TKJ-Wasserballerinnen verlieren im Pokal beim Bundesligisten ETV Hamburg mit 4:17

Abgetaucht! Trotz der klaren 17:4-Niederlage versteckte sich der TKJ Sarstedt über das gesamte Pokalspiel nicht vor dem Favoriten Hamburg.
 
Ilka Schartow, die 23-jährige TKJ-Spielerin hatte zum Spiel in Hamburg ihre Fans aus ihrem benachbarten Heimatort Elmshorn mitgebracht.
„Einfach wunderschön. Es war für mich das erste Mal, dass ich in solch einer Wasserball-Arena spielen durfte, mit zahlreichen eigenen Fans und mit solch einer Atmosphäre“, freute sich Nora Weyer nach dem Spiel. Die 23-jährige Lehramtsstudentin vergaß vor lauter Freude das Ergebnis der Partie gegen den ETV Hamburg. Was nicht verwundern muss, denn eine Sensation hatte niemand in der 1. Runde des Deutschen Wasserball-Pokals vom Bezirkspokalsieger TKJ Sarstedt beim Bundesligisten aus Hamburg erwartet. Der TKJ schnupperte bei seiner 4:17-Niederlage (6:2, 4:1, 4:0, 3:1) „große Wasserballluft“, so Trainer Paul.

Schon beim Betreten der Halle auf der Elbinsel Wilhelmsburg wird den Besuchern bewusst, dass hier Wasserball im Mittelpunkt des Geschehens steht. In großen farbigen Lettern scheint der Schriftzug „WASSERBALL“ von dem modernen Design der Hallenwand. Alles ist auf die Bedürfnisse der ältesten olympischen Mannschaftssportart in dem neuen hamburgischen Wasserballzentrum auf dem Gelände der Gartenbauausstellung ausgerichtet.

Selbst Sarstedts erfahrene Spielführerin Elvira Rehbein bekam bei der Mannschaftsvorstellung weiche Knie. „Das große Spielfeld, der Einmarsch mit Musik und die Vorstellung der Spielerinnen, alles wie bei einem Bundesligaspiel“, sagte Rehbein. 170 Zuschauer, davon 25 aus Sarstedt, sorgten bei den Sarstedterinnen für eine ungewohnte Kulisse. Und so begann der TKJ auch nervös in der Begegnung beim letztjährigen nationalen Pokaldritten Eimsbütteler TV. Trotz der schnellen Hamburger Führung steckten die Sarstedterinnen nie auf. Im ersten Viertel gelang Bianca Eckhardt zum 1:2 und ihrer Schwester Sabrina zum 2:4 kurzfristig der Anschluss gegen die Gastgeberinnen. Mit der Länge der Partie wurde auf der großen elektronischen Anzeigentafel aber sorgsam der Unterschied beider Teams protokoliert. Die Sarstedterinnen konnten zwar über das gesamte Spiel schwimmerisch mithalten, sie gewannen sogar zweimal das Anschwimmen zum Viertelbeginn, jedoch waren die TKJ-Nixen langsamer in der Spielumkehr. „Insbesondere das Spiel mit der 30 Sekunden-Angriffszeit war für mein Team ungewohnt“, verdeutlichte TKJ-Coach Paul. Während es in der Bezirksliga keine offene Zeitanzeige gibt, achteten die Hamburgerinnen immer auf die verbleibende Sekunden und schwammen sich gegen Ende der Sarstedter Angriffszeit mit schnellen Kontern einen Vorteil heraus. „In einigen Szenen hat der Mannschaft die Erfahrung mit dem großen Spielfeld gefehlt", sagte Wolfgang Philipps, Redakteur des Wasserball-Fachportals „waterpolo-world", der sich von dem Auftritt des Bezirksligisten ansonsten angetan zeigte. Auch Hamburgs Trainer Henk Ronhaar verteilte Lob für das couragierte Sarstedter Auftreten. „Die Gäste haben bis zum Schlusspfiff mitgespielt und nie aufgesteckt“, lobte der Niederländer.

Nach dem Spiel tauschte Henk sich mit Sarstedts Coach Andreas Paul aus. Die beiden planen im nächsten Jahr Testspiele zwischen den Vereinen. Dann wird sich der TKJ gegen die Bundesliga-Reserve des ETV Hamburg messen können. „Wir müssen über den Bezirk hinaus Erfahrung sammeln“, gibt Paul neue Ziele vor. Für Bianca Eckhardt der richtige Weg: „Wir wollen im nächsten Jahr wieder im DSV-Pokal spielen“, hofft die wurfgewaltige Rückraumspielerin auf einen weiteren Vergleich mit der deutschen Spitze.

Gewinner ETV Hamburg empfängt in der nächsten Runde am 25. Januar 2014 den amtierenden Pokalfinalisten Hannoverscher SV.

Für den TKJ Sarstedt spielten im DSV-Pokal: Regina Weiterer, Bianca Eckhardt, Sabrina Eckhardt und Nora Weyer (jeweils ein Tor) sowie Claudia Wolff (Torfrau), Stephanie Dralle, Anika Meereis, Lisbeth Weiterer, Annika Weiterer, Julia Mrosek, Elvira Rehbein, Ilka Schartow und Nadia Wendt (Torfrau).
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