Störer auf der Relaisfunkstelle DB0ZU Zugspitze "ausgehoben"
So schnell kann es gehen wenn man Funkamateure unterschätzt. Deutschlands höchstgelegenes Amateurfunkrelais DB0ZU mit dem Standort Zugspitze wird oft von unlizenzierten Funkern beabsichtigt gestört.....was solchen Leuten passieren kann.....der Bericht:
DB0ZU-Stoerer in Germering gefasst
Ein Peilteam, bestehend aus den erfahrenen
Grossraumfuchsjagdjaegern Peter, DK8TG, Hans-Peter, DO1MHP und
Manfred, DL8MFL, traf sich am Dienstagvormittag, 18. Januar,
zur koordinierten Fuchsjagd in Germering.
Nachdem der ungefaehre Standort schon lange vorher durch
Kreuzpeilungen und mit Hilfe eines ortsansaessigen OM's
ausfindig gemacht werden konnte, positionierten sich die
Peilfahrzeuge an verschiedenen strategisch vorteilhaft
gelegenen QTH's in Germering. So kam die Gruppe aus allen
Richtungen schnell zum Ziel, als der Stoerer seine Taetigkeit
nach 10.00 Uhr wieder aufnahm. Die Peilungen fuehrten das Team
in die oberste Etage eines zweistoeckigen Wohnblocks, wo eine
2-m-Rundstrahlantenne am Balkongelaender angebracht war. Zudem
befand sich auf dem Dach eine CB-Funkantenne.
Der Wohnungsinhaber ist Rentner, hat keine Amateurfunklizenz
und betreibt einen 2-m-Amateurfunktransceiver, welcher auf
die Frequenz von DB0ZU eingestellt war. Dem verbluefften
Stoerer, der die Tat zunaechst abstritt, wurde klargemacht,
dass er bei der erdrueckenden Beweislage im Wiederholungsfall
mit einer Anzeige zu rechnen hat.
Diese Aktion zeigt deutlich, dass "konzentrierte Aktionen"
von engagierten und fuchsjagderfahrenen OM's letztendlich
dazu fuehren, so dass sich kein Relaisstoerer mehr sicher
fuehlen kann.
Ich gratuliere zu diesem Teilerfolg - Störer sollen wissen daß die Funkamateure nicht tatenlos zusehen und auch technisch in der Lage sind solchen Schwarzfunkern unter Umständen schnell habhaft zu werden. Diesesmal hatte der ältere Herr noch Glück daß es "nur" die Funkamateure selbst waren die ihn seiner illegalen Aussendungen überführten.
Im allgemeinen arbeiten die Funkamateure eng mit der BNetzA zusammen - sollten diese mit ihren Messfahrzeugen ausrücken müssen wird dem Verursacher solcher Störungen unter anderem der Messwageneinsatz in Rechnung gestellt, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren folgt (incl. hoher Geldbusse) und eventuell die Beschlagnahme bzw. Einziehung der verwendeten Geräte....
Gruss Mike DO1MDE


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