Bürgermeisterwahl am 17.Januar 2016 in Springe: Wer nicht wählen geht, soll schweigen.

Wahlkampfunterstützung für einen neuen Bürgermeister in Springe. Ministerpräsident Stephan Weil, Dr. Matthias Miersch, Mitglied des Deutschen Bundestages und Bürgermeisterkandidat Volker Gniesmer heute Mittag auf dem Springer Wochenmarkt. Für die Damen gab es rote Rosen. Foto: © BPA 2016
Springe (BPA) In schöner Regelmäßigkeit lösen Wahlen in Deutschland eine Debatte über die sinkende Wahlbeteiligung aus. Das wird auch am kommenden Sonntag in Springe auf der Agenda stehen. Der Rückgang der Wahlbeteiligung hätte allerdings mehr Aufmerksamkeit verdient, handelt es sich doch um einen seit mehr als zwei Jahrzehnten anhaltenden, konsistenten Trend. Noch nie haben so wenige Bürger ihr Recht zu wählen genutzt wie heute.

Dieses Sze­na­rio wird wahrscheinlich auch am kommenden Sonntag in Springe bei der Wahl zum neuen Bürgermeister in Erscheinung treten. Dabei sind es gerade diese Bürger oder Nichtwähler, die am darauffolgenden Montag ihre Schimpftriaden auf alle und jeden loslassen und mit nichts zufrieden sind.

Doch einige begründen ihren Frust. Axel B: " Wenn ich bei dem Kandidaten Burmeister in der HAZ lese "entweder Eldagsen oder Florida", fehlen mir einfach die Worte"!
Jürgen S: " Ein Kandidat fühlt sich schon nach einer Legislaturperiode zu alt, um sein Amt fortzusetzen!"
Paul W: "Drei von ihnen sind zu alt, die wollen nur ihre Pension aufbessern. Außerdem lesen wir ja schon in der HAZ, was Ralf Burmeister bei einem Sieg alles schon für sein Eldagsen geplant hat!" Für Jochen K wäre der jüngste von "den Vieren" der Richtige, doch die Partei kann und will er nicht wählen.


Wählen gilt nicht mehr als "Bürgerpflicht", Parteibindungen nehmen ab. Die Zahl derer, die sich unabhängig und kurzfristig entscheiden, steigt indes von Wahl zu Wahl. Für andere wiederum ist eine niedrigere Wahlbeteiligung ein Zeichen für Zufriedenheit. So spiegelt die sinkende Wahlbeteiligung – folgt man dieser Argumentation – einen Normalisierungstrend wider.

Der Anstieg der Nichtwahl hat seine Gründe: 54 Prozent der Bevölkerung sagten, dass sie absolut unzufrieden mit der Demokratie seien. Auch sinkt das Vertrauen in die etablierten politischen Institutionen. So haben über 66 Prozent der Bevölkerung wenig bzw. gar kein Vertrauen mehr in unsere kommunalen Politiker.

Das muss und darf bei einer solchen Bürgermeisterwahl nicht passieren. Ein BÜRGER MEISTER sollte immer für seine Bürger da sein. Nur dann kann er mit einer Unterstützung zahlreicher Springer rechnen. Wer dennoch am Sonntag nicht wählen geht, sollte 5 Jahre schweigen.
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8 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.01.2016 | 16:34  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 15.01.2016 | 17:51  
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Thomas Widemann aus Springe | 15.01.2016 | 20:24  
19.330
Kurt Battermann aus Burgdorf | 15.01.2016 | 21:41  
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Thomas Widemann aus Springe | 15.01.2016 | 22:15  
660
Stephan Rykena aus Springe | 15.01.2016 | 23:38  
443
Presse Agentur aus Springe | 16.01.2016 | 09:02  
19.330
Kurt Battermann aus Burgdorf | 27.01.2016 | 11:15  
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