Teneriffa, Weltkulturerbe, und Friedensnobelpreis

der Teide überragt alles
Am Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises an die beeindruckende 17-jährige Malala Yousafzai, die sich mit unbeschreiblichem Wagemut für Kinderrechte einsetzt, möchte ich kurz etwas allgemeineres über unsere Teneriffa-Reise schreiben.

Wie die mitgebrachten Fotos zeigen ist die Insel geprägt von ihrem vilkanischen Ursprung, wo alles überragt und bestimmt wird vom Massiv des 3718 Meter hohen Pico del Teide. Wie mit den kanarischen Inseln insgesamt hat die abgeschiedene Lage im mäßigenden Meeresklima zur Entwicklung einer besonderen Flora und Fauna geführt. Mildere Winter mit Regentagen wechseln sich mit trocken-warmen Sommern ab, was insgesamt eine eher steppenartige Vegetation begünstigt. Hinzu kommt eine sehr gute Lage im atlantischen Ozean, wodurch Meeressäuger artenreicher vorkommen, als in anderen Gebieten.

Es gab also genug zu sehen und zu erleben. Dazu gehörte auch ein Tagesausflug zur Nachbarinsel La Gomera. Diese etwas kleinere Schwester von Teneriffa hat im Zentrum auf gut 1300 Metern einen einzigartigen Bergnebelwald mit über 20 verschiedenen Lorberbaumarten und für uns riesenhaft wachsende Baumheiden (Erikagewächse), und Löwenzahnpflanzen in Mannshöhe. Ein absolut schützenswertes Weltnaturerbe.

Aber auch die menschliche Kultur hat hier eine besondere Form ausgebildet. Eine Pfeifsprache, mit der sich Hirten früher über Berghänge hinweg verständigten. Nach dem Mittagessen bekamen wir eine Vorstellung von dieser Kommunikation. Nach der Einführung wurden in Abwesenheit eines männlichen Kellners Jacken, Sonnenbrillen und mehr bei Teilnehmern unserer Gruppe ausgetauscht und verwechselt. Und eine ausgezeichnete Meisterin in dieser Komunikation hat dann ihren Kollegen herbeigepfiffen. Alles, was wir mit Worten bewerkstelligt hätten, wo was hingehört und wieder zu den Besitzern zurückgebracht werden muß, das wurde in der Pfeifsprache erledigt. Ein fazinierendes Erleben dessen, was inzwischen auch als Weltkulturerbe der Menschheit gefördert und geschützt wird.

Womit sich mein Kreis mit dem einleitenden Gedanken des Friedensnobelpreises schließt, in de Hoffnung, dass die Kulturleistung der Menschheit den Weg in eine bessere Zukunft findet.
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Andreas Köhler aus Greifswald | 11.12.2014 | 07:19  
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