10 Jahre JVA Sehnde

Im Schatten des Kalibergs zwischen Ilten und Lehrte liegt die JVA Sehnde
Erinnerung und ein kurzer Rückblick!
„Haftalltag Hautnah erleben“ vom 29.10.04, ab 15 Uhr, bis zum 30.10.04 diese Einladung nahmen 240 Bürgerinnen und Bürger an.
Im Vorfeld gab es eine Bürgerinitiative die gegen den Gefängnisbau protestierten. Es war ein Widerstand aus Unkenntnis.
Eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit haben der, damalige, Anstaltsleiter Volker Heitmann und die JVA Pressesprecherin Vera Glenewinkel geleistet, es wurde genau und ehrlich informiert, vermittelte den Bürgern, dass sie keine Angst haben müssen.
Vera Glenewinkel besuchte mit ihren Mitarbeitern und Rolf Steinhoff vom Förderverein JVA eine Informationsveranstaltung des SoVD Sehnde, berichteten den Mitgliedern über den Gefängnisneubau. Einige SoVD Mitglieder besichtigten im Februar 2004 den Neubau der JVA im Schnedebruch. So wurden schon früh, die vorherrschenden Vorurteile abgebaut.
Die JVA Sehnde ist mit 540 Haftplätzen eine der größten Einrichtungen des geschlossenen Männervollzuges des Landes Niedersachsen. Am 1.Oktober 2004 eröffnete die Justizministerin Heister- Neumann die JVA Sehnde und überreichte symbolisch den Schlüssel an den Anstaltsleiter Volker Heitmann.
Zurück zum „ Haftalltag Hautnah erleben“, mit Einladung und Personalausweis machte ich mich auf den Weg und ging mit 240“ Mithäftlingen“ durch die Kontrollen. Das mitbringen von Waffen war selbstverständlich verboten, auch Taschenmesser, Nagelfeilen mussten zu Hause bleiben. Selbstverständlich keine Handys, alkoholische Getränke, Lebensmittel, Streichhölzer, auch Foto- und Videokameras waren im Vollzug nicht gestattet. Ausnahme, die Presse durfte ihr Werkzeug benutzen. Nach der Kontrolle wurden wir auf die Stationen verteilt. 15-20“ Häftlinge“, selbstverständlich nach Geschlechtern getrennt. Nachdem jeder sein Bett bezogen hatte und eingewiesen war, folgte die Besichtigung der Haftanstalt. Eine sehr interessante Führung, die einem vor Augen führte, dass man als Gefangener keinen Schritt allein und ohne Videoüberwachung tun kann. In den Gruppenräumen standen die Vollzugsbeamten ihren jeweiligen Gruppen zur Beantwortung für Fragen zur Verfügung. Danach wurde zum Abendessen angestanden, es gab Brot, Wurst, Käse und Tee. Nach der Freistunde auf dem Hof, bei der ein Drogenhund seine feine Nase unter Beweis stellte, folgte eine gemeinsame Information aller Gruppen in der Sporthalle. Um 23 Uhr erfolgte der Einschluss in den Hafträumen. Es klirrten die Schlüssel beim Zuschließen, die Matratze war Knochenhart. Erleichterung und jeder war glücklich, dass um 6:30 Uhr wieder aufgeschlossen wurde. Dieser Besuch hatte viele Vorurteile abgebaut, die gegen die JVA in Sehnde bestanden haben.
B.Th.
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