Zwei Dutzend DRUM-Piraten „enterten“ die Lebenshilfe in Springe

Von Kirchdorf aus über den Deister - Die DRUM-Piraten gingen bei der Lebenshilfe in Springe vor Anker und legten sich für die Bewohner mächtig ins Zeug (15.03.2014). (Foto: Ulrich Voß)
 
24 DRUM-Piraten hissten erstmals in Springe ihr Segel und sponnen in gut einer Stunde allerhand "Seemannsgarn" (15.03.2014). (Foto: Ulrich Voß)
 
Als echte "Likedeeler" teilt man auch einmal eine Trommel - Die DRUM-Piraten bei der Lebenshilfe in Springe (15.03.2014). (Foto: Ulrich Voß)
Springe: Lebenshilfe Springe e.V. | Wieder einmal waren die „kleinen Seeräuber auf Trommelkurs“ aus Kirchdorf am Samstag, den 15. März 2014 auf Kaperfahrt und „segelten“ in bislang unbekanntes „Gewässer“. Der böige Wind trieb die DRUM-Piraten diesmal sogar über den Deister hinweg nach Springe, wo sie den Anker warfen und kurzerhand die Wohnanlage der Lebenshilfe „enterten“, um die Bewohner mit ihren maritimen Geschichten zu erfreuen.
Die trommelnden Freibeuter waren vom Verein Lebenshilfe Springe e.V. eingeladen worden, um den 24 geistig behinderten Bewohnern einen unterhaltsamen Nachmittag mit allerhand musikalischem „Seemannsgarn“ zu ermöglichen. Zum gemütlichen Beisammensein durfte natürlich auch der bereitgestellte Kaffee und Kuchen nicht fehlen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Gisela Gentzsch, stachen die kleinen DRUM-Piraten im Alter von 3-12 Jahren pünktlich um 14:30 Uhr in See und nahmen sogleich alle Anwesenden gefangen. Aus den Lautsprechern hörte man zunächst das Rauschen der Wellen und vereinzelt das Knarren der Balken ihres (imaginären) stolzen Schiffes. Doch dann ging es schließlich auch musikalisch los und die kleinen Piraten segelten schnell „unter vollen Segeln“. Hey Ho, Piraten kommen! so auch der einleitende Ausruf der 24 bunt kostümierten Freibeuter. Zum Abschluss das Kommando: „Feuer!“ und schon grollte ein wahrhaftes „Trommelfeuer“ aus allen Kanonen … oder vielmehr Trommeln, denn die DRUM-Piraten seien stets in friedlicher Absicht unterwegs und möchten nur die Herzen des Publikums erobern. Und das schafften sie beim aufmerksamen Publikum in Springe bereits nach dem ersten Stück, wie sowohl der herzliche Beifall, als auch die fröhlichen Gesichter erkennen ließen.

Danach erzählte die bunte Piratenbande unter der Leitung von Carsten Voß und Brigitte Schreiber die Geschichte vom schmackhaften Rollmops, ehe die Party in den Meerestiefen fortgeführte wurde, wo das Gelbe U-Boot („Yellow Submarine“) auf Tauchstation ging. Gerne animierte „Käpt’n“ Carsten Voß das Publikum zum Mitmachen und so schipperte das gelbe Gefährt noch eine kleine Extrarunde, begleitet vom großen Chor aller Anwesenden: „We all live in a Yellow Submarine“, ja, wirklich alle – Bewohner, Betreuer und Eltern leben in einem Boot und gaben stimmlich ihr Bestes.
„Trommeln kann man doch auch auf den Tischen“, so Voß im Anschluss und auf das Kommando „Feuer!“ sprang der Funke von den trommelnden Kindern auf die Zuhörer über. Ein nunmehr unüberhörbares „Trommelfeuer“ prasselte durch den Saal, das auf ein Handzeichen hin in absoluter Stille endete.
Daraufhin legten sich die kleinen Freibeuter so richtig ins Zeug mit Macht doch alle mit!- was sich die Bewohner der Lebenshilfe nicht zweimal sagen ließen - und dem keltischen Piratentanz („Sailor’s Hornpipe“), der ebenso mit großem Beifall bedacht wurde.

