Wetterstation "TFA Tempesta 300" - moderner Wetterfrosch?

 
....in Laufschrift zeigt die Station jeweils den Betriebszustand an - hier das warten auf den Empfan der Wetterdaten.
 
....naja...."gut Ding hat Weile"... :-)
„Wie wird denn das Wetter“?

Diese Frage stellt sich täglich bei wahrscheinlich allen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Persönliche Entscheidungen werden davon beeinflusst – sei es ob es die Kleidungsauswahl vor dem täglichen Spaziergang ist, ob man den Garten gießen muss oder doch nicht – oder ob der Tagesausflug eventuell wortwörtlich ins „Wasser fallen könnte“....

Auch im beruflichen Alltag ist eine möglichst genaue Wettervorhersage manchmal sehr wichtig. Beim Bauern ist trockenes Wetter fürs Heu einbringen erforderlich, in der Luft- und Seefahrt sind Unwettervorhersagen entscheidend für die Routenplanung – Baufirmen, Dachdecker und so manche Monteure müssen ihre Aufträge nach dem Wetter planen und brauchen daher ebenfalls eine zumindest einigermaßen genaue Wettervorhersage.

Es gibt nun viele verschiedene Möglichkeiten, sich das Wetter mehr oder weniger genau vorhersagen zu lassen.

1., „Ich halte meinen Finger aus dem Fenster – und wenn er nass wird, regnet´s“...
...nicht wirklich eine besondere Vorhersage, aber zumindest stimmts :-)

2., ..verschiedenste regelmäßige Wetterberichte und Prognosen im TV und Radio.
...Vorhersagen großflächig ganz brauchbar....fürs lokale Wetter eher nicht.

3., ..Vorhersagen von Wetter-Apps...
...meiner Meinung nach unbrauchbar.

4., ..Internetseiten mit Wetterradar..
...teils nicht schlecht – vor allem das Wetterradar – wenn man die Zuggeschwindigkeit eines kommenden Regengebietes richtig deuten kann ist man frühzeitig vorgewarnt.

…....und – da wäre noch die eigene Wetterstation. Diese Möglichkeit möchte ich hier mal etwas näher betrachten.

Da gibt es nun mengenweise Angebote und verschiedenste Ausführungen in allen möglichen Qualitäts- und Preisklassen. Einen Vorteil haben sie eigentlich alle....und zwar die Erfassung verschiedenster Daten im eigenen Grundstück durch entsprechende Außensensoren. Innen- und Außentemperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und vieles mehr – je nach Modell kann man sich mehr oder weniger ausführlich informieren lassen.
Wie ist es jedoch mit frühzeitigen Wetterwarnungen? Ja – auch da gibt es natürlich inzwischen mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist die Wetterstation „Tempesta 300“ von TFA die hier etwas näher beschrieben werden soll....

Diese Wetterstation funktioniert zum einen wie jede andere. Die Anzeigeeinheit die man im Zimmer stehen hat und auf der die Wetterdaten angezeigt werden, und es gibt noch einen Außensensor den man an passendem Platz im Grundstück anbringt – dieser funkt in regelmäßigem Turnus auf 868 Mhz die Außenwerte wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit an die Station. Diese hat natürlich auch einen eigenen, internen Sensor der die Innentemperatur und Luftfeuchtigkeit im jeweils aufgestellten Raum misst und anzeigt. Soweit dazu.....

Die „Tempesta 300“ kann jedoch weit mehr – und erst ab da wird es richtig interessant. Da gibt es die Anzeige von Uhrzeit, Datum, Regenwahrscheinlichkeit, mögliche Regenmenge, Vorhersage der möglichen Sonnenstunden, Windrichtung, wahrscheinliche Windstärke, mengenweise Wettersymbole, 4-Tage-Wettervorhersage speziell für die Region und den Landkreis wählbar – und – die Vorhersage von markanten Wettersituationen bzw. Unwetterwarnungen. Diese Vorwarnungen werden in Lauftext auf dem Display angezeigt – und es gibt noch die Möglichkeit sich jede Warnung noch optisch durch eine blinkende LED und/oder akustisch durch einen Piepton ausgeben zu lassen. Auch lassen sich die Warnungen entsprechend einstellen. Wenn man also nicht wegen jedem kleinen Gewitter alarmiert werden möchte sondern eher nur bei extremen Unwetterwarnungen lässt sich die Station für jeden Bedarf einstellen.

Woher nimmt diese Wetterstation nun diese ganzen Informationen?

