Zarte Glasberührungen

Es war kein Sommerabend, aber es wurde ein Sommerabend.

Das lag nicht an wirklich steigenden Temperaturen. Es lag auch nicht daran, dass in diesem kleinen Raum des ehemaligen Spritzenhauses so viele Menschen waren, denn die Türen standen wegen der zahlreichen Besucher weit offen. Man stand im Freien.

Aber die Musik! Sie sorgte für ein wohliges, sommerliches Gefühl. Und das war absolut kein Wunder.
Susanne Würmell hatte ihre 42 Gläser mitgebracht. Fein geschliffen dienten sie nicht den Pausengetränken, sie waren Basis dieses Musikgefühls. Und Susanne Würmell hatte nicht nur ihre virtuose Fingerfertigkeit einzubringen. Für ihr neues Programm – dessen Generalprobe an diesem Abend stattfand - wurde sie auf der Gitarre von Simon Gutfleisch auf der Gitarre begleitet.
Das musikalische Angebot war breit und in manchen Stücken überraschend. Und das in mehrfacher Hinsicht: Sicher ist die Musik für Glasharmonika – einem Vorgängerinstrument der Glasharfe – von Wenzel Tomascheck nicht oft zu hören. Musik von Astor Piazzolla kann man öfter hören, aber sie klingt ebenso wie die Musik von W. Mozart oder J.S. Bach auf einer Glasharfe mystischer, romantischer, leichter.
Ein Abend mit reichem Aplaus und der Freude, dass man diese fast meditative Musik auch auf kleinen, runden Scheiben mit nach Hause nehmen kann.
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