Sind die Vorfahren der Kunigunde von Monschau gefunden?
Sind die Vorfahren der Kunigunde von Monschau gefunden?
von
Klaus Wilhelm von Ameln
Wappen von Froburg/Montjoie/Monschau
(Das linke Wappen derer von Froburg steht auf der 2. Tafel der Wappenrolle von Zürich; mit der Nummer 28. Das rechte Wappen ist das Wappen von Ludwig III. von Frohburg/Montjoie. Der Löwe im heutigen Wappen hat wahrscheinlich durch die Verbindung mit den Luxemburgern den Adler verdrängt.)
(auf die blauen Links im Text mit Strg + linker Maustaste klicken um die Stammbäume etc zu sehen)
Inhalt:
Einleitung
Daten und Fakten
Erkenntnisse
Urkundlich gesichert ist Folgendes
Nicht gesichert ist Folgendes
Schlussbemerkungen
Fußnoten
Einleitung:
Dies ist ein Versuch, die Zeit vor Kunigunde von Lothringen in Bezug auf Monschau zu erhellen. Auf eine intensive Darstellung der Quellen habe ich verzichtet, da mittelalterliche Urkunden Mosaiksteinchen darstellen, hier aber ein Gesamtbild gezeichnet werden soll. Wenn ich mich im Schreibstil und der Beweisführung auch nicht so ganz professionell ausdrücke, so möge es man mir verzeihen und mehr auf das achten, was ich aussage. Mir meine Hypothesen zu widerlegen, dient der Wahrheitsfindung!
Daten und Fakten:
(Die Zählung der Walrame ist getrennt nach Arlon und Limburg!)
Die mir bekannte Literatur stellt Kunigunde von Lothringen als Erbin von Monschau dar. Sie soll vor 1213 gestorben sein.
Über den politisch-geographischen Raum, in dem Kunigunde von Lothringen gelebt hat, ist Folgendes zu sagen, auch wenn es übertrieben scheint, dies ein wenig umfangreicher zu tun als es dieser kleinen Ausarbeitung zukommen sollte; aber um das angestrebte Thema in die sie umgebende Thematik einzubetten, scheint es mir angebracht, einige Grundlagen darzulegen. Ich erhoffe mir, dass dadurch möglicherweise Hintergründe für Verschmelzungen von Adelsfamilien zu erkennen sind.
843, nach dem Tod Kaiser Ludwig des Frommen, dem Sohn Karls des Großen, wurde das Fränkische Reich im Vertrag von Verdun unter seinen Söhnen aufgeteilt. Das Mittelreich fiel mit der Kaiserwürde an Lothar I. und erhielt von diesem seinen neuen Namen Lotharii Regnum ("Reich des Lothar", auch Lotharingien). Es erstreckte sich von den niederen Landen (heute Niederlande und Belgien) über Burgund bis zur Kaiserstadt Rom in Italien.
855 wurde dieses Reich in der Prümer Teilung erneut aufgeteilt. Lothar II. erhielt den Teil zwischen Maas und Rhein, der Nordseeküste und Besançon, das Lotharingien im engeren Sinne. Dieses karolingische Lotharingien umfasste außer dem heutigen Lothringen noch das Saarland, Luxemburg, Trier und die (deutsche) Mosel, Wallonien, den Niederrhein mit Aachen, Köln und Duisburg und den Süden der Niederlande im Bereich Maastricht, Eindhoven, Breda.
870, nach dem Tod Lothars II. wurde mit dem Vertrag von Mersen, Lotharingien zunächst zwischen dem Ostfrankenreich und dem Westfrankenreich aufgeteilt. Dabei fiel der reiche Osten mit Utrecht, Köln und Straßburg, vor allem aber mit der Kaiserstadt Aachen, an das Ostfrankenreich. 876, nach dem Tode des ostfränkischen Königs Ludwig dem Deutschen, versuchte der westfränkische König Karl der Kahle auch die Osthälfte Lotharingiens zu erobern. In der Schlacht bei Andernach wurde er aber von Ludwig III., der Jüngere, einem Sohn Ludwigs des Deutschen, geschlagen. 877 starb Karl der Kahle, und sein Sohn Ludwig der Stammler starb ebenfalls schon 879.
880 riss Ludwig der III. mit dem Vertrag von Ribemont auch den Westteil Lotharingiens an sich. Fortan gehörte ganz Lotharingien dem Ostfrankenreich an.
Zwischen 900 und 911 zerfiel im Ostfrankenreich unter Ludwig dem Kind die Zentralgewalt, und es bildeten sich Stammesherzogtümer. Auch Lotharingien wurde Herzogtum.
Nach dem Aussterben der Karolinger im Ostfrankenreich (911) schloss sich das Herzogtum Lothringen wieder dem Westfrankenreich an.
Nachdem König Heinrich I. die Zentralgewalt im Ostfrankenreich wiederhergestellt hatte, unterwarf sich ihm 925 auch der lothringische Herzog Giselbert. Heinrich gliederte das Herzogtum Lothringen als fünftes Herzogtum in das Ostfrankenreich ein und stellte damit die territorialen Verhältnisse des Jahres 880 wieder her. Die Karolinger aus dem Westfrankenreich versuchten mehrfach, Lothringen zurückzugewinnen.
942 musste Ludwig IV. nach dem Krieg von 940 auf Lothringen verzichten.
959 wurde das Herzogtum in zwei Herzogtümer Ober- und Nieder-Lothringen aufgeteilt: Oberlothringen umfasst das heutige Lothringen, die Saar, Luxemburg, Trier, Prüm und Koblenz und Niederlothringen den Norden. 978, nachdem Otto der Große gestorben war, versuchte König Lothar von Frankreich – durch den Überfall auf Otto II. in Aachen – abermals Lothringen zu vereinnahmen. 980 war dann der Vergeltungszug Otto II. bis kurz vor Paris. Frankreich stellte (vorläufig) seine Eroberungsversuche ein.
Wohl im 12. Jahrhundert wurde der Grenzverlauf zwischen Ober- und Niederlothringen geändert: Luxemburg, Trier, Prüm und Koblenz fielen an Niederlothringen.
Im Zuge der Entwicklung von Territorien innerhalb des Heiligen Römisches Reich Deutscher Nation (ca. 1210-1360) zerfiel Niederlothringen in die Herzogtümer Luxemburg, Jülich und Brabant sowie zahllosen weiteren Herrschaften.
In Oberlothringen spaltete sich mit dem Herzogtum Bar ebenfalls ein Herzogtum ab, ein großer Teil des Landes blieb aber unter dem Namen "Herzogtum Lothringen" eine politische Einheit mit der Hauptstadt Nancy (Frankreich). Metz, Toul und Werden (Verdun) wurden freie Reichsstädte; die Bischöfe von Bistum Metz, Bistum Toul und Bistum Verdun erwarben ebenfalls kleinere reichsunmittelbare Territorien.
1380 kam es zur Wiedervereinigung der deutschen Hälfte des Herzogtums Bar mit dem Herzogtum Lothringen.
1430-1473 erwarben die Herzöge von Burgund den größten Teil Niederlothringens, nämlich den Hennegau, Brabant, Limburg, Luxemburg, Holland, Seeland und Geldern. Diese Teile Niederlothringens fielen später (1477) in das burgundische Erbe und damit an das deutsche Fürstenhaus Habsburg, später an Spanien bzw. die Niederlande und entfremdeten sich dem Römisch-Deutschen Reich. Der Rest Niederlothringens (Niederrhein, Aachen, Trier) blieb beim Reich, der Name Niederlothringen ist von da an nicht mehr gebräuchlich. Der Name "Lothringen" beschränkte sich nunmehr auf Oberlothringen bzw. auf das dortige Herzogtum Lothringen.
1475 eroberte Herzog Karl der Kühne von Burgund auch das Herzogtum Lothringen, woraufhin Bern ihm den Krieg erklärte, ihn 1477 in der Schlacht bei Nancy besiegte und die Unabhängigkeit Lothringens innerhalb des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation wieder herstellte.
1542 wurde im Vertrag von Nürnberg die Bindung Lothringens zum Reich durch Herzog Anton II. (Lothringen) gelockert, der in den Jahren zuvor schon ein Übergreifen der Reformation auf Lothringen verhindern konnte.
Herzogtum Nieder-Lothringen
Im Gegensatz zu den meisten Herzogtümern des Reiches der Ottonen und Salier des 10. und 11. Jh. hatte Nieder-Lothringen weder eine einheitliche ethnische Grundlage noch natürliche historische Grenzen; der Umfang des Herzogtums war künstlich festgelegt worden und beruhte zunächst auf den Grenzen des weiträumigen Lotharingien von 843, sodann auf der willkürlichen Aufgliederung dieses Regnum in 2 Herzogtümer. Nach traditioneller Sehweise erfolgte die Aufteilung 959, mit Grenzziehung zwischen den beiden großen Erzbistümern Köln und Trier. Die Geschichte Nieder-Lothringens, als dessen Herzöge die deutschen Könige bis 1100 politisch absichtsvoll in der Regel landfremde Persönlichkeiten ernannten, vollzog sich eher auf der Ebene einer funktionalen Institution "Amtsherzogtum" als eines Territorialverbandes. Doch unterlag dieser funktionale Charakter im Laufe des zu behandelnden Zeitraums starken Wandlungen.
