Jbo Seelze: Kleine Anekdoten aus 20 Jahren in 20 Tagen

Neujahrskonzert des MSO 2006: "Kino für die Ohren" (Foto: Leine-Zeitung)
 
Ankündigung für das erste eigene Konzert in Seelze... (Foto: Leine-Zeitung)
Heute: Das erste Konzert der Jbo-YoungStars, die Gründung der Jbo-Beginners und der neue Anhänger [2005/2006]

Unter dem neuen Dirigenten des MSO, Ulrich Matthaei, begannen im Herbst 2004 die Vorbereitungen für das Neujahrskonzert 2005. Der Programmtitel „To a New Age“ [kleiner hatte man es nicht] drückte die Hoffnung auf eine weiter positive Entwicklung des Orchesters unter der neuen Leitung aus.

Karten für die Neujahrskonzerte verkaufte man auch auf dem Seelzer Weihnachtsmarkt. Der Stand [seit Anfang an eigentlich ein Provisorium: die beiden Gartenpavillons - aber auch charmant] wurde optisch professionalisiert und man bot zu Gunsten der Jugendarbeit Waffeln an, die sich zum Geheimtipp entwickelten [Geheimnis war das Originalrezept vom Konditormeister Tobias Findel, Trompeter im MSO, das Standardteigmischungen klar in "off" beförderte].

Am 30. April 2005 gaben die Jbo-YoungStars das erste eigene Konzert im Forum in Seelze. Die Formation hatte sich personell und musikalisch gut entwickelt und war nun fester Bestandteil des Vereins. Das Programm umfasste nicht nur populäre Titel, sondern auch anspruchsvolle Originalkompositionen. Im September nahmen die Jbo-YoungStars am Musikfest des Niedersächsischen Sportschützenverbandes in Hagenburg teil [ja, der Verein gehörte zu den Sportschützen] und erhielten für ihre Darbietung eine hervorragende Bewertung.

Die Jbo-YoungStars hatten sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 musikalisch deutlich weiter entwickelt. Der Einstieg wurde damit für Instrumentalanfänger schwieriger. Natürlich wollte man auch diese Interessenten an den Verein binden und schuf schließlich mit den Jbo-Beginners im Jahr 2005 auch für diese Gruppe ein Angebot [zunächst noch unter Natalie Hönemann]. Die musikalische Leitung der Jbo-Beginners übernahm dann im Jahr 2006 Magdalena Grundmann [eine Flötistin des MSO].

Im Sommer 2005 gab es über Ulrich Matthaei eine Einladung nach Isernhagen. Die dortige Musikschule veranstaltete einen Bläserfestival mit den Orchestern der Region. Neben Langenhagen und Isernhagen mit dabei: das MSO und die Jbo-YoungStars. So langsam kam der Wunsch "nach draußen zu gehen" in beiden Orchestern kräftig an...

Im Laufe der Jahre hatte der Verein das Instrumentarium stetig ausgebaut. Insbesondere das Schlagwerk hatte regelmäßig Bedarf angemeldet, um dem gewachsenen musikalischen Anspruch auch durch den Einsatz der gewünschten Instrumente gerecht zu werden. Die Bandbreite reichte von kleinen exotischen Effektinstrumenten [Lotusflöte, Vibraslap, Sirenen und viele mehr] bis hin zu großen Schlaginstrumenten und Mallets [Tam-Tam, große Trommel, Pauken, Xylophon, Glockenspiel etc.]. Alle Instrumente lagerten in Seelze und mussten regelmäßig zur Probe im Forum und zu den Auftrittsorten hinbewegt werden [eine lästige Angelegenheit - auch heute noch. Woche für Woche. Seit vielen Jahren]. Irgendwann waren die privaten Transportkapazitäten ausgereizt. Ein ordentlicher Orchesteranhänger musste her. Eine günstige Möglichkeit der Anschaffung ergab sich über die Vermietung von Werbeflächen [Und dann stand er plötzlich auf dem Hof und alle waren glücklich - insbesondere die Schlagzeuger].

Findige Vereinsmitglieder suchten den Kontakt zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung [wir müssen da jetzt mal spielen], um sich für die Aktion Weihnachtshilfe zu engagieren. Wenn schon, denn schon: So ergab sich die Möglichkeit, die nicht die einzige bleiben sollte, vor der Marktkirche zu spielen [herrlich, Eiszapfen aus den Klarinetten vor der Bühne, glühendes Blech bei den Trompeten direkt an den Heizpilzen auf der Bühne].

Von Steffen Hospodarz und Tom Kruse

Repertoire: Overture to a New Age, Largo aus der Symphonie „Aus der neuen Welt”, Tanz der Vampire, Blood, Sweat & Tears [MSO]; Dark Adventure, Cleveland Rocks, Andrew Lloyd Webber in Concert, Smooth [Jbo-YoungStars]

Presseberichte mit freundlicher Genehmigung von Umschau, Rundblick und Landkreis-Zeitung/Leine-Zeitung
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