationsvereinbarung aus dem Jahr 2005, nach der die Kinder nur zu den Kita-Öffnungszeiten und während des offenen Treffs den Garten nutzen dürfen")
Und darüber sind sie verärgert und nicht über den Betrieb an sich.
Und ob nun manche User sich hier als Moralapostel aufspielen müssen oder andere mal wieder jeden Thread nutzen für ihre bekannten persönlichen Kreuzzüge, ändert nichts daran, dass Lärm Lärm ist und Lärm gesundheitsschädlich ist. Und dagegen kann man sein - ebenso, wie gegen das Brechen von Abmachungen - und sich auf die Seite Betroffener stellen, auch wenn manche mit Solidarität nichts am Hut haben und wieder mal ihr Gift versprühen...
@Ingo, du hast es nicht begriffen. Es geht darum zu lernen wie man sich verhält. Ein Restaurant ist kein Spielzimmer für Kinder. Wenn die Eltern Ihre Kinder nicht im Griff haben oder keine Lust haben auf Ihre Kinder zu achten, weil sie vielleicht in Ruhe essen möchten. Andere haben auch das recht in Ruhe zu essen. Kinder haben nicht überall Narrenfreiheit.
> "Wenn die Eltern Ihre Kinder nicht im Griff haben oder keine Lust haben auf Ihre Kinder zu achten"
Holger, seit den 90ern gibt es das Problem, dass Kinder in die Schulen kommen und die einfachsten Dinge, die früher Eltern beibrachten, nicht können und die Lehrer da einspringen müssen... dass Kinder vor Schulbeginn selbst in der Kälte auf dem Weg zur Arbeit vor der Schule abgeladen werden... dass Kinder ohne Essen in die Schule kommen und auch nichts mitbekommen...usw. - weshalb man eben anfangen musste, Kitas auszubauen, die DDR-Krippen zu übernehmen, Schulen zu Ganztagsbetreuungseinrichtungen zu degradieren, usw. - und DU verlangst von ELTERN, dass sie IHR Kind erziehen?! Du Scherzkeks *schmunzel*
Ja leider ist es so. Früher war der Lehrer eine Autoritätsperson, heute bekommt er gleich ein auf die "Mütze", wenn zu streng mit den Kinder umgeht (es geht nicht um Gewalt!).
@Holger, ich habe dich schon verstanden...ich bin eben nur anderer Ansicht.(ich hab's versucht es dir 'augenzwinkernd' zu sagen).
Dann mal direkter : Kinder sind weder 'Narren' noch sind sie kleine Erwachsene. Und für (kleine) Kinder ist jedes 'Zimmer' irgendwie ein Spielzimmer.
Eine kleine Soforthilfe für den nächsten Restaurantbesuch : Sollte Dich wieder so ein kleiner Grenzverletzer ansprechen :
- NICHT Füttern
- ignorieren
- einfach ein Gespräch mit deinem Tischnachbarn beginnen
und der kleine Quälgeist wird dich in Ruhe lassen :-)
Ich verspreche dir im Namen aller Eltern : wir tun unser Bestes ! Unsere Kids werden jeden Tag ein kleines Stück erwachsener !
Und was 'Grenzen setzen' angeht, du kannst mir wirklich glauben: Wir Eltern sind alle 'Grenzschutzbeamte' auf Lebenszeit !
> "Kinder sind weder 'Narren' noch sind sie kleine Erwachsene. Und für (kleine) Kinder ist jedes 'Zimmer' irgendwie ein Spielzimmer."
Und? Hat ja keiner über die Kinder gemeckert und ihnen vorgeworfen, dass die sich nicht selbst erziehen... zumal man es in diesem Fall nicht mal mit Erziehung, sondern Grenzsetzung zu tun hat... ein schlichtes "Bleib am Tisch sitzen und nerv keinen" von den Eltern und alles wäre im Lot... ging früher ohne Probleme... hat man einfach gemacht... so wie man sich kratzt, wenn es juckt...
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