Das WERBEBLATT, für das ich zahlen muss!
Das WERBEBLATT, für das ich zahlen muss!
Zum zweiten Mal verärgert der Madsack-Verlag mit seiner Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (vom 12.März 2010) die Kunden.
Die Titelseite als große Werbeseite
dieses Mal für eine Automarke,
während der CeBIT polterte die Sparkasse Hannover auf diese Weise
Da sind ja selbst die aus dem selben Verlag kommenden Werbe-Gazetten wie
"Hallo Sonntag" & Co noch harmlos aufgemacht!
Diese Ausgabe der Tageszeitung hätte ich am Kiosk liegen gelassen.
Als Abonennt musste ich sie leider doch bezahlen!
Die optische Mitteilung an den Leser "Wir sehen dich nur als Werbekunde" - aber ist das die Aufgabe einer Tageszeitung?
Hallo Christel,
nicht nur die HAZ sondern auch die Neue Presse war so aufgemacht.
Das muß ich nicht haben...ich bekomme schon genug Werbung, am Samstag sogar noch in PE-Folie eingepackt per Post...
Es gibt noch die Möglichkeit nur 'online' zu lesen. - Ohne Werbung?? Irgentwann kommen bestimmt die Popfenster....
Das ist offen gesagt eine gut bezahlte Werbung. Das lehne ich ab.
Das ist offen gesagt eine gut bezahlte Werbung. Das lehne ich ab.
Bei der Ausgabe mit der Sparkassenwerbung dachte ich erst, dass es ein Fehldruck sei. War es dann leider nicht. Das gehört einfach nicht auf die Titelseite einer (seriösen) Zeitung. Bei der Zeitung mit dem Werbespruch "Bild dir deine Meinung" könnte ich dafür noch Verständnis haben.
Mit Werbung ist noch viel Geld zu verdienen.
Schaut mal nach unten, da wird uns das verboten.
Ich habe meine Seite auf 150% vergrößert, damit ich auch euere Werbung nicht immer daherflimmern sehe.
Wir haben seit 30 Jahren ein Abo für die HAZ. Auch ich finde es unmöglich, dass man diesen Weg der Werbung unterstützt.
Doch sollten wir unseren Unmut besser als Leserbrief an die HAZ senden.
Ich kann den Ärger verstehen. Auch unter den Journalisten gibt es sehr unterschiedliche Meinungen zu solchen Werbeformen, viele sehen das kritisch. Ich möchte trotzdem um etwas Verständnis werben.
Die Wirtschaftskrise hat auch die Zeitungsbranche schwer getroffen - insbesondere die Anzeigenumsätze sind vielerorts eingebrochen. Dazu muss man wissen, dass die Abogebühren (grob über den Daumen gepeilt) ausreichen, um Druck und Vertrieb der Zeitungen zu bezahlen. Ohne Werbung wären die personalintensiven Redaktionen nicht zu finanzieren. Viele Verlage experimentieren deshalb derzeit mit neuen Werbeformen (neben dieser Titelwerbung wären da z.B. auch Post-It-Aufkleber für die Zeitung zu nennen), um einen Teil der Einbrüche auszugleichen.
Ich bin kein Freund von Titelwerbung. Aber wenn die Alternative ist, Journalisten zu entlassen oder solche Anzeigenformen zuzulassen, ist mir diese Variante deutlich lieber. Das soll aber kein Totschlagargument sein nach dem Motto "Wer gegen Titelwerbung ist, der will, dass Journalisten ihren Job verlieren." Sicher gibt es auch andere Möglichkeiten, die Zeitung zu finanzieren. Bitte sagt gern Eure Meinung, für uns ist das eine wichtige Rückmeldung (auch wenn wir als Redaktion natürlich nur sehr begrenzten Einfluss auf die Werbung haben).
Ihr als Redaktionen seit ja nicht die wirklichen Adressaten, könnte auch gesagt werden.
Doch die Zeitungen kommen für uns Leser aus Redaktionen. Und diese empfangen unsere Rückmeldungen - und darum dürft Ihr sie ungesiebt weiterleiten - wie einen Leserbrief!
Ich kann mich an zwei Gespräch mit Mitarbeitenden aus zwei unterschiedlichen Großbetrieben erinnern und ich hoffe nicht, dass die Essenz auch auf das Haus Madsack zutrifft:
1) "ich kann Ihr Anliegen nur gut verstehen, und ich kann Ihnen versichern, was Sie vortragen ist im Blick auf meine Firma wirklich unredlich! Doch glauben Sie mir, ob ich das weitertrage oder nicht, schon eine Abteilung höher interessiert das nicht, Sie als Privatkunde zählen bei uns nicht. Das sind die Großkunden und die Aktionäre!" (das Telefongespräch liegt jetzt knapp acht Jahre zurück und ich führte es mit einer Abteilung der Deutschen Post)
2) auf einen Mangel im Services eines großen Dienstleisters im Bereich der Region Hannover wies ich einen Angestellten dieser Firma hin, mit der Bitte, das dringend an die Betriebsleitung weiter zu leiten: "Wissen Sie, was ich dann zu hören bekomme? ich kann es Ihnen sagen 'Bist Du bei uns als Geschäftsführer angestellt oder als xyz, mach Deine Arbeit, und sonst nichts!" ( - Das Gespräüch liegt grad mal ein knappes Jahr zurück -- inzwischen weiß ich, dass diese Linie wirklich durchgehalten wird. - Den Betrieb nenne ich aus naheliegenden Gründen hier nicht öffentlich!)
Es geht nicht um die WERBUNG per se - es geht um die Zeitung... überspitzt gedacht ließen sich die scheinbare Lösung der Wirtschaftskrise der Verlage auch dadurch lösen, dass man die Werbung von Seite eins bis Seite 10 verkauft und dann folgt noch der für den Postvertrieb vorgeschriebene Redaktionsanteil... und dass sich die Werbung schon seit langem auf Seite 1 geschlichen hat, durchaus bei fast allen Tageszeitungen in BRDland, ist nicht unbeobachtet geblieben. Dann aber lieber für eine gut gemachte inhaltlich gut recherchierte Tageszeitung auch einen angemessenen Preis erheben. Es steht nur zu befürchten, dass es - wie zu oft in der Wirtschaft - zwei verschiedene Blickwinkel für Einnahmen und Ausgaben auch beim Verlag Madsack gibt. Denn immerhin konnte das BerlinBüro eröffnet werden...
Euer Problem als Journalisten verstehe ich in vielerlei Hinsicht zu gut.
Doch der Interessen-Konflikt Leser - Kunde - (spez. Abonnent) - Verlag birgt schon genug Zündstoff.
Hallo Carsten...
Du wieder "back to the roots"...?
Wir sind und aber doch einig darüber, dass auch an den Schnell-Umblätterer bei der Gestaltung der Werbung gedacht wird. Werbung greift schon seit Jahren viel tiefer in die Fachabteilung Psychologie, als es mit dem schnellen umblättern getan ist.
Und darum, lehne ich solche Form der Belästigung bei einer Tageszeitung auf Seite eins ab...
Na gut, Karsten, dann ist es auch die Klein-Kackerei des Hauses Madsack.
Du glaubst doch wohl nicht, dass wer auch immer für das was Du so klein-redest so viel Geld aus gibt. Und glaub nicht, dass die Werbung, die Dich nicht interessiert an Dir spurlos vorüber geht.
Fröhliches Kaffee-Trinken - ich begegne oft genug unserem Zeitungs-Boten beim Verteilen - um kurz vor fünf am morgen - der übrigens für seinen Winter-Dienst von mir seine hohe Anerkennung erhält.


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