In den Jahren 959 bis 964 erscheint als Herzog von Nieder-Lothringen ein Gottfried von Jülich er war als Laie vielleicht nur Helfer des Erzbischofs Brun von Köln, der von 953 bis 965 gemäß dem Willen Ottos I. die volle Herzogsgewalt im gesamten Lotharingien ausübte. Von 965 bis 977 blieb das Herzogsamt unbesetzt, ein klarer Hinweis, dass die Ottonen, die auf die Eingliederung Nieder-Lothringens in das Reich abzielte, im Wesentlichen gelungen war. Nach dieser Periode hatten unter Otto II. und Otto III. über etwa drei Jahrzehnte (977-1005) zwei westfränkische Karolingern die Herzogswürde inne; diese Maßnahme war stärker von den Belangen ottonischer 'Westpolitik' als von internen Regierungs- und Verwaltungsbedürfnissen Nieder-Lothringens bestimmt. Dies wird auch anhand der nachfolgenden erneuten Vakanz des Herzogsamtes (1005-1012) deutlich.
Seit dem Beginn des 11. Jh. waren die Könige und Kaiser im niederlothringischen Raume konfrontiert mit dem Problem der Formierung neuer Territorialfürstentümer, deren Aufstieg sich im Wesentlichen zwischen 1050 und 1200 vollzog. Regionale Dynasten absorbierten oder usurpierten die noch karolingischen Grafschaften, dies auch im Kernbereich Nieder-Lothringens, in den alten 'pagi' Brabant und Haspengau (Hesbyae). Angesichts dieses Prozesses, der sich in zahlreichen bewaffneten Konflikten niederschlug und zu anarchischen Zuständen führte, reagierte das deutsche Königtum, das seine Westgrenze und den wichtigen Herrschaftsbereich zwischen Schelde und Rhein zu verteidigen hatte, mit Errichtung eines politischen Systems, das im Wesentlichen auf drei Faktoren beruhte:
1. Aufbau dreier Markgrafschaften (Antwerpen, Enane und Valenciennes), die die Grenze gegen Frankreich sichern sollten
2. Ausbau der "Reichsbistümer" der Region (Erzbistum Köln, Bistümer Utrecht, Lüttich, Cambrai) zu geistlichen Fürstentümern, deren Bischöfe faktisch vom Königtum ernannt und kontrolliert wurden;
3. Wiederherstellung des Herzogtums Nieder-Lothringen durch Heinrich II. (1012).
Die Wiederherstellung des Amtherzogtums konnte nur durch eine neue Definition seiner Funktion gelingen: Dem Herzog oblagen die Repräsentation der königlichen Gewalt in seinem Amtsbereich und die Aufrechterhaltung der 'pax publica'. Diese Zielsetzung wurde während des gesamten 11. Jh. in insgesamt zufriedenstellender Weise erreicht. Der Erfolg beruhte auf der Auswahl der Herzogsgewalt durch das Königtum, das durchgängig Mitglieder der Aristokratie einsetzte (vor allem aus dem Grafenhaus von Verdun, dem sogenannten Haus Ardenne), deren Interessen sich nicht mit denen der Territorialherren im Innern Nieder-Lothringens deckten und die als (zumeist loyale) königliche Amtsträger die expandierenden regionalen Gewalten militärisch oder durch Schiedsrichteramt im Zaun zu halten wussten; die Erblichkeit der Herzogswürde wurde (in rechtlicher Hinsicht) im Zeitraum zwischen 1012 und 1100 vermieden. Bis zum Ende des 11. Jahrhunderts, auch noch unter Gottfried von Bouillon (1087-1096), verkörperte die Herzogsgewalt in Nieder-Lothringen durchaus eine lebendige politische Realität.
In der Zeit nach Gottfrieds Tod (+ 18. Juli 1100 in Jerusalem) verlor das niederlothringische Herzogsamt rasch seinen realen politischen Inhalt, vor allem infolge der widersprüchlichen und verfehlten Herzogseinsetzungen durch das deutsche Königtum. Heinrich IV. ernannte am 25. Dezember 1101 den Grafen Heinrich I. von Limburg, wohingegen Heinrich V. (bald nach seiner Erhebung gegen den Vater) am 13. Mai 1106 dem Grafen Gottfried von Löwen(-Brabant) das Herzogsamt verlieh. Diese Übertragungen hatten insofern katastrophale Folgen, als sie nicht mehr den über den konkurrierenden Territorialmächten stehenden Belangen des Reiches Rechnung trugen, sondern führenden Fürsten der Region, die in erster Linie eigene Machtinteressen verfolgten, Zugriff auf die Herzogswürde verschafften; nachdem das Grafenamt schon seit langem erblich geworden war, drohte dies nun auch dem Herzogsamt. Der Konflikt zwischen den beiden konkurrierenden Inhabern des Herzogtums führte zu einem Schwund der herzoglichen Autorität bei den übrigen Fürsten Nieder-Lothringens. Obwohl die theoretische Vorstellung des Herzogsamtes auch einige Jahrzehnte lang weiter lebte, war eine irreversible Entwicklung eingeleitete worden: 1128 setzte Lothar III. Gottfried I. von Brabant zugunsten Walrams II. von Limburg ab. Im Zuge des folgenden Krieges wurde Gottfried I. 1129 bei Wilderen geschlagen, das Herzogtum zwischen den beiden Konkurrenten geteilt: Der Brabanter sollte von der Schelde bis zur Gete, der Limburger von der Gete bis zum Rhein die Herzogsgewalt ausüben. Diese (ohnehin nur temporäre) Entscheidung war auch insofern unrealistisch, als sie für weite Teile Nieder-Lothringens (den Raum zwischen Utrecht und Diest im Norden der Gete, das Quellgebiet des Flusses bis zu den Ardennen) keine Lösung anbot. Die übrigen Territorialfürsten erkannten eine über ihnen stehende herzogliche Autorität Brabants oder Limburgs kaum mehr an; Graf Balduin V. von Hennegau (1171-1195), seit 1188 Graf von Namur, seit 1191 Graf von Flandern, unternahm Anstrengungen zur Bildung einer weiträumigen "Markgrafschaft", die Flandern (das dem König von Frankreich unterstand), Hennegau und Namur (beide zu Nieder-Lothringen) sowie Luxemburg (nördlicher Teil von Ober-Lotharingien) umfassen sollte.
Die Agonie des niederlotharingischen Herzogtums führte nach dem Tode Gottfrieds III. von Brabant (August 1190) zur Neuregelung (dies zu einem Zeitpunkt, als der Erzbischof von Köln – unter Berufung auf die einstigen Rechte Bruns – die herzogliche Gewalt in Lotharingien forderte). Friedrich Barbarossa fertigte auf dem Hoftag zu Schwäbisch Hall am 24. September 1190 gleichsam die Sterbeurkunde Nieder-Lothringens aus, als er festsetzte, dass Heinrich I. von Löwen nur mehr Herzog in denjenigen Territorien sein sollte, die seiner effektiven fürstlichen Gewalt unterstanden, das heißt im "Herzogtum Brabant", während die übrigen Fürstentümer Nieder-Lothringens von seiner Gewalt ausgenommen sein sollten. Von nun an war die niederlotharingische Herzogswürde ein bloßer Titel, der (ohne reale Substanz) als eine Art historischer Archaismus von den Herzögen von Brabant (das im Frz.'duche' de Lothier' hieß) noch bis zur burgundischen Periode geführt wurde.
Nieder-Lothringen, das die Gebiete Hennegau, Brabant, Namur, Lüttich und Luxemburg umfasste, zersplitterte sich im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene Dynastien, von denen außer den Grafen von Löwen, die sich vorzugsweise Herzöge von (Nieder)-Lothringen oder auch seit 1190 nach dem Hauptteil ihres Landes Herzöge von Brabant nannten; auch die von Limburg führten den Herzogstitel. Brabant fiel 1430 an Burgund. Die Nachkommen des von Brun eingesetzten Herzogs Friedrich von Ober-Lothringen starben 1033 aus, und der Kaiser verlieh hierauf das Land an den Herzog Gozelo I. von Nieder-Lothringen, dann an dessen Sohn Gottfried den Bärtigen und nach dessen Absetzung 1047 dem Grafen Albrecht von Elsass, dem 1048 sein Bruder Gerhard von Elsass folgte. Nieder-Lothringen kam nach Gozelos I. Tode 1044 an dessen Sohn Gozelo II., 1046 an Friedrich von Lützelburg, dem 1065-69 der ehemalige Herzog von Ober-Lothringen Gottfried der Bärtige und nach dessen Tode 1069-76 sein Sohn Gottfried der Bucklige folgte. Nach ihm erhielten Kaiser Heinrichs IV. Sohn Konrad, 1088 Gottfrieds des Buckligen Neffe, Gottfried von Bouillon, 1100 die Lützelburger und mit Gottfried V. die Grafen von Brabant das Herzogtum.
