Mit dem Segway unterwegs in Seelze

Da kann ich noch lächeln! Ich habe mir das pinke Fahrzeug ausgesucht, manchmal bin ich doch ein Mädchen!
 
Erste Anweisungen werden gegeben
Ein neues Angebot um die Heimatstadt besser kennenzulernen - eine Fahrt mit dem Segway - das reizte mich doch sehr. So habe ich schon im April dieses Erlebnis bei der Firma 6-way aus Hannover gebucht.

Gestern war es dann endlich so weit. Um 16 Uhr haben sich 8 mutige Mitfahrer gefunden und bekamen erst einmal vom Rainer "es ist eine sportliche Veranstaltung, da dutzt man sich" eine Einführung.

Das Fahren mit dem Segway ist zwar ganz einfach, man muss aber doch so einiges beachten. Ein bißchen Muffelsausen bekam ich dann schon, aber probieren wollte ich es auf alle Fälle. Also rauf auf das Ding und ein paar Mal die Straße auf und ab. Geht doch! Man beschleunigt indem man sich nach vorne bewegt, zum Bremsen geht es nach hinten. Ist ungewohnt, klappt aber doch recht schnell. Lenken funktionierte dann auch ganz gut und so kann das Absteigen geübt werden. Mit jedem wird das einzeln geübt, so dass auch jeder nach den 20 Minuten Enführung das Fahren, Auf- und Absteigen beherrscht. Schnell noch die Vollkasko-Versicherung abgeschlossen und es kann los gehen.

Aber halt - wer ist das denn?! Da kommt uns ein Ritter in seinem Harnisch entgegen. Es ist Hans Michael Elias von Obentraut, deutscher Reitergeneral, der im Dreißigjährigen Krieg auf Seiten der Protestantischen Union kämpfte. Der Schauspieler Rainer Künnecke verkörpert diese Werbefigur der Stadt Seelze und führte uns durch einige der Seelzer Stadtteile.

Über die Heimstättenbrücke ging es nach Seelze Süd. An den Grachten war der erste Stopp und der Ritter berichtete von der Erfolgsgeschichte des neuen Stadtteils. Aber waren die Grachten nicht mal voll Wasser? Egal, es geht weiter durch den Almhorster Wald nach Almhorst.

Am Dorfplatz wird uns erklärt warum dieser Ort so heißt - Ort am Ulmenwald, diese Bäume gibt es aber schon lange nicht mehr! Dafür gibt es einen Blick auf schöne Fachwerkhäuser, den alten Dorfbrunnen und das Kriegerdenkmal.

Unser nächster Stopp ist dann Kirchwehren. Der Küster gab uns eine kleine Führung in der Dreieinigkeitskirche. Das hat er richtig gut gemacht und ich bin überrascht, was für ein Kleinod wir hier haben. Die Barockkirche hat einen sehr schönen Kanzelaltar und eine Besonderheit - einen Taufengel.
Vorbei an der Werkstatt des Kirchwehrener Künstlers Wolfgang Tiemann - er hat die Skulptur "Dialog" am Seelzer Rathaus geschaffen - ging es dann weiter durch Döteberg aufs freie Feld.

Hier fand die letzte Schlacht des Reitergenerals statt, hier verlor er am 25. Oktober 1625 sein Leben. Auf die Geschichte des "deutschen Michels" angesprochen, der ja nur mit einem Stiefel und ohne Helm in die Schlacht geritten sein soll, lächelte der General nur süffisant und meinte, diese Geschichte wäre nur eine Geschichte und er wird sie bei seinem Stadtrundgang durch Seelze erzählen!

Schon landeten wir in Harenberg und stellten unsere Fahrzeuge vor der Kirche ab. Wir wurden dort schon von einer Dame des Kirchenvorstandes erwartet, die uns auch hier eine kleine Kirchenführung durch die kleine neugotische Kirche gab. Auch hier konnten wir wieder einen sehr schönen Flügelaltar bewundern, angeblich aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider. Am Ausgang gab es dann noch das alte Glockenspiel zu bewundern.

Nun wurde es aber Zeit, dass wir uns wieder auf den Weg nach Seelze machten. Mit ein wenig Verspätung kamen wir dann um 19 Uhr wieder am Bahnhof an.

Was für ein schöner Ausflug. Wir sind durch 6 Stadtteile gefahren, hatten wunderschöne Ausblicke gehabt - ein Traum war der Blick über die Felder zum Deister und wirkliche Kleinode entdeckt.
Dank des Trainers fühlten wir uns auch sicher auf unseren Segways und kamen heil wieder zurück.
Was es mit dem Deutschen Michel auf sich hat und noch weitere Geschichten werde ich bestimmt beim Stadtspaziergang mit dem Reitergeneral erfahren. Der nächste wird am 17.10. um 15 Uhr stattfinden.
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