Thema Kinderarbeit bei "Treffpunkt Weltladen"

(v.links) Gebhard Dischler (Vorstand Weltladen eG), Lydia Palacios Chiong (Club Infantil), Catalina Mayer (Übersetzung), Francys Estefania Zeas (Radioreporterin), Joana Eink (Christliche Initiative Romero) und 2. Bürgermeister Hans Nebauer

Besuch der Radioredakteurin Francys Estefania Zeas im Weltladen

Der Weltladen Schwabmünchen eG und der Verein Solidarität Eine Welt hatten im Juni wieder einmal zum „Treffpunkt Weltladen“ eingeladen: Zusammen mit Lydia Palacios Chiong, der Leiterin des „Clubs Infantil“ und Joana Eink von der Christlichen Initiative Romero (CIR) berichtete die vierzehnjährige Francys Estefania Zeas von ihrer Arbeit, die das Ziel hat, die Rechte arbeitender Kinder zu wahren und die Gesellschaft für Missstände zu sensibilisieren. Eine von ihr durchgeführte Umfrage unter 100 Jugendlichen ergab, dass sie durchwegs gerne arbeiten, sofern sie nicht ausgebeutet und betrogen würden. Sie könnten ihre Familien unterstützen und hätten die Mittel für notwendige Ausgaben wie Mahlzeiten oder Schulmaterialien.
Ihren Tagesablauf schilderte sie wie folgt: 6 Uhr aufstehen, von 7 bis 12 Uhr Schule, von 1 bis 4 Uhr Unterricht in Kommunikationswissenschaften, danach Hausaufgaben, anschließend Arbeit, zum Beispiel Botengänge oder Verkauf von Tortillas. Danach habe sie Freizeit.
Die Regierung erlaube keine Arbeit unter 14 Jahren aufgrund der in der Verfassung verankerten Menschenrechtskonvention. Ohne Arbeit aber müssten die Kinder alleinstehender Mütter verhungern oder stehlen und könnten nicht zur Schule. Kinderarbeit entspringe der Kultur des Landes. Menschenrechtskonventionen, die in den USA oder Europa erarbeitet wurden, dürften nur unter Berücksichtigung von Tradition und Kultur in den südlichen Ländern umgesetzt werden.
Text, Bilder: Ingrid Küchle

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myheimat-Stadtmagazin schwabmünchner | Erschienen am 30.07.2010
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Juan Carlos Oliver-Vollmer aus Augsburg am 20.07.2010 um 09:01 Uhr  
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