Karatemeister treffen sich bei der Baltischen Seglervereinigung am Steinhuder Meer

Zum zehnten Mal trafen sich Meister des Karate Clubs Seelze zum Dan-Gasshuku.



Bei einem Gasshuku - ein japanischer Begriff, der frei übersetzt Freizeitkurs mit gemeinsamer Übernachtung bedeutet - wollen die Teilnehmer sich austauschen und voneinander/miteinander lernen.
20 Dan-Träger des KCS nahmen an dem Treffen teil. Um das Besondere der Veranstaltung zu betonen, trafen sich die Karatemeister außerhalb der üblichen Trainingsstätte (Gymnastikhalle des Georg-Büchner-Gymnasiums in Letter), sondern auf dem Gelände der Außenanlage der Baltischen Seglervereinigung am Steinhuder Meer.
Organisiert hatten das Gasshuku unser Ehrenvorsitzender Wilfried Nickel und Jan Torbog. Beide sind seit diesem Jahr Träger des 5. Dans im Goju Ryu Karate.
Die beiden langjährigen Vereinsmitglieder des KC-Seelze hatten ein interessantes Programm zusammengestellt, das allen Teilnehmern Spaß machte und neues Wissen in Karate vermittelte. So gaben Jan Torbog und Silvio Korte eine Einführung ins Kyushu Jitsu. Jan hat den 1. Dan und Slvio den 4. Dan in dieser Kampfkunst, in der das Wissen um die Vitalpunkte des menschlichen Körpers berücksichtigt wird. Die Vitalpunkte, die auch in der Akupunktur zur Heilung aktiviert werden, werden beim Kyushu Jitsu zur Schwächung des Gegners genutzt.
Interessant ist, dass in den Katas gerade auf diese Vitalpunkte gezielt wird und man daher spekulieren kann, dass die alten Meister das Wissen um diese Punkte durch die Katas auch an ihre Schüler weitergeben wollten.

Ein weiterer Programmpunkt war die Meditation. Zum Glück spielte auch der Wettergott mit, denn neben Atemtechniken unterstützten sowohl die schöne Landschaft am Steinhuder Meer als auch das sonnige Wetter die Entspannung. So konnte abends während des Sonnenuntergangs und morgens während des Sonnenaufgangs mit Blick über den See und in Richtung Sonne meditiert werden.
Die praktischen Übungen rundeten am Sonnabend ein Wiederholen der Kata Seinchin ab.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei einem Gasshuku ist natürlich der persönliche Austausch zwischen den Teilnehmern, der beim Essen und anschließenden Umtrunk stattfand. Kulinarisch ließ der Abend nichts zu wünschen übrig dank der Betreiberin der der Vereinsgasststätte der Baltischen Seglervereinigung. Zudem konnten die Seelzer Karateka auch im Vereinsheim trocken und warm übernachten.
Der theoretische Themenschwerpunkt auf diesem Gasshuku drehte sich um die Frage, ob und inwieweit das Karate und die damit verbundene Verhaltensweisen, wie Respekt gegenüber Trainingspartnern oder Höhergraduierten, Selbstdisziplin und Ausdauer, das Verhalten außerhalb der Sporthalle beeinflussen. Dass diese Wertvorstellungen auch ins Alltagsleben hineinwirken, darin waren sich die Teilnehmer einig. Einig war und ist man sich aber auch bei dem Punkt, dass dieses Dan-Gasshuku nicht das letzte Treffen der Seelzer Karatemeister war.

Thomas Keese
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Juergen Borchers aus Seelze | 06.10.2015 | 06:36  
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