Regionsfeuerwehrbreitschaft übt im Bergwerk

  Salzhemmendorf: Hüttenstollen | Die diesjährige Übung der 2. Regionsfeuerwehrbereitschaft stellte die beteiligten Feuerwehren vor besondere Aufgaben. Im Besucherbergwerk Hüttenstollen kam es zu einem Abbruch in einem Stollen. Eine Besuchergruppe mit 10 Personen wird vermißt. Der Stollen ist stark verqualmt, bzw voller Staub. Die zweite Aufgabe war ein Waldbrand in einem schwer zugänglichen Gebiet und dazugehörig der Aufbau einer Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke und das bei Dunkelheit.

Um 18:30 Uhr setzte sich die Bereitschaft von Ronnenberg aus in Richtung Osterwald, bei Salzhemmendorf, in Marsch. Brandschutzabschnittsleiter Eberhard Schmidt hatte bereits mit seinem Führungstrupp und dem Einsatzleitwagen Aufstellung am Feuerwehrhaus Osterwald genommen. Nachdem die Fahrzeuge ihren Bereitstellungsraum in einem Gewerbegebiet im Nachbarort erreicht hatte, wurden die Zugführer von ihm in die Lage eingewiesen.

Der 1. Zug bekam die Aufgabe Menschenrettung im Besucherbergwerk. Nach ausführlicher Sicherheitsunterweisung durch Herrn Kreft vom Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald e.V. , ließ Zugführer Eckard Würsig einen Atemschutztrupp zur Erkundung in den Stollen vorgehen. Nach ca. 120 Metern erreichte der Trupp die Rauchgrenze. Da die Funkgeräte im Stollen nicht funktionieren, wurden alle 30 Meter Posten, ebenfalls unter Atemschutz, aufgestellt werden, um die Meldungen nach draussen weiterzuleiten. Nach weiteren 150 Metern entdeckte der Erkundungstrupp die Besuchergruppe. 4 Personen konnten aus dem Stollen geführt werden. Die 6 weiteren waren nicht mehr gehfähig. Sie wurden auf Schleifkorbtragen gelegt und von jeweils 2 Feuerwehrleuten die 280 Meter bis zum Stolleneingang gezogen. Von dort ging es weiter zu einer Verletztensammelstelle. Hier waren mehr als 20 Atemschutzgeräteträger im Einsatz um die kräftezehrende Aufgabe zu bewältigen.

Der 2. Zug bekam die Aufgabe den Waldbrand zu bekämpfen. Hier hatte sich die Übungsleitung etwas besonderes ausgedacht. Im betroffenen Waldgebiet wurden 60 Bäume mit einem einlaminierten Zettel mit Nummer und einem Knicklicht markiert um den Brand zu simulieren. Um die Bäume zu löschen, mußten alle Zettel eingesammelt und die Nummern an die Einsatzleitung gemeldet werden, die die genaue Anzahl wußte.

Der 3. Zug stellte die Wasserversorgung von einem See bis in das Waldgebiet her. Nachdem der Bereich am See ausgeleuchtet war, mußte ein Höhenunterschied von 9 Metern überwunden werden. Die beiden Pumpen, jede mit einem Gewicht von 200 Kg, wurden mit Seilen gesichert und zum Ufer herabgelasssen. Mit den Schlauchwagen der Feuerwehr Seelze und der Feuerwehrtechnischen Zentrale Ronnenberg wurden 2 jeweils 1000 Meter lange Schlauchleitungen auf einem schmalen Weg in den Wald verlegt. Mehrere Verstärkerpumpen mußten hier noch eingebaut werden.

Der 4. Zug ist für Logistik und Versorgung der Bereitschaft zuständig. Im Laufe der Übung wurde eine heiße Brühe zu den einzelnen Einsatzabschnitten gebracht. Am Feuerwehrhaus Osterwald bereitete das Team um Otto Thüler einen deftigen Eintopf zu. Kaffee und Getränke standen ebenfalls für die erschöpften Feuerwehrleute bereit, als um 22:15 Uhr die Übung beendet wurde. Mit dem LKW wurden alle gebrauchten Schläuche eingesammelt und nach Abschluß der Übung zur Feuerwehrtechnischen Zentrale nach Ronnenberg transportiert.

Die Übung wurde von einem Team des Brandabschnittes 3, unter Leitung des Abschnittsleiters Erik Pahlke ausgearbeitet. Eine Abordnung der Polizeidirektion was als Beobachter vor Ort. Besonderer Dank gilt der Feuerwehr Osterwald und dem Besucherbergwerk Hüttenstollen für die Unterstützung bei dieser Übung. Die 2. Feuerwehrbereitschaft der Region Hannover setzt sich aus Feuerwehren der Städte Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen, Seelze und Ronnenberg zusammen. An der Übung haben 140 Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen teilgenommen.

Henk Bison
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stadtfeuerwehr Barsinghausen
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