57. heimatpolitische Tagung der Kreisgemeinschaft Angerburg

Interessante Vortragsveranstaltung der Kreisgemeinschaft Angerburg!
Rotenburg (Wümme): Theodor-Heuss-Schule |

Am Wochenende vom 21. und 22. Februar fand in der Theodor-Heuss-Schule in Rotenburg (Wümme) die 57. heimatpolitische Tagung statt.

Geleitet wurde die Tagung durch Kreisvertreter Kurt-Werner Sadowski.
Als Referenten traten auf:

1. Dr. Dr. Wolfgang Dörfler: " Das junge Land Niedersachsen und die Heimatbewegung"
2. Hartmut Vollmer: "Die Ablösung der Grundherrschaft in der Börde Sittensen"
3. Dr. Stefan Hesse: "Moorleichen - Germanen - Burgen. Aktuelle archäologische Projekte im Landkreis Rotenburg (Wümme)"

Grußworte wurden gesprochen von der stellvertretenden Landrätin Doris Brandt (SPD) sowie dem Herrn Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Ein weiteres freundliches Grußwort hielt Herr Manfred Neumann von der Kreisgemeinschaft Stuhm.

Der erste Vortrag von Herrn Dr. Dr. Dörfler skizzierte die Geschichte des Begriffes Niedersachsen. Schwerpunkte waren unter anderem die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Nachkriegszeit und Entnazifizierung. Interessant und wichtig ist sein Hinweis, daß die Vertriebenen weitgehend Endrechtete waren. Ein insgesamt interessanter und gelungener Vortrag!

In der Diskussion zeigte sich, wie sehr der Zeitgeist bis in die Reihen der Heimatvertriebenen Einzug gehalten hat. Es wurde einmal wieder das Leid der deutschen Vertriebenen instrumentalisiert. So meinte der ehemalige SPD Bundestagsabgeordnete Herr Kurt Palis aus dem Kreis Wehlau, wir sollten doch heute bei der Flüchtlingsproblematik daran denken, wie es unseren Vertriebenen ergangen ist. Die, welche heute zu uns kämen, wären doch nur wenige und kämen in ein reiches Land und sie kämen aus den gleichen Gründen wie unsere Vertriebenen damals. Palis vergißt dabei, daß 1945 Deutsche innerhalb Deutschlands vertrieben wurden, sie mußten fliehen, weil man sie sonst zweifelsohne ermordet hätte, mehr als zwei Millionen wurden damals getötet. Armut wäre damals für keinen Ostpreußen Grund zur „Flucht“ gewesen! Dagegen ist für einen Großteil der sogenannten Flüchtlinge aus Afrika und dem Kosovo ein Hauptgrund, daß man sich einfach ein besseres Leben erhofft. Daher ist ein solcher Vergleich nicht akzeptabel und ein schlimmer Mißgriff.
Auch die weiteren Vorträge von Hartmut Vollmer und Dr. Hesse überzeugten und beeindruckten durch ihre Fachkompetenz.

Es bleibt Herrn Kreisvertreter Sadowski und der Kreisgemeinschaft Angerburg für dieses gelungene Wochenende zu danken. Ich bin schon gespannt auf das nächste Jahr!
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