Herzogtum Ober-Lothringen
Die mächtigste aus karolingischem Reichsadel hervorgegangene Sippe Ober-Lothringens wird von der Wissenschaft als "Mittelmoselgeschlecht" bezeichnet. Aus ihm gingen in der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts drei gleich bedeutende Linien hervor: Bar, Verdun und Luxemburg. Verschwägerungen mit Kapetingern, Liudolfingern und anderen vornehmen Familien erhoben sie zum Range französischer Territorialherren, die sich Königen ebenbürtig dünkten, heftig miteinander rivalisierten und nur einig waren, wenn es galt, den Aufstieg anderer Geschlechter zu verhindern. Ihrer Fürsorge erfreuten sich außer den Bistümern Metz und Verdun viele an Grundbesitz reiche Klöster und Stifte, die sie als Vögte selbstherrlich wie Eigenkirchen und Familienpfründen behandelten, darunter St. Vannes in Verdun, Gorze, St. Arnulf in Metz, St. Maximin und St. Paulin in Trier, Echternach an der Sauer, in den Westvogesen Moyenmoutier und St. Die. In Bourgogne und Champagne, wo Angehörige des stolzen Hauses über Grundbesitz aus Heirats- und Kirchengut verfügten, lernten sie Clunys monastische Bestrebungen kennen. Lothringens Klöster dürften ihrer Unterstützung gewiss sein, da die Reformwünsche des dortigen Mönchtums mit denen des hochadligen Episkopats übereinstimmten. Bruno von Köln betraute im Jahre 959 Friedrich von Bar [Friedrich war Graf von Metz, Bar, Ornan, Soulosse, Vogt von Moyenmoutier und St. Mihiel] (959-978), den Gemahl seiner kapetingischen Nichte Beatrix, als Markherzog mit dem Kommando am Oberlauf der Maas. Sein Aufgabenbereich umfasste das Erzbistum Trier.
Bedeutende Grundherrschaften und Kirchenlehen besaß er in den Diözesen Toul und Metz, an der oberen Ornain, Maas und Mosel, um Pont-a-Mousson, Chateau Salins und Soulousse. In der Umgebung der weit gegen die Champagne vorgeschobenen Burg Bar, die über starke Befestigungen verfügte, erwarb er mit dem Heiratsgut seiner Frau Ländereien westlich der Grenze. Friedrichs Sohn und Nachfolger Dietrich (978-1026/27) vermählte sich mit Richildis aus dem Hause der Grafen von Luneville im Blies- und oberen Saargau. Das vergrößerte seinen Einfluss ostwärts, verstärkte aber auch die Gegnerschaft der Luxemburger Vettern, die den königstreuen Mann 1005 aus dem Bistum Metz verdrängten. An der herzoglichen Amtsführung beteiligte er in späteren Jahren seinen Sohn Friedrich II. (+ 1026/27), den Gemahl der Konradinerin Mathilde, der Witwe des Saliers Konrad von Kärnten. Sie gebar ihm außer zwei Töchtern den letzten männlichen Spross des Geschlechts, Friedrich III. (+ 1033). Innerdeutschen Fragen stand die Familie Bar fern.
Die zweite Linie des Mittelmoselgeschlechts wird als "Ardennengrafen" bezeichnet [Gozelin (Gottfried) erwarb durch Heirat Allod um Bastogne und Stablo-Malmedy. 997 wurde die Grafschaft Verdun bischöflich]. Sie besaß Allodien nördlich der Mosel, im Triergau, um Metz, dazu im Westen gräfliche Befugnisse, ausgedehnte Ländereien und Forsten über die Flüsse Semois, Chiers und den Mittellauf der Maas hinweg bis zur oberen Aisne, auch jenseits der Reichsgrenze in der Champagne. In der Bischofsstadt Verdun, deren Handel bedeutende Einkünfte erbrachte, gebot Gottfried (+ nach 995) als Graf. Seine Gemahlin war die Witwe Balduins von Flandern. Otto II. erhob den kriegskundigen Mann zum Markgrafen an der Schelde. Wie in den Tagen der Karolinger verknüpfte seitdem die Maas das Moselland mit den Gauen nördlich der waldreichen Gebirge. Gottfried und sein Bruder Adalbero von Reims (969-989), der Begründer von Frankreichs bedeutendster Schule, sahen sich zeitlebens in die inneren Auseinandersetzungen des Nachbarreiches verwickelt. Sie unterstützten die verwandten Kapetinger gegen ihre karolingischen Rivalen und mühten sich nach deren erfolgreicher Abwehr um die Sicherung der Grenze gegen Übergriffe des Hauses Vermandois. Als die Franzosen 985 Verdun erstürmten, geriet Gottfried in Gefangenschaft. Der Erzbischof wurde als Hochverräter vor Gericht gestellt. Erst durch Hugo Capets Thronbesteigung erlangten beide 987 die Freiheit zurück. Adalbero krönte den König. Gottfried stellte die Reichsrechte an der Maas in vollem Umfange wieder her, und es gelang ihn auch, die zum Hause Vermandois gehörende Linie der Grafen von Chiny aus Grafschaften und Vogteien um Dunm Montfaucon, Mouzon, Ivois, Warq und Mezieres zu verdrängen. Im befreiten Verdun bestieg sein längst investierter Sohn Adalbero endlich den Bischofsstuhl (984-991). Dessen Brüder Gottfried (1012-1023) und Gozelo (1023-1044) wurden später mit der niederlothringischen Herzogswürde belehnt.
In Eifel und Ardennen, im Bitgau an der Mosel oberhalb Bernkastel, um Trier, Diedenhofen und Metz gebot der dritte Zweig des Mittelmoselgeschlechts. An der Saar gehörte ihm die beherrschende Saarburg, dazu Wallerfangen und Saarbrücken. Im Niedgau besaß er Forsten um Bouzonville. Dazu kamen Vogteien der reichsten Klöster des Landes, unter ihnen St. Maximin, Echternach und Prüm. Trier wäre der rechte Mittelpunkt für die Herrschaft gewesen, doch das verhinderten König und Erzbischof. Deshalb tauschte 963 Siegfried (+ 998) die strategisch günstig gelegene Luxemburg von St. Maximin ein, um sie zu einer starken Festung auszubauen. Von dieser Basis aus erweiterte er Besitz, Herrschaftsrechte und Verwandtschaftsbeziehungen nordwärts nach Nieder-Lothringen. Sein bedeutendster Gewinn war die Vogtei der Klöster Stablo und Malmedy. Von Siegfrieds Töchtern heiratete Liutgard den Grafen von Holland. Evas Ehe mit dem auch im Elsässer Nordgau begüterten Grafen Vaudemont versprach größeren Einfluss im Süden.
Kunigunde wurde im Jahre 1000 mit dem Bayern-Herzog Heinrich vermählt, der 1002 die Krone erlangte. Diese Verbindung mit dem letzten Liudolfinger nutzten die Geschwister der Königin gründlich zu ihrem eigenen Vorteil. Als bayerischer Herzog (1004-1009, 1017-1026) trat Graf Heinrich noch vor dem Hause Verdun gleichrangig neben die Vettern der Linie Bar. Dietrich bestieg nach rücksichtsloser Ausschaltung Adalberos von Bar, seines Mündels, den Metzer Bischofsstuhl (1005-1047), der dem Geschlecht bis 1072 verblieb. Er erwarb Grafenrechte im unteren Saargau. Mit der Verwaltung der bischöflichen Grafschaft Metz betraute er seinen Schwager Gerhard. Adalbero, der Propst von St. Paulin, usurpierte 1008 sogar die Trierer Erzbischofswürde. Die Verweigerung der Investitur hatte bis 1017 blutige, das Land verheerende Fehden des Königs und der übervorteilten Vettern gegen die Luxemburger zur Folge. Am Ende kam es zu einem Vergleich, der den Rebellen mit Ausnahme der erzbischöflichen Würde von Trier Ämter, Lehen und Pfründen beließ oder zurückgab. Das Geschlecht führte in Ober-Lothringen Graf Friedrich (+ 1019) weiter, Herr der nördlichen Ardennen, dem seine konradinische Gemahlin die oberhessische Herrschaft Gleiberg zugebracht hatte. Von ihren Söhnen erhielt Heinrich die Grafschaft Luxemburg mit den Klostervogteien von St. Maximin, Echternach und Stablo-Malmedy. Friedrich gewann durch Vermählung mit Gerberga von Boulogne wertvollen Besitz in Nieder-Lothringen. Seine Schwester Otgiva heiratete den französischen Großgrafen Balduin IV. von Flandern. Imiza vermählte sich dem süddeutschen Grafen Welf. Trotz des zeitweiligen Verlusts der bayerischen Herzogswürde konnte also das Haus seine Stellung im Reich beträchtlich ausbauen. Den Griff nach der Krone wagte - zu seinem Schaden - erst Giselberts Sohn, Hermann von Salm (1081-1088).
