Die gefiederte Maus

Heute ist mir mal wieder eine Heckbraunelle vor die Linse gekommen. Ich freue mich immer, wenn ich diesen scheuen Vogel beobachten kann. Wieso aber "Gefiederte Maus" ? Diesen witzigen Namen hat ihr einmal der Naturschutzbund Deutschland e.V. ( NABU) angesichts der Art und Weise wie sich die Braunelle fortbewegt, in einem Steckbrief verliehen:

"Auf den ersten Blick ähnelt die Heckenbraunelle von hinten einem Spatz. Doch der bläulich graue Kopf und die bläuliche Kehle verraten sie als eine andere Art. Der dünne schwarze Schnabel ist typisch für sie als Insektenfresser.
Die Samen findet sie bei Schnee selten, doch an Futterstellen sieht man die Heckenbraunelle hin und wieder, wie sie sich ruckweise hüpfend, fast ausschließlich am Boden bewegt. Wie eine kleine Maus, für die man sie aus dem Augenwinkel halten kann, hält sie sich stets in der Nähe einer möglichen Deckung auf. Der unauffällige Vogel ist weit verbreitet, besonders im Unterholz von Wäldern und in Hecken, aber auch in den Friedhöfen und Gärten der Städte und Dörfer.

Wenn die Heckenbraunellen im Winter jedoch keine Insekten finden können, zieht der Großteil von ihnen bis Spanien und Nordwestafrika. In Südeuropa war sie schon immer ein Standvogel, ist aber mehr und mehr in der Lage, die milder werdenden Winter auch in unseren Breiten zu überdauern. Möglich ist es ihr, weil sie sich vom Herbst bis zum Frühjahr von kleinen Samenkörnern ernährt und dafür - wie die Körner fressenden Finken und Sperlinge - einen Kropf hat."
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Birgit Ritter aus Kirchhain | 17.02.2015 | 07:22  
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