Waldlust wie im Mai

ausschwärmende Ameisen in Obstbaumhöhle
14 Erwachsene und ein dreijähriges Kind erkundeten am Sonnabend bei schönstem Sonnenschein und warmer Luft den kleinen Stadturwald in Sehnde, genannt „Kötterscher Park“ bei einer genehmigten Führung. Nicht nur die historische Entwicklung des als Garten- und Landschaftspark angelegten Terrains um die ehemalige Bergwerksdirektor-Villa bis zum heutigen Zustand war Thema, sondern auch dessen heutige und in mehreren Jahrzehnten immer wieder gegen Bebauungspläne verteidigte Bedeutung. Stehendes und liegendes Totholz mit vielen Höhlen fesselte die TeilnehmerInnen des Rundgangs, eine Ameisenkolonie war am Ausschwärmen, und ein kleiner Frosch versteckte sich schnell unter einem vermodernden Baumstamm im Erdreich, als er näher in Augenschein genommen werden sollte. Der Weg führte u. a. auch zum Fledermausbunker, einem ehemaligen Kriegsbunker, der 1988 zum Winterquartier für Fledermäuse umgebaut worden war. Der „Köttersche Park“ ist nämlich auch ein weitgehend ungestörter Lebensraum für Fledermäuse, von denen fünf der streng geschützten Arten dort bei einer Diplomarbeit 2007 nachgewiesen worden waren. Die kleine Expedition konnte auch feststellen, dass der Teich im Vergleich zu vergangenen Jahren wenig Wasser führte, was wohl auf den trockenen Winter und das wenig regenreiche Frühjahr zurückzuführen ist und hoffentlich nicht noch Probleme macht. Auch die schon einmal beseitigten Schösslinge des Japanischen Knöterichs fangen wieder an auszutreiben und zu wuchern. Und natürlich fand sich wieder Müll mitten im Wald, obwohl das Gelände eingezäunt und das Betreten verboten ist. Aber manche finden immer einen Weg… Die anderthalb Stunden vergingen wie im Fluge, ständig begleitet von Vogelgezwitscher. Die Hinweise zu den ökologischen Zusammenhängen durch die Führerin der Exkursion, Brigitte Philippi, nahmen die Ausflügler interessiert auf. Und obwohl die Orientierung in der kleinen Wildnis durch die in diesem Jahr sehr frühe Belaubung auch der Gehölze im „Kötterschen Park“ etwas erschwert wurde, fanden sich alle am Schluss sicher am Ausgang wieder.
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1 Kommentar
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Günther Eims aus Sehnde | 30.04.2014 | 14:54  
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