Vom französischen Hochadel besaß westlich der Ardennen bis ins ausgehende 10. Jahrhundert das in der Reimser Erzdiözese vermögende, von Karolingern abstammende Haus Vermandois [Haus Vermandois: Nachkommen des Karolingers Bernhard von Italien (+ 818). Otto von Chiny (+ ca 1013) erbaute 971 Burg Warcq: Beginn des Kampfes gegen Haus Verdun. Graf Ludwig erhielt um 1020 von Bischof Rambert Vogteirechte in der Grafschaft Verdun: das verursachte wohl seine Ermordung 1025] eine bedrohliche Machtstellung. Seit der Lösung von seiner heimischen Basis wird der lothringische Zweig der Familie nach Burg Chiny am Chiers benannt. Heinrich II. dürfte ihm Grafenrechte in Pont-a-Mousson, Amance und zeitweise sogar in Verdun übertragen haben. Graf Ludwig galt als Wohltäter der Abtei St. Mihiel. Das alles gab der Feindschaft gegen die "Ardenner" neue Nahrung und führte 1025 im Auftrage Herzog Gozelos zu Ludwigs Ermordung. Einer seiner Söhne scheint eine Egisheimerin geheiratet zu haben, wodurch den Nachkommen reicher Grundbesitz um Schlettstadt im Elsass zufiel. Die Allodien der Vorfahren des künftigen zweiten Herzogshauses (1047-1735) lagen um Metz, an der unteren Saar, im Niedgau und bei den Vogesen-Klöstern an Meurthe und Mosel. Über Grafenrechte und Grundherrschaften verfügten sie ferner an der oberen Maas und Mosel, um die Burgen Chatenois und Vaudemont. Für ihr hohes Ansehen bürgt die Verwandtschaft mit den DAGSBURGERN, auf die Ländereien im elsässischen Nordgau, vielleicht auch in der Diözese Toul zurückgehen dürften. Mit der kirchlichen Lehngrafschaft Metz betraute der dortige Bischof aus dem Hause LUXEMBURG seinen Schwager Gerhard, dessen einziger Sohn Siegfried 1017 in einer Fehde fiel. Das Vermögen des Hauses ging deshalb auf Gerhards Bruder Adalbert über, den Stifter des Klosters Bouzonville. Zu seinen Nachkommen gehören Adalbert und Gerhard, die 1047 und 1048 die oberlothringische Herzogswürde erlangten. Die politischen Interessen der ezzonischen Pfalzgrafen, denen an der Mosel Burg und Grundherrschaft Klotten bei Cochem gehörte, lagen damals noch vorwiegend in Nieder-Lothringen.
Dem König gehörten ertragreiche Grundherrschaften nur am linken Rheinufer um St. Goar, Boppard, Andernach und bei Kröv an der unteren Mosel mit Wäldern, die sich am Rande der besiedelten Täler bis ins gebirgige Hinterland der Eifel und des Hunsrück erstreckten. Alle diese Besitzungen hatten jedoch durch Schenkungen bereits schwere Einbußen erlitten. Für einen längeren Aufenthalt der Herrscher in Oberlothringen fehlte es an Mitteln. Das Landesinnere besuchten sie daher nur im Falle dringender Verhandlungen mit Frankreich oder offensichtlicher Kriegsgefahr. Der empfindliche Mangel an nutzbaren Reichsgut und eigenen Vasallen veranlasste die OTTONEN, sich - nicht immer erfolgreich - um die Besetzung der Bistümer mit Männern ihres Vertrauens zu bemühen. Metz, Toul und Verdun waren jedoch, wie viele französische Diözesen, weitgehend von hochadligen Vögten abhängig. In dem langgestreckten, deutschsprachigen Sprengel Triers, der von der rechtsrheinischen Lahn durch das untere Moseltal bis zur Maas reichte, setzte sich während des 10. Jahrhunderts vorwiegend königlicher Einfluss durch.
Nach diesem Exkurs in das ehemalige Lothringen wäre zunächst einmal zu klären, wer Kunigunde von Lothringen dann beerbt haben soll; ihr Vater, Herzog Friedrich I. von Lothringen
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/2...),
Herr von Bitsch, Gerbéviller und Ormes (Haus Châtenois; seine Frau ist um 1160 Ludmilla von Polen, + 1223) oder ein Ehemann, den sie gegebenenfalls vor Walram III. von Limburg
(http://members.home.nl/gerdevries/GGancestorChart/...)
gehabt hat? Letzterer ist mir nicht bekannt und Walram III. wird ihr Nichts vererbt haben, weil dieser nach ihr (1226) gestorben ist. Und trotzdem wird er 1198 Walramus de Monte Ioci, erster Burgherr von Monschau, genannt. Warum? Er ist der Sohn Herzog Heinrichs III. von Limburg
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/4...)
und Nieder-Lothringen, wurde (1221-1226) nach dem Tod seines Vaters, Herzog von Limburg, Graf von Luxemburg (1214-1226) durch seine zweite Ehefrau, Ermesinde II. von Luxemburg
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/4...)
(*7.1186, + 12 Feb 1247 mit 76 Jahren, Tochter und Erbin des Grafen Heinrich IV. „Der Blinde“ von Namur
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/2...),
1226 Regentin von Luxemburg, Witwe des Grafen Theobald I. von Bar
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/2...),
[*1158/60]), und durch Kunigunde, Herr zu Monschau (?); er wurde 1170 geboren und starb am 10.6./2.7.1226 mit 56 Jahren. Friedrich I., der Vater Kunigundes, ist zwar vor ihr am 7.4.1206 gestorben, jedoch hat er sie mangels irgendeines mir bekannten Besitzes, der mit Monschau in Verbindung zu bringen ist, beerbt. Wer brachte also das Erbe von Monschau an Walram III. von Limburg, war Kunigunde von Lothringen nicht die Frau Walrams III. gewesen, sondern – wie unten zu sehen ist – Kunigunde von Rethel-Vitry?
(http://fabpedigree.com/s046/f070079.htm)
Keine dieser beiden Personen ist klar als seine Frau zu erkennen.
Die andere Frage gilt es zu beantworten, was denn überhaupt zu vererben war? – Wahrscheinlich schon in Folge der Besetzung des linken Rheinufers durch die Franken waren die besten römischen Städte, Kastelle und Stationsorte mit großen, dazugehörigen Forsten, Acker- und Weingütern als Kriegsbeute ins Sondereigentum der fränkischen Könige übergegangen und gelangten als solche Reichsdomänen (fici regii) an die Könige und Kaiser. In den bestgelegensten dieser Orte entstanden als Absteigequartiere des wandernden Hofes kleine Pfalzen (palatia), deren Bewahrung Hofmayern (majores domus) und einem – vom Hofe direkt abhängigen – Gesinde übertragen wurde (fiscalini regis), aus denen sich im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts häufig Reichsdienstmannen (ministeriales regis) entwickelten. Dieses anfänglich bedeutende Reichsgut in unserem Bezirk ist bis zum 14. Jahrhundert durch Schenkung, Abtretung oder nimmer gelöste Verpfändung bis auf wenige Reste in die Hände der geistlichen und weltlichen Fürsten und sonstigen Landesherren übergegangen. Das Reichsgut wurde von Reichsministerialen unter verschiedenen Titeln als Burggraf (wie anfänglich auch in Monschau), Amtmann, Vogt oder Meyer verwaltet. Den Rheinischen Geschichtsblättern ist zu entnehmen, dass die Gauverfassung bei uns – früher, als im übrigen Deutschland – immer mehr zerfiel, durch die bereits im 12. Jahrhundert stark zunehmende Schwäche der Kaisergewalt, weitgreifender Ausgliederung der Gebiete mächtiger geistlicher und weltlicher Fürsten von der Gaugerichtsbarkeit, den Missbrauch der Vereinigung mehrerer Gaue unter einem Grafen oder der noch schlimmeren Zersplitterung eines Gaues unter mehreren Grafen (die sich häufig als Gegengaugrafen feindlich gegenüber standen), vorzüglich aber durch die von Kaiser Konrad II. (1037) zugestandene Erblichkeit zuerst der Gaugrafenwürde, hernach auch des bloßen Titels in den angesehensten Familien – eine sehr unglückliche Maßregel, indem sich hierdurch die Fürsten, Grafen und Herren immer mehr daran gewöhnten, die Gerichtsbarkeit nicht mehr als kaiserliche Gewalt, sondern als ihr Privatrecht zu betrachten – und endlich durch das häufig geglückte Bestreben der eingeborenen Dynasten von den Gauen kleinere Untergaue (comitaten) abzuteilen und solche ihren Familiengliedern zuzuwenden, die von den in diesen Bezirken erbauten Burgen Familiennamen annahmen und sich erblich darin behaupteten.
Die Zeit ist also im 12. Jahrhundert vorbei, wo alles nur dem König/Kaiser gehörte. Mittlerweile hatte dieser Lehen und Privilegien an seine Vasallen vergeben, die dann sogar noch vererbbar wurden. Zunächst hatten die eingesetzten Pfalzgrafen die Rechte erhalten, die sie dann aber, als sie aus dem Aachener Raum weggingen und sich immer mehr südlicher orientierten, als Afterlehen weiter vergaben. In der Nordeifel waren es hauptsächlich Waldrechte im Reichswald, wie die so genannte Waldgrafschaft (die spätere Wehrmeisterei), das Untergewäld und das Obergewäld im Monschauer Land. Allodien (Güter im Eigenbesitz) sind mir hier nicht bekannt. Ganz davon abgesehen hatten die Grafen von Limburg mindestens seit der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts Rechte im Monschauer Land. Mangels Quellenangabe in der Eiflia Illustrata kann ich leider nicht überprüfen, welcher Marschall Karls des Großen Reichenstein erhalten hat. Vielleicht hatten die Verfasser noch Quellen, die uns momentan noch verschlossen bleiben. Aber Legenden haben mindestens den Wahrheitsgehalt, wie sie die teilweise gefälschte Geschichtsschreibung hat. Die Limburger hatten – und das steht fest – durch bescheidene Expansionsbemühungen die Monschauer mit ihrer Heiratspolitik integriert. Es scheint also so, dass die alten Dynasten den Nachfahren Rechte im Monschauer Land aus Reichslehen übergeben haben.
