Hinweistafel an der Burgruine Stauffenburg fiel Vandalismus zum Opfer

Seesen: Stauffenburg | Hinweistafel an der Burgruine Stauffenburg fiel Vandalismus zum Opfer

Gittelde/Münchehof (kip) Jüngst wurde eine neue Hinweistafel an der Burgruine Stauffenburg von örtlichen, der Heimat verbundenen Vereinen in Münchehof und Gittelde aufgestellt. Doch leider wurde diese Tafel mutwullig beschädigt. Dies fördert nicht den Einsatzwillen ehrenamtlich Tätiger, die im Interesse der Heimat und der Pflege der Landschaft tätig sind.
Ortschronist Manfred Keinert, der viel über die Stauffenburg geschrieben hat, verurteilt diesen Vandalismus. Er führt weiter aus, dass von der ehemals intensiven Bebauung der Stauffenburg nur der Stumpf des Bergfriedes erhalten ist. Im letzten Jahrhundert war noch ein Tonnengewölbe des unteren Geschosses sichtbar war. Einst erhob er sich 80 Fuß (etwa 23m) über den Burghof. Der Burgturm hatte eine hohe Spitze mit vier kleinen Türmchen, eine Wetterfahne und vier Holzböden, die zum Teil mit Gips begossen waren. Zu den einzelnen Stockwerken führten drei Treppen mit Handlehnen. Das oberste Geschoss war wohnlich eingerichtet, hatte Wandschränke, Betten und einen Kamin. Hier bewahrte die Herzogin Margaretha von Münsterberg ihre kostbaren Samtröcke und damastenen Mäntel auf. Der Sage nach wiegte hier Eva von Trott an einem Schwebebalken ihre Kinder. Unter dem Turm lag das Gefängnis. Anno 1680 mit „zwei Handschellen mit der Kette und eine Beynschelle.“ 1830 wurde der Bergfried mit auch anderen Gebäuden der Burg; abgetragen.

Foto Git 013
Die Turmruine von Stauffenburg; Foto Manfred Keinert 1965.
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