Spaß am Spiel mit den bunten Schlägeln

Seelze: St.Barbara-Kirche | Das German Marimba Duo vermittelt von der ersten Sekunde an: Wir haben viel Spaß daran, unseren Beruf auszuüben und unser Beruf ist das Spiel auf der Marimba. Diese Begeisterung am Marimba-Spiel ging von den ersten Minuten auf das künstlerisch versierte Publikum über. Obwohl sie für den ersten Teil des Konzertes keine leichte Kost mitgebracht hatten! „Bilder einer Ausstellung“ ist ursprünglich für Klavier geschrieben. Inzwischen gibt es verschiedene Versionen bis zum Jazz. Die Variante für zwei Marimbas gab es natürlich nicht. Zwei Marimbas werden solo sehr selten in einem Konzert gespielt. So haben sie die 1874 von Modest Mussorgski geschriebene Musik für zwei Marimbas selbst kurzer Hand selbst arrangiert.
Sie verstehen mit den bunten Schlägeln die Konzertbesucher so „ins Bild zu setzen“, dass man einfach mit in „das alte Schloss“ geht, den „Streit der Kinder“ verfolgen kann und den „Tanz der Küken in ihren Eierschalen“ ebenso verfolgt wie das Getrampel der Ochsen.
Schon zur Pause war der Applaus fast nicht endend.
In der zweiten Hälfte des Konzertes zeigten Matthias Krohn und Andreas Schwarz, dass sie nicht nur Musik schreiben und überzeugend spielen können. Sie spielen auch mit der Musik. So fliegen Schlegel durch die Kirche, werden Papierfetzen zur Manipulation der Instrumente ebenso eingesetzt, wie nicht nur die Palisander-Holzklagstäbe bespielt. Das ganze Instrument inclusive der Resonanzrohre wird einbezogen und die Schlägel nicht nur mit dem bunten Kopf benutzt. Besonders die von Andreas Schwarz erdachte „Effekthascherei“ sorgte für spontane Bravo-Rufe. Leise wurde es dann fast zum Schluss des Konzertes, als mit dem Stück von Matthias Krohn „Montana“ ein Erinnerung an eine Reise durch die Weiten dieses Landes ein Choral erklangt. Man traute sich kaum zu atmen, um auf keinen Fall die leisen Töne zu verpassen.
Ihren Spaß am Spiel lebten die beiden Musiker mit Studium in Lübeck am Balaphone aus. „African River“ heißt das Stück, bei dem das Instrument wirklich von allen Seiten bespielt wird. Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum dieses mit vollem Körpereinsatz musizierende Duo nicht nach Hause.
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