Auf dem Ilmradweg in den Blütengrund

Abfahrt in Ilmenau
 
Unterwegs
Schlüchtern, im August 2014 - Wieder einmal unternahmen wir eine Radtour entlang der Ilm. Schon am Start an der Eishalle in Ilmenau, wo wir die Autos für 3 Tage parkten, stellten wir fest, dass sich der Ilmradweg zu seinem Vorteil verändert hat. Die neue Wegführung heraus aus Ilmenau auf neu geteerten Radwegen begeisterte uns genauso wie viele Verbesserungen, besonders in Bezug auf den Belag, unterwegs auf der Strecke. Selbst eine angekündigte Umleitung wegen Bauarbeiten an der Bahnstrecke kurz hinter Kranichfeld mussten wir nicht fahren - die Baustelle war passierbar. Nach einer Kaffeepause in Stadtilm und einer weiteren längeren Pause mit Fassbrause-Erfrischung in Bad Berka am Göthebrunnen erreichten wir nach 68 Radkilometern bei schönstem Radwetter Weimar, wo im Hotel "Am Frauenplan" eine heiße Dusche und ein gemütliches Zimmer auf uns warteten. Nach einem kleinen Stadtbummel und einer Pizza beim Italiener freuten wir uns auf die Weiterfahrt am nächsten Tag.
Nach ausgiebigem Frühstück und Getränkeeinkauf starteten wir am nächsten Morgen um 9:30 Uhr in Richtung Saale-Unstrut. Wir radelten wieder auf dem herrlichen Panoramaweg durch den Schlosspark nach Kromsdorf, vorbei an Apolda zur Wasserburg mit ihrem 57 m hohen Turm und der daneben stehenden Barockkirche nach Niederrossla, über den Berg hinunter nach Zottelstedt, wo uns ein markanter Uhrturm empfing. Die nächsten Highlights der Tour, die begehbare Sonnenuhr mit einer daneben sitzenden Betrachterin und eine restaurierte Ölmühle mit schwimmendem Hotel gab es in Eberstedt zu bestaunen. Nicht mehr weit war nun der Weg nach Bad Sulza, wo das Thüringer Weintor den Beginn des Weinbaugebiets Saale-Unstrut ankündigt. Drei Kilometer später in Großheringen hatte die Radfahrgruppe die Mündung der Ilm in die Sächsische Saale erreicht. Nun ging es auf einem neuen Verbindungsweg auf den Saaleradweg und auf diesem vorbei an Saaleck und Rudelsburg über Bad Kösen durch die Weinberge hinüber nach Naumburg/Saale. Auch dort wartete nach etwa 58 km ein gemütliches Hotel, ein Stadtrundgang und ein echt thüringisches Abendessen auf uns.

Am dritten Tag radelten wir in nördlicher Richtung aus Naumburg heraus und fuhren an der Saale flussaufwärts und über die Saalebrücke in den Blütengrund, eine traumhafte Landschaft mit Obstgärten und Weinbergen. Auf dem Weg nach Freyburg (Sektkellerei Rotkäppchen) entlang der Unstrut bewunderten wir das Steinerne Bilderbuch, bestehend aus 12 riesengroßen, in Sandstein gehauenen Bildergeschichten aus der Bibel. Nach einer Fahrt durch Freyburg kehrten wir in den Blütengrund zurück, setzten mit der Fähre über und erreichten nach kurzer Fahrt den Bahnhof Naumburg, von wo aus wir mit einmaligem Umstieg in Erfurt wieder unseren Ausgangspunkt Ilmenau erreichten.

Alle waren sich einig: Die Tour ist wunderbar; abwechslungsreich, nicht zu anstrengend, mit vielen Sehenswürdigkeiten. Auch als 2-Tagestour, aber auch - mit Besichtigung von Weimar und Naumburg - über mehr als 3 Tage zu empfehlen!
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