Ungemütlich wurde es dann nur textlich im nachfolgenden Song, denn der handelte von Durst auf hoher See - das war das Thema von Es gibt nur Wasser, bei dem die Piraten vehement ihren „Saft“ einforderten. Jedoch behagt es richtigen Fahrensleuten auch nicht, wenn sie gar kein Wasser unter dem Kiel haben und im Wattenmeer trockenfallen. Da wird auch das auflaufende Wasser freudig empfangen, wenn Die Flut kommt („My Bonnie Is Over The Ocean“).
Nachfolgend war wieder Mitmachen an den Tischen angesagt, denn schließlich gibt der Name des Ringelnatz’schen Seemannes Kuddel Daddel Du schon die Rhythmik vor. Die DRUM-Piraten gaben den Beat vor, dem das Publikum gerne nachfolgte. Auch gemeinsames Singen verbindet, wie man bei Aloha He aus der Feder von Achim Reichel im Saal gut beobachten und noch besser hören konnte. In diesem Song beschreibt der alte Seemann, wie die Ureinwohner Sansibars Neuankömmlinge singend in ihren Ruderbooten empfingen. Grund genug für die kleinen Seeleute, neben ihrem Gesang auch ihre Ruderfähigkeiten unter Beweis zu stellen.
Auch danach gab es großen, fröhlichen Applaus von allen Zuhörern, die noch lange nicht zulassen wollten, dass die DRUM-Piraten den Heimathafen anlaufen konnten. Als Zugabe brachten die kleinen Freibeuter noch ein wenig karibisches Flair in die Wohngruppen. Der Hit der Nordmeerrocker von Santiano Frei wie der Wind ließ von weißen Sandstränden und großen Palmen träumen, denn er wurde von den trommelnden Piraten im Reggae-Stil dargeboten, so dass man hätte meinen können, dass Henry Morgan höchst selbst nach Verstärkung für seine Mannschaft ausgerufen hätte.
Wiederum war großer Applaus eine verdiente Anerkennung für die Leistung der 3-12jährigen. Doch dann war es schließlich nach einer guten Stunde soweit und die DRUM-Piraten leiteten die Heimreise ein. Ein langer Tag („A Hard Day’s Night“) auf See ging nun für alle zu Ende und dieser wurde nun noch einmal lautstark von allen gemeinsam gefeiert.

Als Lohn gab es für die kleinen Freibeuter zunächst einen großen Abschlussapplaus – aber auch die verdiente „Prise“ für jeden einzelnen Piraten: Ein ganzer Beutel voll „Schlickerkram“ und leckere Muffins für die kleinen Seefahrer, Kaffee und Kuchen für die begleitenden Eltern. Ein fröhlicher und schöner Nachmittag fand nach einer „stürmischen Seefahrt“ ein ruhiges und gemütliches Ende.


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Nähere Information zum Verein Lebenshilfe Springe e.V. im Internet:
www.lebenshilfe-springe.de

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Wer Lust hat, musikalische Abenteuer „auf den Weltmeeren“ zu erleben, kann ganz einfach bei den DRUM-Piraten „anheuern“ und „frei wie der Wind“ „auf große Fahrt gehen“.

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben. Einmal im Monat treffen sich die DRUM-Piraten in der „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

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Weitere Probentermine 2014:
- 29. März
- 10. Mai
- 07. Juni
- 05. Juli
- 02. August
- 06. September
- 11. Oktober
- 01. November
- 06. Dezember

=> jeweils 12:00 - 13:30 Uhr.
(Änderungen vorbehalten!)


Infos bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 8214.
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