Chorgesang ohne Handschuhe

Das Augsburger Vokalensemble Chorfeo war Gast im Pfarrzentrum St. Michael in Schwabmünchen (Foto: R. Herdin)
Das Ensemble „Chorfeo“ begeisterte das Schwabmünchner Publikum im Pfarrsaal. Zuletzt war das Augsburger Ensemble Chorfeo vor 10 Jahren in Schwabmünchen zu hören. Einige Konzertbesucher können sich noch an die unvergesslichen Konzerte des Ensembles im Chorregentengarten bei gutem Wetter, bester Laune und toller Chorstimmung erinnern. Im Jahr 2003 und 2004 sang dieses preisgekrönte Ensemble noch unter der Leitung des Dirigenten Wayne Wegener, dem Publikum sicher noch in guter Erinnerung wegen seiner schönen Tenorstimme und dem Dirigat mit weissen Handschuhen. Diese sind nun verschwunden, inzwischen ist ein anderer Chorleiter bei dem Ensemble tonangebend, der Augsburger Kirchenmusiker Moritz Hopmann, und auch hier merkt man, dass Chor und Chorleiter ein gut eingespieltes Team sind. Neben altbewährten Chorfeo-Klassikern, wie dem Titel „It’s a train“, bereicherten viele neue Stücke (und auch das eiene oder andere neue Gesicht im Ensemble) das Programm. Auch wenn die Akustik im Pfarrsaal für Chorgesang etwas trocken ist, begeisterte das Ensemble das zahlreich erschienene Publikum und spannten einen Bogen von Gospel und Swing über Volkslied bis hin zu Pop - und zeigten sich dabei in bester Form. Gleich zu Beginn zeigte das 15-köpfige Ensemble mit dem Volkslied „Die Gedanken sind frei“, arrangiert von Oliver Gies, die hohe Kunst des Chorgesanges. „Vocal Art“ nennen sie ihren Zugang zur Chormusik und überzeugten vor allem mit ihren gesanglichen Interpretationen von Instrumentalstücken wie dem „Mission-Impossible-Theme“, „Axel F.“ von Harold Faltermeyer oder Henry Mancinis Titelmelodie der alten US-Fernsehserie „Peter Gunn“. Der Chor sang selbstverständlich ohne Noten und Mikrofon. Die Aufstellung des Ensembles variierte bei den verschiedenen Stücken, der Klang war immer perfekt. Der Chor überzeugte durch gute Intonation und sicheren Rhythmus. Das Publikum war begeistert, und entlockte dem Ensemble noch drei Zugaben.
Ein Zuhörer formulierte seine Begeisterung in einer e-mail folgendermaßen: „Und wenn Sie mich fragen, wie mir das Konzert gefallen hat, dann möchte ich antworten: Allererste Sahne!!! Selbst die „Beat-Songs“ waren so klar und einfühlsam vorgetragen worden, dass sie ohne weiteres sogar in eine Basilika gepasst hätten. Jeder einzelne Ton des Konzerts kam bei mir so an, dass ich behaupten möchte: So, und nur so, muss er klingen.“
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