Größtes RGF-Sommerlager seit der Vereinsgründung

  Sehnde: Ruderverein für das Große Freie Lehrte /Sehnde | „Dieses Jahr mache wir mal etwas Besonderes!“, so startete der RGF im Winter die Planung für das diesjährige Sommerlager. Anders als in den vergangenen Jahren, wo die Sommerlager immer stationär waren, wurde in diesem Jahr eine große Wanderfahrt daraus. Mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl von 41 Ruderern machten sich am 25.08. zwei Bootshänger, einen Anhänger, drei PKWs, drei Busse und acht Ruderboote auf den Weg in die Niederlande. Die Tour startete im niederländischen Lemmer und führte über Sneek, Bolsward, Franeker, Leeuwarden, Dokkum, Zuithorn, Groningen nach Delfzijl. Die gesamte Strecke betrug 213km. Begleitet wurden die Ruderer von einem Landdienst, der täglich die Zelte und das Gepäck mit zwei Bussen und einem Anhänger zum neuen Quartier brachten. In Sneek, Leeuwarden und Groningen gab es jeweils einen Ruhetag, an dem die Städte erkundet wurden. Von rustikalen bis hochmodernen Campingplätzen lernten die Ruderer alles kennen, und immer wieder hielten Holländer an um die vielen Ruderboote auf dem Wasser zu bestaunen. Einer der aufregendsten Tage war sicher der erste Rudertag. Bei starkem Wind ging es über den Grutte Bekken See. Nachdem sich auf den Wellen schon Schaumkronen bildeten war der Wellengang für Ruderboote schon sehr bedenklich. Als der See in den Magrietskanal überging waren alle erleichtert. Leider kam es noch schlimmer. Ein Binnenschiff fuhr mit hoher Geschwindigkeit an den Ruderbooten vorbei, dabei war die Heckwelle so hoch, das zwei Ruderboote innerhalb kürzester Zeit vollschlugen und kenterten. Und so haben zehn Ruderer sich nur schwimmend zum Ufer retten können. Gott sei Dank ist nichts weiter passiert, alle konnten sich ans Ufer retten und bis auf vier Jacken und einem Handy konnten alle Sachen gerettet werden und auch die Boote sind hierbei nicht zu Schaden gekommen. An einem der Lagertage gab es ein Gewitter mit Starkregen. Innerhalb von wenigen Minuten stieg das Wasser im Versorgungszelt knöcheltief an. Die Schlafzelte waren glücklicherweise alle mit Boden ausgestattet, so dass die Kleidung und Schlafsachen trocken blieben.
Die viele kleine Brücken der niederländischen Kanäle stellten auch immer wieder eine Herausforderung für die doch recht breiten Ruderboote dar. Oftmals konnten die Brücken nur durchfahren werden wenn sich die Sportler flach ins Boot legten. Und selbst dann trennten die Nasen und die Brückendecke oft nur wenige Zentimeter. Eine der besonderen Herausforderungen des Sommerlagers war auch die Besorgung der Einkäufe. Über 40 Leute wollten jeden Tag verpflegt werden und so musste der begleitende Land- und Fahrdienst dann täglich 100 Brötchen vorbestellen, und die großen Mengen an Lebensmitteln und Getränken kaufen. Da wurden an manchen Tagen auch schon mal mehrere Läden abgegrast um ausreichende Mengen zu finden.
Nach zwölf Tagen endete die Tour dann in Delfzijl wo die Boote dann beim örtlichen Ruderverein aus dem Wasser geholt und verladen wurden. Alle Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass das Wandersommerruderlager ein voller Erfolg war und hat viel Spaß bereitet hat.
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