"Stattführung"

Eine „Stattführung“ der besonderen Art.
Am Samstag, den 10.Oktober, hatte sich eine Gruppe der Bennigser Tanzsparte
bei Einbruch der Dämmerung auf den Weg nach Hannover begeben, um an einer
„Stattführung“ einer ganz anderen Art teilzunehmen.
Treffpunkt war der Beginenturm an der Leine.
Trotz wärmerer Kleidung war fast allen 23 Teilnehmern, die ausschließlich aus der Bennigser
Tanzsparte bestanden, anzumerken, dass sie auf die niederen Temperaturen, die an diesem
Abend herrschten, noch nicht eingestellt waren.
Eine in mittelalterlicher Kluft und mit Laterne und Hellebarde ausgestattete Gestalt huschte
an der Gruppe vorbei und blieb, zurückschauend, vor der Gruppe stehen.
Nachdem er sich vergewissert hatte, dass es sich bei der Gruppe um die „Stattführung“ handelte,
stellte er sich als Melchior, der „Stattführer“, vor.
Dankbar, dass wir am Treffpunkt unversehrt angekommen waren, bat er uns eindringlich, während
der Führung durch die dunklen engen Gassen der Altstadt stets dicht bei ihm zu bleiben, Wertgegenstände am besten ihm auszuhändigen oder selber gut darauf zu achten, um nicht
dem niederen Gesinde, welchem besonders bei Dunkelheit mit großer Vorsicht zu begegnen ist,
zum Opfer zu fallen.
Und dann, nachdem er uns erklärt hatte, dass hier an der Leine die Grenze der Stadt zum Umland verlief, deren Bewohner den hinter der Stadtmauer lebenden Menschen nicht immer freundlich gesinnt waren, machte sich die Gruppe dann auf den Weg durch die dunklen und belebten Gassen der Altstadt und Melchior erzählte in einer unnachahmlichen und lustigen Art viel über die Geschichte Hannovers. Es war eine ganz andere Art von „Stattführung“ , statt Stadtführung über sehenswerte und alte Gebäude eine sehr lebendige Schilderung über die Geschichte Hannovers.
Obwohl „Melchior“, so würden übrigens alle seine Kollegen heißen, kein Hannoveraner war, verfügte
er über ein immenses Wissen über die Geschichte der Stadt,
--gepaart aber auch mit viel lustiger Phantasie!
Und diese Mischung aus Wissen und Phantasie machte diese „Stattführung“ zu einem sehr interessanten Erlebnis.
Melchior, so erzählte er uns zum Abschluss der Führung, sei ein Braunschweiger, aber keiner aus der „ungeliebten“ Hannoverschen Nachbarstadt, sondern aus dem kanadischen New Brunswick,
also Neu Braunschweig, eben in Kanada.
Nachdem er die Gruppe zu später Stunde dann aus seiner sicheren Obhut entlassen hat, begab sie sich auf den Weg zum Pfannkuchenhaus in der Calenberger Neustadt, ein sehr gemütliches und heimeliges Restaurant. Hier gab es, außer über 60 verschiedene Pfannkuchenvarianten, auch leckeres für Nichtpfannkuchenfreunde.
Hier ließ die Gruppe einen schönen und erlebnisreichen Tag ausklingen, bevor die Heimreise ins
Umland angetreten wurde.
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