Heinrich Pauly deutet in seiner Geschichte der Stadt Montjoie an, dass Bertels in seiner Historia Luxemburgensis, S. 98
(http://books.google.de/books?id=SpU6AAAAcAAJ&print...),
einen Ludwig, Graf von Montjoie und Herr von Marville (Martis Villa) und Arrancy erwähnt hat. Ich kann das dort nicht erkennen (siehe im Auszug), wohl kann man über diese Zeit ab Seite 68ff (Gesamtseite 98) nachlesen. Pauly behauptet, dass dieser Ludwig seine einzige Tochter, namens Juditha oder Jutta (nicht Elisabeth), Walram II. von Limburg zur Frau gegeben hat. Gab es diesen Ludwig von Monschau wirklich? Wenn ja, dann hat Pauly den in seinen zur Verfügung stehenden Dokumenten genannten Ludwig (den Älteren) und Elisabeth mit Ludwig (III.) und Jutta verwechselt. Den einzigen Ludwig, den ich zunächst im verwandtschaftlichen Umfeld erkenne, ist Ludwig I. (Lodewijk) von Loon (van Looz) und von Rheineck (van Rineck); er ist der Vater von Laurette von Loon, der ersten Frau des Grafen Theobald I. von Bar und Agnes von Metz. Ich finde keinen Hinweis, dass Ludwig I. von Loon auch Herr von Marville und Arrancy war; wohl sehe ich als einzigen Inhaber dieser Herrschaften einen Sohn des Grafen Theobald I. von Bar, den Heinrich (Henri, auch Renaud) von Bar (+ 1214), 1211 Herr von Briey, Arrancy und Marville. Woher er diese Herrschaften angetragen bekommen hat, eröffnet sich mir nicht. Marville und Arrancy soll schon immer zum Haus Bar gehört haben. Ein Eintrag in der Eiflia Illustrata S. 853-854
(http://books.google.de/books?id=koAAAAAAcAAJ&print...)
nennt auch den imaginären Ludwig von Monschau. Vielleicht war es Ludwig von Mousson (Bar-Mousson) (* um 1045, + >1080); er war der Sohn Ludwigs II. von Mousson (+1070) und der Sophie von Ober-Lothringen. Bei Beginn des 1. Kreuzzuges wäre er 51 Jahre gewesen. Oder war es sein Neffe, Ludwig von Mousson (* um 1079, + > 1102)? Er war der Sohn des Dietrich III. von Mousson (Bar-Mömpelgard); beim Kreuzzug wäre er gerade 17 Jahre gewesen.
Ich habe einmal das Internet nach dem Namen Montjoie befragt und habe dabei entdeckt, dass es ein Geschlecht von Froburg/Frohburg
(https://mail.google.com/mail/?hl=de&shva=1#inbox/12bb48abfc04e1b9 download) gibt (in Französisch Montjoie; Mont steht für Berg – Burg im Namen meint Berg, wie beim Bergfried in einer Burg). Als erste des Geschlechts der Froburger werden 1076 die Brüder Volmar (†1114) und Wolfrand (†vor 1096) schriftlich erwähnt. Da ist ein Wulfrad oder Adalbero (I.) von Froburg (* 1020) vermerkt, der einen Sohn namens Volmar I. von Froburg (* 1050, + 1114) hatte. Volmar war verheiratet seit 1069 mit Sophie von Monsun (Mousson); ihre Eltern waren Louis/Ludwig II. von Mousson
(http://homepages.rootsweb.ancestry.com/~pmcbride/rfc/gw126.htm#I6983)
(+ nach 1070) und Sophie von Bar. Die gemeinsamen Kinder waren Adalbert I. (II.) (* 1090, + 1145, °° Sophie von Lenzburg) und Hermann „Herimannus“ (* um 1080, + > 1125, °° Gertrude N.N.). Hermanns Tochter, Heilwig (* 1135 + 1183), war verheiratet seit 1160 mit Herzog Berthold IV. von Zähringen
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/4...)
(* gegen 1130 + 8.12.1186, Markgraf von Baden). Bertholds Eltern waren Conrad I. von Zähringen (Sohn von Berthold II. von Zähringen und Agnés von Rheinfelden) und Klementine von Namur (Tochter von Godefroi/Gottfried von Namur
(http://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Namur) und Ermessinde I. von Luxemburg). Dieser Hermann hatte zwei Söhne, die nacheinander Bischöfe von Basel waren, Adalbero III. (1133-1137) und Ortlieb (1137-1164). Über einen Bischof Ludwig II. (Garewart oder Garwart) ist vermerkt, dass bereits 1174 das Domkapitel bei Kaiser Friedrich I. intervenierte und sich beklagte über den schlechten wirtschaftlichen Zustand des Bistums. In seiner Antwort tadelte Barbarossa Bischof Ludwig von Froburg und untersagte ihm jede Art von Verpfändung. Berchtold IV. folgte 1152 seinem Vater als Herzog von Zähringen. Im gleichen Jahr übertrug Kaiser Friedrich I., Barbarossa, ihm das Rektorat der Provence. 1154/55 zog er mit dem Kaiser nach Italien. Berchtold IV. besaß die Reichsvogteien Sitten, Genf (bis 1159) und Lausanne sowie Zürich und die Vogteien Großmünster und Frauenmünster. 1158 nahm er am 2. Italienfeldzug Barbarossas teil, und 1166 an der Schlacht bei Tusculum. Mit Barbarossa entkam er dem nach der Schlacht ausbrechenden Seuchenchaos, dem das Heer größtenteils zum Opfer fiel. Wegen Barbarossas Hausmachtpolitik in Schwaben geriet Berchtold IV. gegen den Kaiser, an den er Badenweiler, das Erbe seiner Schwester verlor. Erbansprüche in Luxemburg und Namur konnte er nicht durchsetzen, gewann allerdings einige kurtrierische Lehen der Grafen von Namur. Um 1170 gründete er Freiburg in der Schweiz. Berchtold IV. heiratete zunächst Heilwig, die Tochter des Grafen Hermann von Froburg und Schwester der Bischöfe Adalbero und Ortlieb von Basel, die vor 1183 starb. Seine zweite Frau war Ida von Flandern, Tochter des Grafen Matthäus von Boulogne (Haus Lothringen); sie war die Witwe des Grafen Gerhards von Geldern und starb selbst 1216.
Ob der folgende Graf Ludwig III. von Froburg (+ 1259) ein Nachfahre des Ludwigs II. ist? Jedenfalls versippt sind die Froburger/Montjoier mit den Habsburgern über die Heirat der Hedwige von Kyburg (deren Großmutter mütterlicherseits die Heilwig von Froburg/Montjoie ist) in 1217 mit Albert IV. von Habsburg (dessen Vater war Rudolf II, "den Gamle", Graf von Habsburg
(http://www.roskildehistorie.dk/stamtavler/konger/2...), Herr zu Laufenburg, Zürichgau und Aargau, Landgraf im Elsass, + 10/4 1232, begraben in Muri) sowie durch die Hochzeit von Ludwig III. von Froburg/Montjoie mit Gertrud von Habsburg, die 1223/41 erwähnt wird. Hermann III. von Froburg war außerdem verheiratet mit der Heilwig von Habsburg (+ nach 11/10 1263). Aber schon früher haben sich verwandtschaftliche Bindungen der beiden Häuser ergeben. So hat Dietrich III., Graf von Mömpelgard (ca. 1081, +I.1163), sich 1095 verheiratet mit Gertrude von Habsburg (+ 1132/34). Und so schließt sich der Kreis indem der Großvater des Grafen Dietrich III. von Mömpelgard - Graf Dietrich I. von Bar-Mömpelgard - auch identisch mit Graf Dietrich III. von Mousson ist und dessen Schwester, Sophie von Mousson, verheiratet war mit Graf Volmar I. von Frohburg/Montjoie. Die Verbindungen zwischen dem Haus Bar-Mousson und dem Haus Froburg/Montjoie sind nicht zuletzt durch die Ehe des Grafen Theobald I. von Bar-Mousson in 3. Ehe mit Ermesinde II. von Luxemburg (in ihrer 2. Ehe mit Walram III. von Limburg und Monschau verheiratet) zu sehen sondern auch durch die Ehe der Elizabeth von Bar (Tochter aus der Ehe Ermesinde und Grafen Theobald I. von Bar) mit Walram (IV.) I. von Monschau und Poilvache.
Starke Nachbarn auf allen Seiten machten den Froburgern
(http://kweissen.ch/docs/weissen%20-%201994%20-%20b... – ab S. 20)
die räumliche Ausdehnung ihres Familienbesitzes jedoch schwer. Die Grafen von Froburg verlegten sich deshalb im 12. und frühen 13. Jahrhundert darauf, durch Heiratsverbindungen mit benachbarten Dynastenhäusern künftige Erbansprüche vorzubereiten und ihren eigenen Herrschaftsbereich kolonisatorisch stärker zu durchdringen. (Quelle Geschichte der Grafen von Froburg). Die Frohburger zogen mehrmals auf Seiten der Staufer über die Alpen nach Italien. Als 1177 in Chioggia der Friedensvertrag zwischen Kaiser Barbarossa und dem Papst geschlossen wurde, war Bischof Ludwig von Frohburg mit dreißig Gefolgsleuten anwesend. Sie hielten auch dem jungen Friedrich II. die Treue und zogen mehrmals an seinen Hof nach Italien. Gegen Ende der Regierungszeit von Kaiser Friedrich II. kühlten sich die Beziehungen zu den Fohburgern ab. Um 1250 setzte ein allmählicher Verfall des Hauses Frohburg ein und die Gebiete in Schwyz und Unterwalden wurden aufgegeben. Waldenburg und Olten wurden dem Bischof von Basel verkauft und als Lehen wieder zurückerhalten. Des Weiteren traten sie mehrere Burgen, die Städte Aarburg und Zofingen sowie alle übrigen Güter im Aargau an die Grafen von Habsburg ab. Zudem kamen die Grafen von Nidau in den Mitbesitz der Herrschaft Buchsgau. Der Untergang des Hauses Frohburg hatte viele Gründe. Zum einen ging mit dem Ende von Barbarossa ihr Einfluss auf den Basler Bischof verloren, zum anderen verhinderte die geographische Lage einen straffen Zusammenschluss ihrer Güter. Sie gingen auch nicht energisch genug daran, eine geschlossene Herrschaft zu bilden. Auch gelang es ihnen nicht, den Rodungsadel um ihre Herrschaft herum an sich zu binden oder in ihre Abhängigkeit zu bringen. Zahlreiche Schenkungen an Klöster und Stifte sowie Familienteilung schwächten die Finanzkraft des Grafenhauses erheblich. Werner II. von Frohburg versuchte als einziger, das Absinken in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Deshalb schloss er sich Heinrich VII an und kämpfte an seiner Seite gegen die Ghibellinen in Italien. Die Familie starb 1366 mit Abt Hermann VI. von der Linie Waldenburg aus.
