Kindermusical David in Schwabmünchen

Kindermusical 2015 in Schwabmünchen. Plakt von Rainer Mühlberger
 
Hauptprobe zum Kindermusical David in Schwabmünchen 2015
In Schwabmünchen fand wieder die Aufführung eines Kindermusicals statt. Beinahe 100 Kinder und Jugendliche, sowie ein Team an Erwachsenen haben im Juli wieder ein Kindermusical im Pfarrsaal aufgeführt. Über dieses Schwabmünchner Projekt wurde sogar schon Deutschlandweit in der Presse berichtet (Musik und Kirche 2014).

Zum zehnten mal führte der Kinderchor, die Jugendschola, das Nachwuchsorchester, die Teenie-Band und die Flötengruppe der Gemeinde St. Michael in Schwabmünchen ein Musical auf. Das Musical erzählt die Geschichte von König David. Im Kindermusical "David" von David Hantke gibt es zwei Handlungsebenen: Die Kinder und Opa Ludwig (gespielt von Richard Reisch), deren Gespräche die einzelnen Geschichten verbinden - und die Lieder, die simultan dargestellt werden: Sieben Kinder finden eine alte Truhe auf dem Dachboden des Opa Ludwig. Enthalten sind die Utensilien für eine Aufführung des „David“ (gespielt von Kilian Seiler) zu Opas Kinderzeiten. Der erzählt den Kindern dann auch diese Geschichten, von der Berufung durch den Propheten Samuel, dem Musizieren bei König Saul (gespielt von Lukas Rohrer), über den Kampf gegen Goliath und die Freundschaft mit Jonathan bis hin zu seinen Aufgaben als König, wie z. B. die Bundeslade wieder nach Jerusalem zu holen. Und alle Geschichten werden auf der Bühne gesungen und dargestellt.
Das etwa 50-minütige Musical ist bestens geeignet für Kinder ab dem Vorschulalter und Erwachsene. Bereits zwei Monate vor den Aufführungen im Pfarrsaal wurden die Rollen verteilt und für die Hauptdarsteller ging das Proben und Auswendiglernen los. Im Vorbereitungsteam wurden derweil Requisiten gesammelt, Kostüme genäht und Kulissen geschreinert. Die Bühne wurde diesmal in zwei Bereiche eingeteilt: Auf der linken Seite war der Dachboden bei Opa Ludwig dargestellt, und auf der rechten Seite eine orientalische Wüstenlandschaft. Da Schwabmünchen aber keine Drehbühne besitzt, wurde ein Trick mit einer riesigen klappbaren Bühnen-Mittelwand angewendet. Der Riese Goliath wuchs sogar über die Bühne hinaus: während des ganzen Musicals waren nur riesige Füße des Riesen an der Rückwand sichtbar. Nachdem David den Riesen Goliath mit seiner Steinschleuder besigte, wurden diese dann nur „umgedreht“ Die jugendlichen Schauspieler mussten wöchentlich 2 bis 4 mal zum Proben ins Chorregentenhaus. Auch bei den Chorstatisten im Kinderchor und in der Jugendschola wurde eifrig gesungen. In den letzten drei Wochen ging es in die heiße Phase, in dieser Zeit wurde auf der Bühne geprobt (Bühnenbild: Gerhard Birkle). Es war ganz schön spannend bis die Kinder wussten wo sie stehen müssen und die Mikrofone richtig eingestellt waren und die Requisiten am richtigen Platz bereit lagen.
Zwei Besetzungen gab es für das Kindermusical, und deswegen waren auch zwei Generalproben notwendig. Das war für alle Darsteller und Musiker schon sehr hart, aber alle machten ohne größeres Murren mit. Donnerstag war Premierentag. Das Pfarrzentrum war voll besetzt und alle waren ganz schön aufgeregt. Das Publikum war begeistert.
Am Freitag spielten die Kinder dann vor den 3. und 4. Klassen der Grundschule und zwei weitere Aufführungen folgten am Samstag und Sonntag.
Nach der letzten Vorstellung waren alle ein wenig traurig, dass jetzt alles vorbei war. Der Abbau der Bühne wurde sofort in Angriff genommen, und zwei Stunden nach dem Schlussapplaus war nichts mehr im Pfarrsaal zu sehen, was auf ein Kindermusical hindeutete.

Wir sagen DANKE an unser Publikum, und an die vielen Helfer.
Es ist immer ein Abenteuer mit mehr als einhundert Kindern ein Musical auf die Beine zu stellen. Wie schafft man es in der begrenzten Vorbereitungszeit die sprühende Kreativität der Kinder in die richtigen Bahnen zu leiten? Können alle die Texte auswendig, klappt die Choreographie und verpasst das Orchester auch keine Einsätze? Dass am Ende dann doch immer alles wie am Schnürchen klappt ist wie ein Wunder, und lässt einen dann die unzähligen Stunden der Vorbereitung vergessen.
Eine große Schar von beinahe 100 mitwirkenden Kindern begeisterte bei den 4 Aufführungen das Publikum. Im Vordergrund standen natürlich die Hauptdarsteller, die neben ihren umfangreichen Textpassagen auch noch schauspielerisches Talent bewiesen. Die gesangliche Umrahmung des Musicals erbrachten die vielen Stimmen der Jugendschola und der Kinderchöre. Instrumental wurden die Kinder vom Nachwuchsorchester, Teenie-Band und der Flötengruppe der Pfarrei unterstützt. Das Üben der Sänger wurde dabei von Frau Sissi Schaumann organisiert und die Flötengruppe wurde von Bettina Brugmoser zum Üben animiert. Stefan Wagner hat neben dem Arrangieren der Noten für die Instrumentalisten auch das Nachwuchsorchester, Teenie-Band und die Jugendschola geleitet. Alle Kinder haben durch ihren hohen Einsatz des Lernens und Übens Großartiges geleistet und ihnen gebührt besonderes Lob. Dank sei auch an alle weiteren Helfer im Hintergrund ausgedrückt, die zum reibungslosen Ablauf der Vorführungen beitrugen und beim Auf- und Abbau der Bühne tatkräftig mithalfen. Abschließend kann man anmerken, nicht nur die Zuschauer erlebten einen besonderen visuellen und akustischen Genuss beim Zuschauen, der auch zu nachdenken anregte, sondern auch alle Kinder machten die Erfahrung, dass durch das gemeinschaftliche Zusammenwirken ihrer Talente eine eindrucksvolle Aufführung (oder Darbietung, Vorstellung, Inszenierung) sie mit Stolz und Selbstwert erfüllt.
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