Durch Wettersatelliten, Wetterradar und diverse Meßstationen können inzwischen sehr gute und genaue Prognosen und Wetterwarnungen erstellt werden. In Deutschland macht das unter anderem wetteronline.de, die solche Daten von den genannten Quellen beziehen, daraus relativ gute und genaue Vorhersagen auf Landkreisebene erstellen und über ein spezielles deutschlandweites Funknetz mit etwa 800 Sendern ausstrahlen. Diese Sender arbeiten im Bereich 466 Mhz und die Aussendungen erfolgen nach dem „Pager“-Prinzip – also vergleichbar mit den Alarmpiepsern der Feuerwehr oder Rettungsdiensten. Im Falle der „Tempesta 300“ werden viermal am Tag solche Wetterdaten empfangen und aktualisiert. Wetterwarnungen werden zeitnah ausgesendet und auch sofort von der Station im Display angezeigt und der Alarm (falls so eingestellt) ausgelöst. Das funktioniert sogar erstaunlich genau....etwa 30 Minuten vor einem eintreffendem Gewitter und Starkregen wurde diese Vorwarnung angezeigt...insofern war also der „Praxistest“ erfolgreich.
Die Genauigkeiten der Vorhersagen – nun – mal sollte immer bedenken daß von weitem heranziehende Hoch- oder Tiefdruckgebiete immer noch recht schnell die Richtung ändern können. Auch sich lokal bildende Unwetter sind so eine Sache...jeder der mal eine abrupte Wetteränderung in den Bergen mitgemacht hat wir wissen was gemeint ist. Dennoch schaffen es die Meteorologen, eine relativ gute Vorhersage zu erstellen und auf die Stationen zu schicken. Lokale Unwetterbildungen werden schnell durch Wetterradar erfasst und als Warnung durch den DWD weitergeleitet – auf die Wetterstation geschickt und angezeigt – das funktionierte im ersten Versuch wirklich schnell und präzise.

Was den Außensensor betrifft zeigt dieser im Vergleich mit einem separaten Thermometer das unmittelbar danebengestellt wurde ziemlich genau an. Daher gibt es keine Beanstandungen.

Kritik......ja, wenn man es genau nimmt, gibt es die natürlich auch. Man muss nur lange genug suchen, dann findet man auch etwas zu meckern...

Die Ersteinrichtung einer solchen „wetterdirekt“-Station ist ein wahrhaftiges Geduldspiel. Nach Anleitung soll man zuerst in den Außensensor, anschließend in die Station selbst die Batterien einlegen. Das funktioniert alles soweit...
Danach zeigt die Station in Laufschrift an „UHRZEITEMPFANG“. Na gut.....wenn man von DCF77-Uhren gewohnt ist daß das recht schnell geht bekommt man bei so einem Ding wohl die Krise. Zumal man sich anhand der Feldstärkenanzeige erst davon überzeugen muss ob die Station überhaupt etwas empfängt oder nicht. Denn – dann muss man erst mit dem Teil in der Hand in der Wohnung herumlaufen und einen günstigen Standort suchen wo es ausreichenden Empfang gibt. Und nein – es ist KEINE DCF77-Uhr, sondern die Uhrzeit wird via Pagersignal ausgestrahlt, dadurch alle paar Stunden aktualisiert und geht daher relativ genau. Gangabweichungen durch schlechten Empfang sind aber natürlich möglich....
Anschließend – wenn die Uhrzeit empfangen ist, zeigt die Anzeige an „LANDKREISSUCHE – BITTE WARTEN“. Das kann sich auch bis in eine gfühlte Ewigkeit hinziehen. Wurden die Landkreisdaten endlich gefunden, soll man sich den entsprechenden Landkreis der nach KFZ-Kennzeichenmanier gelistet wird, auswählen und bestätigen. Tja – und nun kann es noch bis zu 6 Stunden dauern bis die Station zum erstenmal Wetterdaten empfängt...und dann sollte sie auch ein hoffentlich ausreichendes Funksignal empfangen....

Als Fazit würde ich sagen.....für „Wetterfreaks und Technikliebhaber“ eine feine Sache. Mit knapp 70.-€ ist die Wetterstation ihr Geld durchaus wert und macht auch optisch im Wohnzimmer oder im Büro eine gute Figur. Die Wettervorhersage ist umfangreich, recht brauchbar und das mit der Unwetterwarnung funktioniert sogar ganz prima.
Es soll aber auch Gegenden geben in denen der Funkempfang grottenschlecht ist, und genau da ist mit solchen Stationen nichts anzufangen. Daher wird möglicherweise der eine oder andere Käufer das Teil enttäuscht zurückschicken. Eine kurze Mail an den Netzbetreiber „e.message“ oder an „wetterdirekt“ - und einfach mal nachfragen wie es mit der Funkversorgung im eigenen Wohngebiet aussieht schafft eventuell Klarheit.

Na denn – allzeit guten Empfang und vor allem gutes Wetter rundherum!

Gruß Mike
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