Burckhardt kommt in seiner geführten Untersuchung über die Herkunft der Grafen von Froburg zu dem Ergebnis, dass sie in direkter männlicher Abstammung mit den Grafen im Blies- und Saargau, mütterlicherseits aber mit dem mächtigen Geschlecht der Grafen im Ardennergau und durch diese mit den Karolingern, sowie mit dem weit verzweigten Egisheimer Grafenhaus zusammenhängen (Quelle Jahresberichte für Deutsche Geschichte).
Erkenntnisse:
Um die verwandtschaftlichen Beziehungen zu verstehen muss man Folgendes wissen:
- der Sohn von Gottfried von Namur und Ermesinde I. von Luxemburg ist Heinrich IV. „Der Blinde“ von Namur
- Die Tochter von Heinrich IV. „Der Blinde“ von Namur ist Ermesinde II. von Luxemburg, sie wird in 2. Ehe von Walram III. von Limburg geheiratet und ist die Enkelin von Ermesinde I. von Luxemburg
Weiteres
- die Tochter von Gottfried von Namur und Ermesinde I. von Luxemburg ist Clementia von Namur
- der Sohn von Konrad I. von Zähringen und Clementia von Namur ist Berthold IV. von Zähringen
- Berthold IV. von Zähringen heiratet Heilwig von Froburg/Montjoie; deren Kinder sind die Urenkel von Ermesinde I. von Luxemburg
Weiteres
- eine andere Tochter von Gottfried von Namur und Ermesinde I. von Luxemburg ist Beatrix von Namur
- der Sohn von Gauthier von Rethel und Beatrix von Namur ist Menasse (III.?) von Rethel
- die Tochter von Menasse (III.?) von Rethel und Mathilde von Kyburg ist Kunigunde von Rethel-Vitry alias Kunigunde von Monschau(?), die 1214 starb. Kunigunde ist die Urenkelin von Ermesinde I. von Luxemburg. Kunigundes Großtante, Elisabeth von Namur (ihre Mutter war Sibylle [Isabella/Elisabeth] von Chateau-Porcien), könnte die Ehefrau von Ludwig von Monschau gewesen sein.
Vielleicht gab es ja wirklich den Ludwig von Froburg/Montjoie/Monschau, der 1096 mit Graf Gottfried von Bouillon am ersten Kreuzzug
(http://www.manfredhiebl.de/Wilhelm-von-Tyrus/tyrus... XII. und http://fmg.ac/Projects/MedLands/BAR.htm Chapter 1) nach Jerusalem teilgenommen und die später benannte Linie Monschau gegründet haben soll. Wer war also dieser Ludwig, dessen Tochter, Jutta (?), er beerbt hat? Ein Versehen durch Namensgleichheit in der Geschichtsschreibung wird immer wahrscheinlicher, denn es muss mindestens noch einen Ludwig danach gegeben haben (siehe John Cardinal's Second Site, da wird ein Ludwig um 1160 erwähnt und Eiflia Illustrata sagt, dass Ludwig (ich nenne ihn `mal den Alten) einen Sohn, namens Ludwig hatte, der aber kinderlos geblieben sein soll).
Gehen wir einmal rund hundert Jahre zurück, dann sehen wir Personen, die in der Legende vorkommen. Da ist Walram II. von Limburg, Graf von Arlon, Pfalzgraf von Lothringen, Herzog von Nieder-Lothringen; sein Vater Graf Heinrich I. von Limburg, (* 1085, + 1139); seine Frau ist eine Jutta von Geldern, Gräfin von Wassenberg. Dass dieser Walram II. von Limburg etwas mit Gottfried von Bouillon zu tun hat, sehen wir darin, dass er gemeinsam mit diesem und mit seinem Vater im Stadtbuch von Gangelt, S. 52 u. S. 56 ("Landtherren zu Gangelt" Gottfried von Bouillon; Heinrich, Herzog von Limburg und Walram sein Sohn) erscheint. Die Mutter Juttas von Geldern ist Clementia, Gräfin von Gleiberg. Sie stammte aus keinem einheimischen Adelsgeschlecht, sondern aus dem Lande der Grafen von Poitou, dem heutigen Departement Vienne, dessen Hauptstadt Poitiers gewesen war. Ihre Eltern waren Peter Wilhelm, genannt Aigret, Graf von Poitou und Herzog von Aquitanien; ihre Mutter war Ermesinde, über deren Herkunft nichts bekannt ist. Ihr Geburtsort war wahrscheinlich die Burg in Poitiers. Die Namen der Eltern Clementias sind in keiner Urkunde genannt. Da aber durch Clementia der Name "Ermesinde" in das Haus Luxemburg gekommen ist, dem dieser Name bisher fremd gewesen war, kann die Mutter Clementias nur Ermesinde, die Gattin des Grafen Peter Wilhelm von Poitou, gewesen sein.
Was soll mit all diesen Personen angedeutet werden? Nichts Anderes als, dass auch Walram II. von Limburg und Jutta von Geldern, als die beiden herangezogen werden können, welche die erste Burg Reichenstein in Monschau gebaut haben, denn was fast unmöglich ist, dass Ludwigs angebliche Tochter, Elisabeth (gemäß Eiflia Illustrata ein andere Name für Jutta von Monschau), 1198 Walram III. von Limburg zur Herrschaft Monschau verholfen hat; dazwischen liegen rund einhundert Jahre. Und, wie kann sie etwas geben, was bereits Walram II. von Limburg gehörte, denn der - und seine Frau Jutta von Geldern - sollen gemäß Andreas Thiele, "Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa", die Burg Montjoie-Monschau als Schutz des Konzener Landes vor seinem Tod (1139) gebaut haben. In Wikipedia liest man, dass die Herzöge von Limburg 1131/36 ihre Burg Richwinstinne (Reichenstein) dem Prämonstratenser-Orden schenkten. Eine andere Aussage in Hitler's Origins (1964) von Alexander Lernet-Holenia ist, dass die späteren Herzöge von Lothringen und die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation schließlich in dem so bescheidenen Gericht von Richwinestein oder Reichenstein an der Roer (Rur) in den Ardennen, das von Richwin von Verdun errichtet wurde, abgestiegen sind. Richwin war der zweite Mann von Kunigunde von Franken (ihr erster Mann war Wigerich von Aachen, Pfalzgraf von Lothringen, Graf im Bit- und Bliesgau; sein Vater war Odacar, Graf im Ardennen-, Bit- und Bliesgau). Noch weiter zurück greift da die Eiflia Illustrata wenn sie meint, dass Karl der Große seinem Marschall das Schloss Reichwiestein geschenkt haben soll.
Gemäß der Eiflia Illustrata, die sich auf das Lagerbuch des Klosters Reichenstein bezieht (Auszug in „Urkunden und Abhandlungen zur Geschichte des Niederrheins und der Niedermaas“
(http://books.google.de/books?id=rXcAAAAAcAAJ&print... S. 72 ff), soll Karl der Große seinem Marschall (da erscheinen mir Gailo [Geilone, comes stabuli erscheint urkundlich um 780 in den Sachsenkriegen] oder Burchard [Burchardus, comes stabuli Caroli Magni et dux 807,811,814]) sein Schloss Reichenstein geschenkt haben. Es ist mir nicht bekannt, dass es schon im 9. Jahrhundert Schlösser oder Burgen gab; wohl befestigte Höfe. Vielleicht war der Hof Bredtbaum (Brettbaum) oder der Hof Reutz (Ruitz), in der Nähe des alten mittelalterlichen Kupferweges gelegen, dieser Hof!? Für einen längeren Aufenthalt des Kaisers diente der Königshof Compendio (Konzen) im Silva Compendio gelegen.
