Jbo Seelze: Kleine Anekdoten aus 20 Jahren in 20 Tagen

CD-Cover: Jbo Seelze "quasi live"
 
Jbo Seelze - Orchesterfoto (1998)
Heute: Das erste Neujahrskonzert, die erste CD und die erste Auslandsreise [1998]

Das Jahr 1998 begann für das Jbo sehr arbeitsintensiv. Zusammen mit dem Jungen Stadttheater plante man für Anfang Januar das erste Neujahrskonzert. Während die Jbo-Konzerte bislang meistens ohne Motto auskamen, sollten die Neujahrskonzerte stets ein besonderes Thema haben. Man entschied sich für das Motto „Highlights aus Film- und Musicals“ [stets ein beliebtes Konzertthema - wenn einem nichts Besseres einfällt]. Als Termin hatte man den 11. Januar ausgewählt [ein Neujahrskonzert sollte möglichst nah am Jahreswechsel liegen - das war der Anspruch]. Dies bedeutete, dass die übliche Pause zwischen Weihnachten und Neujahr zu Gunsten der Vorbereitung auf das Konzert gestrichen war. Und, auch das ein Novum in der Vereinsgeschichte, es wurde Eintritt erhoben [bislang wurden bei den Konzerten immer Spenden gesammelt - so kam man finanziell auch auf seinen Schnitt, sparte aber die GEMA].

Das Neujahrskonzert wurde ein voller Erfolg. Das Forum in Seelze war ausverkauft, die Musiker hochmotiviert und Florian Battermann führte routiniert und humorvoll durch das Programm. Eine Wiederholung im nächsten Jahr schien nicht ausgeschlossen.

Im Sommer nahm das Orchester seine erste CD auf. Mitschnitte [auf Cassette!] gab es zwar schon seit dem ersten Konzert, aber eine speziell produzierte Aufnahme fehlte noch. Bedarf sah man insbesondere für die Außenwerbung. Daher sollte es „nur“ eine Demo-CD werden, die potentiellen Auftraggebern einen Eindruck über die musikalischen Möglichkeiten des Orchesters geben sollte. Die Aufnahmegegebenheiten waren ein wenig improvisiert [im katholischen Pfarrheim in Seelze, ein paar Mikrophone, ein Aufnahmegerät nebenan] und entsprachen natürlich nicht so ganz den üblichen Vorstellungen einer CD-Produktion. Mit dem CD-Titel „quasi live“ trug man den Gegebenheiten charmant Rechnung.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 1998 war die Fahrt nach Helsingborg Anfang Oktober. Eine Auslandsreise - auch ein Novum in der Vereinsgeschichte. Die „Musikskolans Concert Band“ hatte bei ihrem Besuch in Seelze im Vorjahr eine Gegeneinladung ausgesprochen, die das Orchester gerne annahm. Etwa 30 Musiker bestiegen den Bus und machten sich auf den Weg nach Schweden [Unvergessen bleibt die Zwangspause in Kopenhagen nach einer unruhigen Nacht im Bus. Um 7 Uhr wurden alle Teilnehmer in Kopenhagen ausgesetzt, weil der Busfahrer eine Pause brauchte. Es war kalt und regnerisch, und so irrte man Stunden durch den Kopenhagener Berufsverkehr auf der Suche nach einem warmen Plätzchen und einem heißen Kaffee - Fehlanzeige]. Der Wochenendbesuch in Helsingborg war kurz und intensiv. Sightseeing [eine Steingutfabrik, ein „autonomes Künstlerdorf“ und natürlich Helsingborg] und musikalische Programmpunkte wechselten sich ab [gemeinsame Probe und ein gemeinsamer Auftritt]. Musikalischer Höhepunkt war das Jbo-Konzert in der Marienkirche [„Music“ stand kurz vor dem Abbruch - aber sonst war es ok]. Beim Abschlussabend übergab das Orchester sein Gastgeschenk: ein Fass Bier [Bier ist in Schweden fast so teuer wie Gold und das Geschenk kam daher sehr gut an]. Da man auch eine Zapfanlage mit eingepackt hatte, konnte das Geschenk auch gleich verkostet werden [und das Leihfass auch gleich wieder mit nach Deutschland genommen werden]. Für Stimmung sorgten außerdem die „Original Kaaskrainer“, eine kleine Egerländer-Formation von Jbo-Musikern um „Matze“ Perner.


Repertoire: El Cumbanchero, Concerto d´Amore, Interplay for Band, Phantom of the Opera, Latin American Fever, Gospel John
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