Chor- und Orchesterkonzert "Stabat mater" von Rossini

Wann? 16.10.2016 16:30 Uhr

Wo? Kirche St. Michael, Schwabmünchen, Ferdinand-Wagner- Str. 4, 86830 Schwabmünchen DE
Konzert in St. Michael in Schwabmünchen (Foto: ammkla)
Schwabmünchen: Kirche St. Michael, Schwabmünchen | Rossinis Stabat mater wird erstmalig in aufgeführt Wie jedes Jahr gibt es in ein großes Chor- und Orchesterkonzert. Das Hauptwerk bei dem Chor- und Orchesterkonzert veranstaltet von der Pfarrei St. Michael am 16. Oktober ist das „Stabat mater“ von G. Rossini. Die Aufführung um 16.30 Uhr in der Kirche St. Michael wird geleitet und organisiert vom Schwabmünchner Kirchenmusiker Stefan U. Wagner. Es singen der Chor St. Michael, verstärkt vom Projektchor und begleitet vom bekannten Orchester "Capella St. Michael". Die Solopartien übernehmen Hermine Eicke (Sopran), Marion Wildegger-Bitz (Alt), Gabor Molnar (Tenor) und Wolfgang Wirsching (Bass).

Das Stabat Mater von Gioachino Rossini ein Werk für den Karfreitag? Sicher wird der Text der Sequenz "Christi Mutter stand mit Schmerzen" in der bekannten volkstümlichen Liedvertonung hauptsächlich in der Karwoche gesungen. Offiziell kommt dieser nur in der Liturgie am Fest der Schmerzen Marias (15.9.) vor. Unzählige Vertonungen namhafter Komponisten sind überliefert. Kann ein Komponist Komponist wie Gioachino Rossini, von dem man fast nur Opern, dabei vor allem Buffo-Opern im Belcanto-Stil kennt und der sich angeblich in seiner zweiten Lebenshälfte fast nur noch mit der Kochkunst beschäftigte, kann dieser eine angemessene Vertonung des Stabat Mater zustande bringen? Ein oberflächliches Hören scheint dem Zweifel an manchen Stellen zunächst Recht zu geben. Aber Rossini hat den Text offensichtlich genau gelesen und auch die Hoffnung herausgehört, die vor allem in den letzten Strophen deutlich wird: das Leiden Christi und das Mitleiden der Mutter sind nicht sinnlos, sondern schenken dem Beter die Hoffnung auf die „Herrlichkeit des Paradieses".
Nach seinem Rückzug vom Opernbetrieb, auf einer Spanienreise im Jahre 1831 begegnete er dem Erzdiakon von Madrid, Varela, der ihm den Auftrag zu einer Vertonung des Stabat Mater erteilte. Ein Jahr später überreichte Rossini ihm die handschriftliche Partitur, erwähnte aber nicht, dass einige der Sätze nicht von ihm stammten, sondern von seinem Landsmann Tadolini, dem Kapellmeister am Théâtre-Italien in Paris. Zehn Jahre später gelangte das Manuskript in die Hände des Pariser Musikverlegers Aulagnier, der es gegen den Willen Rossinis veröffentlichte. Rossini sah sich zum Eingreifen genötigt und bot seinem Pariser Hausverleger Troupenas das Stabat Mater in einer revidierten Fassung an, für die er die Sätze Tadolinis nun durch eigene ersetzte. Es sind die heutigen Sätze 2 bis 4 und der Amen-Schlusssatz. Das Werk fand sowohl in Paris als auch in Italien große Anerkennung, in Deutschland empfanden einige Kritiker es als „zu opernhaft".
Rossini konnte bei der Komposition natürlich auf seine großen Erfahrungen auf dem Gebiet der Oper zurückgreifen: seine Fähigkeit, menschliche Gefühle nachvollziehbar in Musik umzusetzen, sein Gespür für den Aufbau von Dramatik, seine Kunst, den Sängerinnen und Sängern auch sangliche Melodien in die Kehle zu diktieren.
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