Beizjagd in Schwabegg

Falkner Erich Spieß mit seinem Adler Kajetan (Foto: Renate Mundl)

Schwabmünchen: Schwabegg | Im November letzten Jahres fand zum ersten Mal auf Schwabegger Flur eine Beizjagd mit einem Adler statt. Diese Art der Jagd mit Greifvögeln, z.B. Falken, Sperbern, Habichten oder Adlern auf Federwild (Rebhühner) und kleines Haarwild (Feldhasen, Füchsen, Rehe) wird seit dem Mittelalter in Europa betrieben. Der Leuthauer Falkner Walter Heidler, lud Erich Spieß aus Apfeltrach mit seinem 11 Jahre alten Adler Kajetan auf einen Besuch ein. Am späten Sonntagvormittag trafen sich ca. 20 Jagd- und Greifvogelbegeisterte in der Leuthau, um die anstehende Jagd zu besprechen. Die meisten Teilnehmer beteiligten sich als Treiber und Jagdpächter Hannes Vogt stellte seine Flur zur Verfügung. Der Adler sollte speziell auf Hasen und Füchse jagen, die sich aber leider sehr rar machten. Bei zwei Zugriffen des Adlers auf Hasen kamen diese mit dem Schrecken, aber wohlbehalten davon. Im übrigen können Adler bei ihren Jagden auch leichte Rehe und kleinere Wildschweine erlegen. Nach drei Stunden war die Jagd beendet und in Erinnerung blieb auf jeden Fall die unglaubliche Schönheit, Größe und die majestätischen Flüge dieses größten deutschen Greifvogels. Die Haltung dieser Tiere ist sicherlich auch eine Lebensaufgabe, wenn man bedenkt, dass ein Adler in Gefangenschaft ca. 60 – 70 Jahre alt werden kann.
Der Leuthauer Walter Heidler, Vorstand des „Orden Deutscher Falkoniere“ will in diesem Jahr die Hauptversammlung des ODF durchführen, dafür sucht er noch interessierte Jagdpächter, die ihm ihr Gebiet für Beizjagden zur Verfügung stellen würden. Der „Orden Deutscher Falkoniere“ (Bund der Falkner und Greifvogelfreunde e.V.) versteht sich als Fachverband für die Zucht, Haltung und Pflege heimischer Greifvögel. Gegründet 1959 von einigen Falknern als „Neuer deutscher Falknerorden“ wurde er 1962 als „Orden Deutscher Falkoniere“ – ODF ins Vereinsregister eingetragen. Die Vereinigung ist an der nationalen Entwicklung der zeitgemäßen Falknerei beteiligt und somit ein verlässlicher Partner im Natur- und Artenschutz mit der sachkundigen Kompetenz auf diesem Gebiet.

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myheimat-Stadtmagazin schwabmünchner | Erschienen am 29.01.2010
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2 Kommentare zum Beitrag
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Wolfgang Leitner aus Donauwörth am 04.01.2010 um 13:41 Uhr  
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Uschi Mai aus Schwabmünchen am 05.01.2010 um 14:03 Uhr  
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