Erstmals hören wir etwas Gesichertes vom Monschauer Ländchen in der Mitte des 9. Jahrhunderts durch König Lothar II., welcher der Aachener Pfalzkapelle (Marienstift) den neunten Teil aller Erträge von 44 Königshöfen (darunter auch der Königshof [König- oder Kaiserpfalz] Konzen) schenkt. Diese Schenkung wird dann am 13. Juni 888 vom ostfränkischen König Arnulf (Urenkel Karls des Großen) bestätigt (es fällt auf, dass die ursprüngliche Schenkung dreimal bestätigt wurde; letztmalig durch Kaiser Otto I. am 16.2.966, hatten sich die Besitzverhältnisse verändert?). Neben diesem Neunten erhielt die Pfalzkapelle noch den Zehnten aller Hufen im Einzugsbereich, der – sieht man sich einmal auf einer Karte die Lage der Höfe an – ganz schön groß war. Das Monschauer Land war zunächst eine karolingisch-kaiserliche Domaine (vertreten durch den letzten König von Lothringen, Zwentibold) und wurde nach der Teilung des Reiches durch die Pfalzgrafen von Lothringen – bis zum Erscheinen der Limburger – verwaltet. Es erscheint so, als wenn zur Karolingerzeit das Monschauer Land zum großen Ardennengau gehörte, der sich bis zur Mündung des Kallbachs in die Rur bei Nideggen erstreckte; darüber hinaus (rechtsrurig) gab es den Zülpichgau im Osten und den Jülichgau im Norden. Der Öslinger Distrikt des Dekanats Zülpich (Erzbistum Köln), der sich bis ins belgisch-limburgische Land erstreckte, zeigt, wie weit der Zülpichgau gereicht haben muss, denn die Gaugrenzen waren meistens identisch mit den kirchlichen Grenzen. Vor der Auflösung der Gaue im 11. Jahrhundert befand sich der Lüttichgau bis kurz vor Aachen im Westen, der sich an den Aachengau und Rurgau anlehnte. Im Süden reichte das Monschauer Land bis an den Eifelgau.
Im 10. Jahrhundert vernehmen wir etwas über unser Ländchen durch Erzbischof Bruno (Brun), der jüngste Sohn von Kaiser Heinrich I. und seiner Frau Mathilde, Bruder des späteren Kaisers Otto I. und von Geburt an für den geistlichen Stand bestimmt. Den gerade 14-jährigen holte Bruder Otto zurück an den Hof und machte ihn mit 15 Jahren zum Kanzler des Reiches. 950 wurde Brun zum Priester geweiht; ein Jahr später, noch vor seiner Erhebung zum Bischof, wurde er Erzkapellan an der Aachener Hofkapelle. 953 wurde Brun Erzbischof von Köln, gleichzeitig wurde er Herzog von Lothringen. Mit seiner Doppelstellung als Erzbischof und als Reichsfürst vertrat er die Interessen seines königlichen Bruders. Brun war der erste Kölner Erzbischof, der weltliche und geistliche Gewalt gleichermaßen in Händen hielt. Von ihm wurde dann 953 der Pfalzgraf Gottfried, Graf im Jülichgau (Sohn von Gerhard, Graf im Metzgau [* 870] °° Oda von Sachsen [* 875]) als Nachfolger des ersten Lothringer Pfalzgrafen, Wigerich, (902 Graf im Bid- und Ardennergau, ab 19.1.916 Pfalzgraf von Aachen und Nachfolger des Markgrafen Reginhar I. von Hennegau [911-915]) für die Leitung der kriegerischen Angelegenheiten als sein Stellvertreter in Lothringen eingesetzt.
Die Grafen von
Monschau(Monchau)/Montjoie/Froburg(Frohburg)/Mousson(Monsun)/Moncon
etc, die mit den herrschenden Familien von Lothringen (z.B. die von Bar [Mousson, Mömpelgard, Pfirt, Altkirch], von Namur, von Arlon, von Ardennen und von Luxemburg) versippt waren, wurden wohl irgendwann (Urkunden konnten nicht eingesehen werden), nachdem sich die Pfalzgrafen zurückgezogen hatten, mit dem Land belehnt. Die kirchliche Gewalt über den Ösling (Öslinger Distrikt), zu dem auch das Monschauer Land gehörte, ging von der Diözese Zülpich des Erzbistums Köln aus.
Es scheint so, als wenn dann die Grafen von Limburg (Vorfahren)* in der Folge die Herren im Monschauer Land gewesen waren; allen voran Walram II. von Limburg. Welche Burg (Reichenstein [Ricwinstinne], Haller** oder die Burg Monschau) letztendlich von ihm gebaut wurde, um die aus der ehemaligen Königspfalz Konzen entstandene Mutterkirche Konzen im Ösling zu schützen, konnte nicht erhellt werden. Da das erste Nonnenkloster auf Reichenstein (Ricwinstinne) unter der Aufsicht des Klosters Steinfeld (des Vogtes Dietrich von Are [Sohn von Dietrich von Herlar, dem Enkel von Walram I. von Arlon und der Adela von Ober-Lothringen]) stand, könnte der Gründer dieses Klosters, Riquinus (Richwinus [Ricwin von Stinne?]), ein Vorfahre von Dietrich, für die Namensgebung verantwortlich sein. Dass der Name „Ricwinstinne“ von dem Vorfahren Ricwin de Mousson (de Scarpone; + > 1027) abstammt, wäre – aufgrund einer Namensgleichheit von Monschau und Mousson – gut denkbar, denn der Name „Monschau“ wird wohl durch Jutta von Monschau/Mousson/Moncon, die auch das Erbe ihres Vaters, Ludwig III. von Mousson den Limburgern brachte, geprägt worden sein. Die Limburger nannten sich auf der Burg Monschau, die eine Burg des Verteidigungsringes im Limburger Land war, nur „Herren zu Monschau“; sie selber saßen auf der Burg Limburg (Belgien).
Bei meiner Recherche stieß ich womöglich auf die Lösung der Frage: „Wer war dieser Ludwig von Monschau“. Es war Ludwig von Mousson, der Sohn des Dietrich II. von Mousson (I. von Bar-Mömpelgard)***. Wie man weiter unten feststellen kann, gibt es für das Adelsgeschlecht „Mousson“ mehrere Namen und einer davon brachte die Lösung, „Moncon“****. Ludwig von Moncon ist identisch mit Ludwig von Mousson. Er begleitete Gottfried von Bouillon auf dem Kreuzzug nach Jerusalem und führte am 28. Juni 1098 gemeinsam mit Graf Reinbold von Orange und Lambert, der Sohn Kunos von Montaigu die sechste Abteilung im Kampf um Antiochien (siehe Albert d`Aix – von Aachen – und Wilhelm von Tyros; dort erscheint er als L. v. Mozuns und L. v. Mouzun, aber ohne Grafentitel). Auf dem Weg zurück nach Altkirch wurde er um 1102 von seinem eigenen Diener ermordet. Seine Tante, Sophie von Mousson, war verheiratet mit Volmar I. von Froburg/Montjoie. Es gilt noch zu untersuchen, ob Moncon (Mousson/Monsun) möglicherweise identisch ist mit dem späteren Montjoie; die Ähnlichkeit lässt es vermuten. Es heißt überall, dass Kunigunde die Erbin von Monschau ist. Es scheint so, als ob sie die Erbin von Moncon/Mousson ist. Die Verwandtschaft jedenfalls ist bewiesen und die Legende mit der Realität auch. Walram II. (Udo) von Arlon und sein Vater, Walram I. (Der Alte) von Arlon, stellen die Verbindung zwischen den Limburgern und deren von Bar her. Nicht unerwähnt sollte bleiben, was weiter unten unter Auszüge aus Voorouders van I.D.M. De VRIES aufgezeigt wird; da heißt es – wohl in Anlehnung an die Eiflia Illustrata –, dass Walram III. von Limburg mit Jutta van Monchau (nld. Schreibweise) die Kinder gehabt hat, die er laut anderen Aussagen mit Kunigunde von Lothringen gehabt haben soll; und zusätzlich noch zwei Töchter (Richardis und Irmgard), die sonst nirgends erscheinen, und es werden Ludwig I., Ludwig II. und Ludwig III. van Monchau vorgestellt (mangels direkten Quellenangaben konnten bisher keine Dokumente gefunden werden, welche diese Personen bestätigen). Warum die Grafen von Mousson/Moncon/Monschau(?) in das Monschauer Land kamen, ist nicht ersichtlich. Vielleicht war Isabella, die Ehefrau Ludwigs I., aus diesem Land; ihr Name, Elisabeth, wird wohl durch ihren Mann romanisiert worden sein, denn die Tochter heißt dann wieder Elisabeth.
Nur am Rande erwähnt sei noch, dass der Leitname der Linie Bar (Scarpone) „Ludwig“***** ist. Auch in den Linien Froburg/Montjoie, Pfirt, Rethel, Loon (Looz) und Chiny (http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Loon), die damit versippt sind, finden wir oftmals den Namen Ludwig. Als weitere Namen erscheinen uns häufig Friedrich (Ferry) und Dietrich (Thierry oder Theoderich), die auch bei den Luxemburgern und Limburgern vermehrt vergeben wurden. Der Vorname Ludwig wird wohl über eines dieser Geschlechter in das Geschlecht derer von Montjoie gekommen sein.
