Zum Tag der Architektur in der umgebauten Kirche St. Georg in (Springe-)Holtensen

Der erste Eindruck, wenn man Gemeinderaum und Kirche durch das Westportal betritt. Wenn man im Gemeinderaum sitzt, hat man immer den Altar im Blick.
Springe: St. Georg Holtensen | Der Tag der Architektur findet in jedem Jahr am letzten Sonntag im Juni statt. Architekten können sich dafür mit ihren Objekten bewerben und dann wird eine Auswahl getroffen. In diesem Jahr war die Kirche St. Georg in Holtensen dabei.

Der dortige Umbau wurde im Jahr 2013 fertiggestellt. Diesem Zeitpunkt war eine lange Vorbereitungsphase vorausgegangen: das Holtenser Gemeindehaus war in die Jahre gekommen und sollte verkauft werden, was nach einiger Zeit auch gelang. Mithilfe der dadurch zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel wurde der Kirchenumbau möglich.

Die Anforderungen der Holtenser Gemeinde: Der ursprüngliche Kirchenraum sollte unterteilt werden und auch als Gemeinderaum nutzbar sein. Die beiden Architekten Martin Krause und Uwe Härtel vom Amt für Bau- und Kunstpflege Hannover erklärten, wie sie dieses Ziel mithilfe einer Glaswand und einer Zwischendecke zwischen der Doppelempore umsetzten. Die einzelnen Elemente der Glaswand sind beweglich und lassen sich bei Bedarf zur Seite schieben. Dies wird allerdings nur bei größeren Veranstaltungen wie z.B. Weihnachtsgottesdiensten genutzt.
Der Raum im Westteil der Kirche wird als Gemeinderaum genutzt. Dieser ist u.a. mit einer Teeküche und einem Lagerraum für die stapelbaren Stühle (unter der Emporentreppe) ausgestattet. Die früher vorhandenen weißen Bänke befinden sich nun auf der Empore. Die dortige Orgel wird nicht mehr genutzt, da sie nicht mehr funktioniert. Als Ersatz dient nun ein kleineres Instrument im Altarraum.

Clou des Kirchenraums ist der wunderschöne Taufengel, der im Zuge des Umbaus mit einer neuen Mechanik ausgestattet wurde und nun auch wieder für Taufen genutzt wird.

Außen hat sich die Kirche ebenfalls etwas verändert: an der Westseite befindet sich nun ein Anbau mit dem Gemeindebüro sowie Toiletten. Durch das Glasfoyer gibt es zusätzlich Platz und Licht sowie einen barrierefreien Zugang zur Kirche. Die Westwand der Kirche konnte auf diese Weise fast unverändert erhalten werden. Der Anbau wurde mit Holz verkleidet, was den ländlichen Charakter des Gebäudeteils unterstreichen soll.

Ich persönlich finde den Umbau sehr gelungen. Die Architekten haben unserer kleinen Gruppe von Interessierten alles bestens erklärt und alle unsere Fragen geduldig beantwortet. Schade, dass niemand von der Gemeinde vor Ort dabei war, damit ein noch unmittelbarer Austausch hätte stattfinden können. Aber auch so war es sehr eindrücklich und interessant!

Zum Schluss noch ein interessanter Link: https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/pre...
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9 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 29.06.2015 | 21:03  
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Eberhard Weber aus Laatzen | 29.06.2015 | 21:23  
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Heike L. aus Springe | 29.06.2015 | 21:46  
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Thomas Widemann aus Springe | 30.06.2015 | 10:07  
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Elfie Haupt aus Einbeck | 30.06.2015 | 13:49  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 05.07.2015 | 22:56  
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