Bürgermeisterwahl: Hische und Henkels geben Erklärungen ab
Jörg-Roger Hische, Verwaltungschef in Springe, wird erst in einigen Monaten erklären, ob er als Einzelbewerber für die Bürgermeisterwahl 2011 antritt. Das hat er heute Vormittag in einem gemeinsamen Pressegespräch mit CDU-Parteichefin Anette Henkels im Springer Rathaus bekannt gegeben. Sein CDU-Parteibuch wolle er behalten, sagte er.
Hische zog mit seiner Absage an die CDU einen Schlussstrich unter die Dauerquerelen. „Ich habe es satt.“ Zehn CDU-Mitglieder würden „offen oder verdeckt“ gegen ihn agieren, davon sechs aus der Fraktion und der Rest aus dem Stadtverband. Hische sprach von „persönlichen Angriffen“. In Fraktionssitzungen habe er zu Drucksachen der Verwaltung die Frage zu hören bekommen: „Was ist das für eine Scheißvorlage?“ Hische sagte, er wolle jetzt nicht als „Sensibelchen“ dastehen. „Über die Jahre habe ich das ausgehalten.“ Er sei jedoch kein CDU-Bürgermeister, sondern der Bürgermeister für alle Springer. Sollte die Springer CDU einen Kandidaten ins Rennen schicken, werde er durch Austritt einem Parteiausschlussverfahren zuvorkommen. Das falle ihm schwer. „Es tut mir weh, denn es ist meine politische Basis.“
CDU-Parteichefin Anette Henkels ließ gestern offen, ob die CDU einen Bewerber benennt. Dies beschließe die Mitgliederversammlung, sagte sie. „Es kann aber eigentlich nicht sein, dass eine große Volkspartei keinen eigenen Kandidaten hat.“ Kritik aus der Partei an einem Bürgermeister mit Parteibuch sei ein grundlegendes Problem. „Ehrenamtliche sind oft mit großer Leidenschaft dabei und kämpfen für ihren Ort. Das ist eine sachorientierte Diskussion, die man nicht persönlich nehmen darf.“ Intern habe sie CDU-Mitglieder davor gewarnt gegen einen Bürgermeister „zu schießen“, der Christdemokrat sei. „Wir zerfleischen uns ja gegenseitig.“ Einen Maulkorb habe und werde sie deswegen aber niemandem verpassen.
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Guten Abend Herr Decius,
so einfach wie Sie Ihr Urteil fällen, ist das Leben leider nicht.
Wenn Sie an einem direkten Austausch interessiert sind, sagen Sie es mir einfach.
Herzliche Grüsse
sendet
Torsten Luhm
CDU OV Springe
Ortsverbandsvorsitzender
Für mich wird ein BM sofort suspekt, wenn er sich für unentbehrlich hält, die Ideen anderer im Keim erstickt und stets im Mittelpunkt stehen möchte, CDU hin oder her. Ein gelegentlicher Austausch kann da einer Stadt gar nicht schaden. Wieso sonst wird in Gemeinwesen wie beispielsweise in den USA auch der beste Präsident spätestens (ich betone: spätestens!) nach 8 Jahren ausgetauscht?






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