Urkundlich gesichert ist Folgendes:
- es gab das Geschlecht von Froburg (franz. Montjoie) (auch genannt von Frohburg und von Froberg), begründet seit 1076 mit den Brüdern Volmar (+ 1114) und Wolfrand (+ vor 1096) von Montjoie. Die Abstammung väterlicherseits ist von den Grafen im Blies- und Saargau (Ludwig I. von Bar-Mousson) sowie mütterlicherseits mit dem mächtigen Geschlecht der Grafen im Ardennergau (N.N. von Lützelburg) und durch diese mit den Karolingern, sowie mit dem weit verzweigten Egisheimer Grafenhaus, bezeugt,
- die Verbindung zum Geschlecht Bar-Mousson wurde 1069 durch Volmar I. von Montjoie und Sophie von Bar-Mousson vollzogen,
- ihre Enkeltochter Heilwig von Montjoie verband sich mit Berthold IV. von Zähringen und schlug so die Brücke zu den von Zähringen,
- Heilwigs Schwiegermutter Clementia von Namur mit ihrem Ehemann Konrad I. von Zähringen schufen den Übergang zu den von Namur,
- ihr Bruder Heinrich IV. (der Blinde) von Namur und Agnes von Geldern, Gräfin von Luxemburg sind die Eltern von Ermesinde II. von Luxemburg, deren zweiter Ehemann Walram III. von Limburg ist,
Nicht gesichert ist Folgendes:
- die Aufgaben und Befugnisse der Pfalzgrafen von Lothringen sind im 10. Jhd. vernachlässigt worden. Als 989 der Pfalzgraf Hermann I. (Nachfolger von Gottfried von Jülich) unter diesem Titel erscheint, schaltet er über ehemaligen Reichsbesitz – die Reichswaldungen um Aachen – wie über Allodialgut. Das große Ansehen der Pfalzgrafen beruht nicht mehr auf der Bedeutung des Amtes, sondern auf ihrem Besitz. Unter anderem übte Hermann I. auch Vogteirechte über das Marien-Stift Aachen aus. Sein Sohn Hezzelin erbt die großen Reichsforsten zwischen Aachen, Düren und Monschau mit allen dazu gehörigen Besitzungen. 1085, nach dem Tod von Hermann II., Pfalzgraf von Lothringen, sterben die Pfalzgrafen aus dem Geschlecht der Hezzeliniden aus. Seine Witwe Adelheid heiratet darauf Heinrich II. von Laach (aus dem Haus Gleiberg-Luxemburg), der zwischen 1085/1087 in der Pfalzgrafschaft nachfolgte. Die Pfalzgrafschaft von Lothringen ging damit in die Pfalzgrafschaft bei Rhein über, was möglicherweise der Grund für den Ortswechsel der Pfalzgrafen in südlichere Gefilde und die damit verbundene Belehnung des ehemaligen Reichsgutes an den niederen Adel bewirkte (Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird wohl das Monschauer Land an die von Monschau/Montjoie/Mousson/Moncon gefallen sein bis es dann in den Besitz der Limburger kam),
- die Grafschaft und das spätere Herzogtum Limburg haben im Bereich des Königshofes Baelen ihren Anfang genommen. Um 1020 ließ Friedrich II. von Luxemburg die Burg Limburg errichten. Seine Tochter, Jutta oder Judith (*1050), war verheiratet mit Walram Udo II. von Arlon (I. von Limburg). Das frühere Krongut Baelen, vormals Allodialbesitz, ist in direkter Erbfolge an Walrams Schwiegervater Friedrich II. von Luxemburg gefallen. Die Burg scheint also im Besitz von Luxemburg gewesen zu sein. Walram fiel durch diese Heirat mit Jutta die Burg zu und er wurde Graf auf der Limburg wonach er sich auch von da an nannte; er war der Begründer des Limburger Geschlechtes (zu bemerken ist, dass dieser Walram von einer Jutta und fast 150 Jahre später Walram III. von Limburg von Jutta von Montjoie erbt und zwar beide eine Burg, die auf dem Territorium eines Königshofes [Baelen und Konzen] gebaut wurde; dazwischen nennen die Urkunden auch noch Walram II. von Limburg, der mit Jutta von Geldern die Burg Reifferscheid gebaut haben soll [eine Verwechslung?]),
- Heerlen ist 1049 ein allodialer Besitz – karolingischen Ursprungs – und im Besitz von Udo (Bischof von Toul). Der Besitz umfasste um 1388 noch die Orte Heerlen, Hoensbroek, Nieuwenhagen, Schaesberg und Voerendaal mit Urbachsberg. Benannter Udo stammte von karolingischen Vorfahren ab und Drs. L. van Hommerich hat angemerkt, dass Heerlen eine karolingische Domäne gewesen ist. Es ist denkbar, dass dieser Udo in Zusammenhang steht mit Walram Udo. Aus dem Geschlecht der Grafen von Ahr, das von Sigebodo, einem Bruder des oben genannten Udos, abstammt, finden wir 1121 Theodoricus Graf von Ahr als erster Besitzer von Heerlen. Das Geschlecht von Ahr splittete sich in zwei Linien, in die von Hochstaden und in die von Wickrath. Das zu erst genannte Geschlecht kam im Besitz von Heerlen. Es ist anzunehmen, dass in den Händen von Sigebodo und Udo nicht nur dieser Besitz und der folgende in Steinfeld gehörten, sondern noch einiges mehr. Ich weis, dass das Folgende auf sehr dünnem Eis steht, aber ich möchte es dennoch erwähnen. Das Kloster von Toul und die Burg von Mousson liegen nicht weit von einander entfernt und vielleicht hat diese Nähe auch etwas zu tun mit den ersten Herren von Monschau, die auch auf einem karolingischen Besitz saßen. Nach 1069 ist dann die Teilung eines weiteren Allodiums, nämlich Steinfeld, durch die Erben des Bischofs Udo, die Grafen von Are und Heinrich von Limburg. Limburg erhält das Gebiet der späteren Herrschaft Reifferscheid. Das Gebiet der späteren Herrschaft Schleiden verbleibt dem Grafen von Are und kommt später an Gerhard von Blankenheim. Sein Sohn ist Herr von Schleiden. Die Geschichte der Burg Reifferscheid beginnt wahrscheinlich im 11. Jahrhundert. Die damalige Burg wurde im Jahre 1106 von dem damaligen Eigentümer Herzog Heinrich I. von Niederlothringen und Limburg aus strategischen Gründen in Brand gesetzt. Die Burg scheint bald wieder aufgebaut worden zu sein, denn bereits im Jahre 1130 wurde die bei ihr gelegene Kapelle durch den Kölner Erzbischof Friedrich I. zur Pfarrkirche zum Hl. Kreuz erhoben. Landesherr war damals Walram II., Herzog von Niederlothringen und Limburg, ein Sohn des vorgenannten Herzogs Heinrich I. von Limburg. Walram II. (der Heide) von Limburg wurde 1128 durch Kaiser Lothar III. Herzog von Nieder-Lothringen. Er und seine Frau, Jutta von Geldern (+ 1151, Tochter des Grafen Gerhard I., Erbin von Wassenberg), bauten die Burg Montjoie-Monschau (Reichenstein?) zum Schutz des Konzener Landes. Diese Burg und alles, was damit zusammen hing, kann also sein Großenkel, Walram III. von Limburg, nicht als Erbe von seiner Frau Kunigunde von Lothringen erhalten haben. Eine Frage stellt sich dadurch, was seine Frau ihm dann mit in die Ehe brachte? Es scheint nicht so, als wenn ihr mögliches Erbe von ihrem Vater (+ 7.12.1206) etwas mit Monschau zu tun hätte. Bleibt also nur Jutta über, die angebliche Tochter Ludwigs von Monschau (Montjoie/Mousson/Moncon), die ihr Erbe Walram III. von Limburg vererbte,
- Die Angelegenheit wird stimmig, wenn der Name Monschau (oder ähnlich) zwischen dem Bau der Burg Reichenstein durch die Limburger und dem Bau der Burg Monschau (Haller?) durch einen Ludwig (vielleicht der III.) von Monschau geprägt wurde. Die aufgelassene (vermutlich schon ältere) Burg Reichenstein wurde ja dann 1131/1135 (?) zum Kloster umfunktioniert und die neue Burg Monschau dann von den Limburgern gebaut (wurde die Burg Reichenstein aus den gleichen Gründen zerstört, wie die Burg Reifferscheid?),
- dass Walrams III. von Limburg zweite Ehefrau Kunigunde von Rethel-Vitry war. Kunigundes Großmutter väterlicherseits ist Beatrix von Namur, die Schwester von Heinrich IV. (der Blinde) von Namur und Tochter von Gottfried von Namur,
- dass Walrams III. von Limburg erste Ehefrau, die ihm das Erbe Monschau angetragen haben soll, eine Jutta von Montjoie/Moncon/Mousson gewesen ist,
- dass ihr Urgroßvater Ludwig von Mousson (seine Frau Isabella [ein anderer Name für Elisabeth]), Sohn von Dietrich I. von Mousson (II. von Bar-Mömpelgard) und Ermentrude von Bourgogne, der gleiche Ludwig ist, der 1102 auf dem Heimweg vom Ersten Kreuzzug nach Altkirch von seinem Diener ermordet worden sein soll,
- dass nach diesem Ludwig noch weitere zwei Generationen mit einem Ludwig folgten und die Tochter des letzten die Jutta (Erbin von Montjoie) war,
- Kunigundes von Rethel-Vitry Großtante, Elisabeth von Namur, die Halbschwester von Heinrich IV. (dem Blinden) von Namur, (ihre Mutter war Sibylle [anderer Name für Isabella/Elisabeth] von Chateau-Porcien, die erste Frau von Gottfried von Namur), könnte die Ehefrau von Ludwig von Montjoie gewesen sein, die ja neben Johann und Ludwig eine Tochter namens Elisabeth gehabt haben soll; nach 1102 könnte sie den Grafen Gervais von Rethel (+ 1024) geheiratet haben......................
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