Initiative "Rettet die Stadtbibliothek Springe" übergibt 3000 Unterschriften
Am 04. März war es endlich soweit. Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaftsförderung wurden die Unterschriften Bürgermeister Hische übergeben:
(Wortlaut der Übergabe)
"Sehr geehrte Vertreter der Springer Bürger,
die Initiative "Rettet die Stadtbibliothek Springe" hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Protest der Springer Bürger gegen eine mögliche Schließung oder starke Kürzungen der Stadtbibliothek Springe zu bündeln und ihnen damit Gehör zu verschaffen.
Hiermit übergeben wir Ihnen die Unterschriften von 3000 Springer Bürgern, die nicht auf eine Bibliothek in Springe verzichten wollen und können.
Wir bitten Sie, diesen Bürgerwillen bei Ihren Entscheidungen heute und in Zukunft zu berücksichtigen!
Mit freundlichen Grüßen!
i.A. der Initiative
Anke Hennig, Ursula Preen und Eva Maus"
Herr Hische bedankte sich bei der Initiative für ihr Engagement und erklärte, dass die Schließung der Stadtbücherei auch aufgrund der massiven Proteste aus der Bevölkerung nicht mehr vorgesehen ist. Zugleich führte er aber auch die Beweggründe der Haushaltssicherungskommision (HSK) aus, die Schließung der Stadtbücherei aufgrund der dramatischen Finanzsituation in Erwägung zu ziehen.
In den dann folgenden Beratungen folgte der Ausschuss den Empfehlungen der HSK. Für die Stadtbücherei bedeutet das eine Erhöhung der Ausleihgebür und die Reduzierung der Personalkosten um 30 Prozent über 5 Jahre. Jetzt muss nur noch der am 18. März tagende Rat das Haushaltssicherungskonzept beschließen.
Wie sind diese Maßnahmen der Stadt nun zu bewerten? Für unserer Initiative ist es erst einmal ein riesiger Erfolg, dass eine Schließung der Bibliothek abgewendet wurde.
Ob es die HSK nun wirklich ernst gemeint hatte mit der Schließung oder einfach nur testen wollte, wie hoch die Schmerzgrenze bei den Bürgern ist, können wir im Augenblick nicht beurteilen. Die Bürger haben jedenfalls ein klares Signal gegeben, das auch Mut für die Zukunft macht. Wir Bürger haben durchaus Einfluss auf die Politik.
Eine bittere Pille ist natürlich die Reduzierung der Personalkosten. Was bedeutet das im Detail und ist damit ein Qualitätsverlust verbunden, der die Bücherei vielleicht unattraktiver macht? Die Initiative wird sich mit dieser Thematik und ihrer eigenen Zukunft in den nächsten Wochen beschäftigen.
Zum Schluss wollen wir uns bei allen Bürgern bedanken, die mit Ihrer Unterschrift zum Erfolg der Intiative beigetragen haben.
die frage ist doch bei allen engagement
ist sie wirklich notwendig und inwieweit könnten nicht die dreitausend Bürger die da mitgemacht haben auch ganz konkret etwas zum Erhalt tun,ich denke da zum beispiel einen Förderverein als Träger,an dem sich dann regelmaessig die Bürger durch Zahlung ihrer Mitgliedsbeiträge und zusätzliche Spenden beteiligen können,also nicht nur reden oder schreiben sondern aktiv handeln
Büchereien sind notwendig. Was muss BürgerIn noch alles selbst finanzieren (durch Steuern tut er das eh schon)?
Es mangelt ja nicht am Geld, das Geld ist nur an den falschen Plätzen - im Bundesetat und in den Länderetats. Da wo es hingehört (Städte und Gemeinden) wird gekürzt - teilweise mit Absichten, das es selbst finanziert werden könnte, oder der Service so schlecht gestaltet wird, das der Service keinen Sinn mehr macht.
Hoffe, der Erfolg ist von Dauer.





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