Kinder berichten Bürgermeister ihre Wünsche für die Stadt

„Male auf, was du dir für Schwabmünchen wünschst“ 62 Kinder der ersten Klassen zeichneten ihre Antworten
Schwabmünchen: Rathaus | Was gefällt dir in Schwabmünchen, was gefällt dir nicht, was würdest du gerne verändern und was ist dein allergrößter Wunsch für die Stadt?
Diese Fragen beantworteten 235 Kinder der Grundschule Schwabmünchen und 15 Kinder der SMV stellten die Antworten am vergangenen Mittwoch Bürgermeister Müller vor. Gestellt wurden die Fragen von den Kindern der Kinderversammlung. Gemeinsam mit Jessica Götz vom U_Turn, Zentrum für Kinder- und Jugendkultur, dachten sie sich die Fragen im vergangenen Herbst aus. Die Kinderversammlung wurde von Götz ins Leben gerufen, in Anlehnung an die erfolgreiche Arbeit des Jugendbeirats, der sich um die Belange der Jugendlichen kümmert. In einigen Gemeinden gibt es bereits solche Gremien für Kinder, die sich Gehör für ihre Interessen und Anliegen bei den Erwachsenen verschaffen möchten. „Kinder nehmen oft Dinge wahr, die uns Erwachsenen gar nicht auffallen“, so Götz. „Das kann eine kaputte Schaukel auf einem Spielplatz sein oder auch etwas ganz anderes. Es lohnt sich, hinzuhören. Zudem lernen die Kinder, dass sie sich äußern dürfen, dass Politik vom Mitmachen lebt und dass sie gehört werden.“

Gespannt und voller Vorfreude gingen die Kinder ins Rathaus, durften im großen Sitzungssaal Platz nehmen und stellten die Antworten der Umfrage vor, die sie am wichtigsten finden. Hallenbad, Indoorspielhalle, Kino – schnell stellten sich die beliebtesten Wünsche heraus. Bürgermeister Müller erklärte, was machbar ist, was nicht oder noch nicht umgesetzt werden kann und warum, was geplant sei und dass der Stadtrat die Entscheidungen trifft.

Sehr beliebt bei den Kindern ist an erster Stelle das Freibad, aber auch Klettergarten, weitere Sportmöglichkeiten, Eisdielen, Luitpoldpark, Stadtbrunnen und die Lehrer in der Schule erhielten viele Nennungen. Was nicht gefällt, ist oft die Verkehrssituation in der Innenstadt, herumliegender Müll, dass ein Hallenbad fehlt, Scherben auf Spielplätzen, Raucher und unfreundliche Leute.
Bürgermeister Müller erklärte, was ein Hallenbad die Stadt kostet und dass es Bedenken gibt, ob es auch intensiv genutzt werden würde. Die Kinder versicherten ihm, dass eine Wasserrutsche es noch attraktiver machen würde. Bei zwischenmenschlichen Schwierigkeiten helfe es oft viel, so Müller, einfach erst einmal miteinander zu reden. Auch herumliegenden Müll kann man aufheben, in erster Linie aber diejenigen, die ihn hin werfen. Die Hundehaufenproblematik im Stadtgarten sprach er in diesem Zusammenhang auch an. Jeder möchte schließlich eine saubere Stadt, in der die Kinder im Park spielen können. Aber auch, dass Anwohner sich über Lärm beklagen, der vom Stadtplatzbrunnen kommt und er auch hier eine Lösung finden muss, die Kindern und Erwachsenen entgegen kommt.

Die Frage, was die Kinder in Schwabmüchen gerne verändern würden, brachte interessante Ideen auf: Vor allem weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten wurden genannt. Herr Müller stellte beim Minigolf-Wunsch die Pläne des Kunstvereins vor, was die Kinder sehr freute. Rutschen und Sprungtürme im Freibad, detaillierte Angaben zu Spielplätzen, aber auch zum Stadtbild waren Thema. So erfuhren die Kinder, dass die Stadt viele Zuschüsse gibt, zum Beispiel bei der Renovierung von „hässlichen Häusern“, wie sie genannt wurden, oder für gemeinnützige Zwecke wie das Rote Kreuz, was den Kindern sehr wichtig ist. Sehr erfreut waren die Kinder, als sie hörten, dass eine Seilbahn für einen Spielplatz gebaut wird – ebenfalls ein großes Anliegen.
Weitere größte Wünsche waren ein Naturkundemuseum, ein Freizeitpark, Bowling, eine Kletterstatue, ein Streichelzoo, verschiedene Spielplatzideen, mehr Radwege, verschiedene Geschäfte und Ideen zum Stadtbild. Auch zur Schule fiel den Kindern etwas ein, so wäre ein zweiter Wasserspender gut. Kreative Wünsche wie ein Raketenstartplatz wurden auch genannt. Auch gab es Antworten wie „ältere Menschen sollen ruhig sein und zuhören“ oder „dass alle Kinder in die Schule gehen können und ihre eigenen Schulsachen haben“. Besonders zukunftweisende Wünsche waren, dass man umweltfreundlich ist, dass es friedlich bleibt und „dass Schwabmünchen immer so schön bleibt“.

Alle Auswertungsergebnisse und Zusammenfassungen können im U_Turn, Museumstr. 5 in Schwabmünchen im ersten Stock betrachtet werden. Interessierte Kinder, die gerne bei der Kinderversammlung dabei sein möchten, können ihre Kontaktdaten bei Jessica Götz, Telefon 08232-72204 oder per Email: j.goetz@kjr-augsburg.de hinterlegen.
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