Kolpingjugend Schwabmünchen baut Slamhütte zur diözesanen Eröffnung der Miseror-Fastenaktion 2011

Blick in die Slumhütte

Schwabmünchen: Pfarrzentrum | Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag, 20. März 2011, in der Stadtpfarrkirche St. Michael in Schwabmünchen die Misereor-Fastenaktion 2011 für das Bistum Augsburg eröffnet. Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker stand der Messfeier vor und betonte in seiner Predigt die Bedeutung der Solidarität mit den ärmsten Menschen der Welt durch Gebet und Unterstützung. Den rund 800 Gläubigen stellten Sprecher zu Beginn der Predigt die Werke der Barmherzigkeit übertragen in unsere heutige Zeit vor. "Heimatlosen ein Zuhause geben" spielt bei der diesjährigen Misereor-Aktion eine große Bedeutung. Mit dem Motto "Menschenwürdig leben. überall!" will Misereor aufmerksam machen auf die Menschen in den Slums der Großstädte auf der Welt.
Interaktive Plakatwand zu Kindergärten in Südafrika
Im Anschluss an den Gottesdienst entfaltete sich im Pfarrzentrum ein buntes Fest der Weltkirche. Verschiedene Akteure der Einen-Welt-Arbeit präsentierten ihre Projekte. So war auch die Kolpingjugend aus Schwabmünchen mit einem Stand vertreten. Die Mädchengruppe von Theresia Kraus hat sich in mehreren Gruppenstunden mit der Situation der Kinder in Südafrika auseinandergesetzt. Mit vier selbstgestalteten Plakaten informierten die Jugendlichen die Gäste der Misereor-Eröffnung über die Armutsspirale in Südafrika und die Projekte von Kolping, die den Menschen einen Ausstieg aus dem todbringenden Strudel ermöglichen. Interaktiv mit Türchen zum Öffnen stellten die Jugendlichen auch die Aktionen vor, mit denen sie Geld für die Kindergartenpatenschaft für Südafrika bei der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger sammeln.

Leben in den Slums hautnah erleben
Andere Jugendliche haben im Vorfeld der Misereor-Fastenaktion eine Slumhütte vor dem Pfarrzentrum in Schwabmünchen nachgebaut. Aus Plastiksäcken, Holz, Blech, Pappe und anderen Abfällen bastelten Sie auch die Einrichtung der Hütte, um auf die Lebensbedingungen der Menschen in den Armengürteln der Großstädte aufmerksam zu machen.

Kolpingprojekte vorgestellt
Anton Ludl und Johann Michael Geisenfelder vom Stiftungsrat der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger informierten an einem Stand über die geförderten Projekte in Südafrika und Indien. Katja Weh-Gleich referierte beim Vortrag zum Thema "My home is my castle!" über die Situation der Menschen in den Favelas, Townsips oder Slums in Brasilien, Südafrika und Indien. Sie berichtete auch über verschiedene Kolpingprojekte, um den Menschen zu helfen. So wird zum Beispiel in Indien den Menschen durch die Mikrofinanzsysteme in Spargruppen ein Ausweg aus der Armut und Schuldenfalle ermöglicht.

Weitere Kolpingsfamilien vertreten
Auch im Hintergrund bei der Ausgabe der Getränke und beim Auf- und Abbau waren Kolpingmitglieder vertreten. Vertretungen von Kolpingsfamilien aus der Umgebung und vom Bezirksvorstand feierten den ganzen Tag mit den Schwabmünchnern.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin schwabmünchner | Erschienen am 15.04.2011
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