Besuch des Heimat-und Geschichtsvereins aus Sonnenstein in Bad Kösen

  Jahresfahrt des Heimat-und Geschichtsvereins e.V.
„Amt Gerode / Gericht Allerburg“

Die Mitglieder des Vereins und einige Gäste machten sich am 21. September auf den Weg nach Bad Kösen, um Einiges aus der Geschichte des dortigen Gradierwerkes zu erfahren und ein Landmaschinenmuseum zu besuchen, in dem viele alte Gerätschaften aus der DDR-Zeit ausgestellt sind. Damit begann auch der Tag in dem Saalestädtchen, welches seit einiger Zeit zu Naumburg gehört. Am Museum angekommen, führte Herr Fritz, ein pensionierter Liebhaber alter Maschinerie, die Gäste durch die Ausstellungshalle, zeigte die Maschinen im Außenbereich und erzählte so manchen Schwank aus früheren Zeiten. Ein alter Motor wurde sogar mit Handkraft angeworfen. Nicht nur motorisierte Fahrzeuge, auch Pflüge, Leiterwagen, kleinere handbetriebene Maschinen und Haushaltsgegenstände der vergangenen Jahrzehnte weckten das Interesse und die Erinnerung Aller. Karl Faulborn, auch Mitglied des Vereins, fand seinen Einachstraktor wieder, den er im Jahre 1991, vermittelt durch verwandtschaftliche Beziehungen nach Bad Kösen, dem Museum geschenkt hatte. Nach der Besichtigung fuhr der Bus weiter zu der in der Nähe gelegenen Gaststätte „Schöne Aussicht“, die ihrem Namen alle Ehre machte. So konnten die Besucher einen herrlichen Ausblick auf das darunter liegende Saaletal mit Bad Kösen werfen.
Nach dem vorzüglichen Mittagessen wartete der zweite große Programmpunkt auf die Reisenden: die Erkundung der Stadt mit dem Gradierwerk. Herr Budde, Vorstandsmitglied des Fördervereins „Gradierwerk“ wartete schon bei der Ankunft des Busses und führte die Gruppe entlang der Saale zum Borlachschacht, der im 18. Jahrhundert von dem Dresdener Ingenieur Johann Gottfried Borlach weiter abgeteuft wurde und bereits seit dem 17. Jahrhundert vorhanden war. Auch das Kunstgestänge wurde schon 1682 errichtet. Herr Budde wartete mit präzisem Fachwissen auf und erklärte sehr anschaulich die Arbeits- und Wirkungsweise des Gradierwerkes. Leider befinden sich das Kunstgestänge und auch die Anlage selbst in keinem guten Zustand, weil Sanierungsmaßnahmen auf Grund fehlender finanzieller Mittel nicht durchgeführt werden können. So ist eine der ursprünglichen Bedeutungen des Gradierwerkes, Kranken bei der Bewältigung von Atemwegserkrankungen zu helfen, leider heute keine Kassenleistung mehr und das Bauwerk dient vornehmlich Touristen zur Information über vergangene Zeiten.
Zum Abschluss des Tages in Bad Kösen trafen sich im Cafe Schoppe alle Teilnehmer, zu der dann auch der Ortsbürgermeister von Bad Kösen, Holger Fritzsche, mit eingeladen war. Er hatte im Vorfeld die Vermittlungen zu Herrn Fritz und Herrn Budde unterstützt und ist selbst auch Mitglied des Heimatvereins Bad Kösen.
So endete ein sehr interessanter Ausflug in das benachbarte Bundesland Sachsen-Anhalt, nicht ohne eine Gegeneinladung an den Verein in Bad Kösen auszusprechen, auch einmal das Eichsfeld zu besuchen. Diese Einladung wurde vom Ortsbürgermeister gern angenommen und soll wahrscheinlich im Jahr 2017 eingelöst werden. Alle Mitglieder des Vereins „Amt Gerode /Gericht Allerburg“ , insbesondere Vorsitzender Manfred Lier, bedanken sich noch einmal ausdrücklich für den herzlichen Empfang im Saalestädtchen Bad Kösen und wünschen weiterhin gutes Gelingen bei allen Vorhaben, die dort in der Zukunft noch auf Verwirklichung und Weiterentwicklung warten.


Sabine Scheidemann
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