Mit ein wenig Himmel gingen alle nach Hause

  Seelze: St.Barbara-Kirche | Die Kirchengemeinde der St.Barbara-Kirche in Harenberg hatte ein ambitioniertes Programm im Angebot und so war es nicht verwunderlich: Um 18.00 Uhr zu Beginn der „Farben des Himmels über Harenberg“ im Rahmen der Lange Nacht der Kirchen war die Kirche voll.

Der Kirchenchor startete fröhlich mit einer bunten Mischung von Kirchenliedern und modernen Taizé – Liedern. Aber die Besucher wurden von der Chorleiterin Bärbel Steding auch sofort mit einbezogen und das klang richtig gut.
Ganz anders waren dann die Töne, die Robert Kusiolek aus seinem Akkordeon zauberte. Dabei wurde das Instrument so vielseitig eingesetzt, dass man ebenso glaubte, eine Trommel , eine Sirene und vieles mehr zu hören. Musik die melancholisch, nachdenklich aber auch fröhlich machte.
Die Szene wechselte erneut, als Laura Pape in 30 Minuten ihren Lebensabschnitt mit der Erfahrung der Bulimie schiliderte, ergänzt durch aus ihrem Buch gelesene Abschnitte.
Ihr folgte ein einmaliges (?) Trio, dass so seinen ersten Auftritt hatte: An den Percussions Pastor Nikolaus Kondschak, an der Gitarre Leandro Ariel Riva und am Saxophon und dem Klavier Gunter Geweke. Sie ließen feinsten Jazz ebenso erklingen wie Rhythmen aus Argentinen. Gern hätte das Publikum eine Zugabe gehört, aber die Zeit ließ es nicht zu.
Die Gruppe VonaLeine zeigte zum Schießen komisches Impro-Theater, nachdem sie allein durch die Vorstellung der Akteure (ohne deren kompletten Namen zu nennen) für Spannung gesorgt hatten: Unter ihnen drei Theologen. Sie forderten Mithilfe bei der Stichwortsuche im Publikum und gaben trotz des vollen Zeitplanes als erste Akteure eine Zugabe nach einer menschlichen Dia-Show.
Zurück auf Start: Der Gospel-Chor ChoroFun ließ in großer Besetzung nicht nur ins Ohr gehende Gospel erklingen. Dabei hatten sie sich als besonderen Gag ausgedacht, dass der Chorleiter Albrecht Drude als Solostimme einige Stücke mitsang und seine Frau Anke Drude den Chor leitete. Ihr abschließendes Halleluja wurde ein zweites Mal herausgefordert.

Dann kam der Höhepunkt: Anna-M.Woschek stand während des gesamten, am Kirchenhimmel sternenbeleuchteten Abends an der Staffelei. Unter ihren dicken und dünnen Pinseln, mit den unterschiedlichsten Blau- und Weißtönen entstand DER Himmel des Abends, wie sie ihn erlebt hatte. Dieses Bild wurde vorgestellt und allseits die Arbeit aber auch das Ergebnis sehr bewundert.
Mehr als 60 Akteure gestalteten diesen Abend und viele helfende Hände. Sie alle haben diesen Abend sicher ebenso genossen, die die ca. 250 Besucher, obwohl der Himmel außerhalb der Kirche zur Hälfte des Programmes alle Schleusen öffnete.
Pastor Nikolaus Kondschak verabschiedete alle Anwesenden mit einem kurzen Segen in die Nacht. Und sie alle nahmen eine kleine Karte mit. Auf wir stand ein Vers der Bibel – natürlich mit einem Text, der das Wort Himmel beinhaltete, handgeschriebene und gestaltet von Angela Nienburg, der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes.
Sterne standen zu diesem Zeitpunkt nur am Himmel der Kirche, draußen hatten sie sich versteckt.
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