Die „west“deutsche TV - Journalistin, ZDF - Moderatorin und Autorin Marietta Slomka und die DDR

  Frau Slomkas Gesicht prägte sich mir bei den wenigen Malen, die ich sie zu mitternächtlichen Zeit erleben konnte, als eine sachlich kompetente TV-Journalistin ein. Mit meinen Bemerkungen heute, möchte ich ihr nicht unrecht tun und sie vermaledeien, doch einige wenige Zeilen in einer Buchbesprechung in der NNN vom 1. Oktober 2013 – von der NNN-Mitarbeiterin Renate Kruppa geschrieben, fordern zum schärfsten Widerspruch heraus.

Der Titel „Wie Politik funktioniert“ könnte dadurch auch lauten: „Wie Voreingenommenheit und mangelnde Kompetenz funktionieren“. Renate Kruppa schreibt: „Im zweiten Kapitel „ Pluralismus in Deutschland“ wagt Slomka einen Ausfug in die Geschichte. Es gelingt ihr, auf immerhin acht Seiten mit den vierzig Jahren DDR abzurechnen: „Lebensqualität auf Sozialistisch: Die Kriminalität war vergleichsweise geringer; es gab ja auch nicht so viel zu klauen…“
So einfach macht es sich M. Slomka – wo wenig ist, kann wenig geklaut werden. Im Umkehrschluß also, wo viel ist wird auch viel geklaut. Nun lassen wir mal Klein Fritzchen überlegen: In der Wüste ist viel Sand, also wird von den zugegeben, wenigen Menschen, die dort leben, viel Sand geklaut. Dagegen im Gebirgsland, wo nur wenig Gestein in Form von lockerem Gestein durch die Gebirgler zu finden ist, gibt´s nicht viel zu holen und die Kriminalität ist, dem Gedanken von Marietta Slomka folgend, gering.

Des Lesers Widerspruch ist mir bewußt, denn Vergleiche sollen ja gewöhnlich immer hinken. Also so auch bei diesen Beispielen. M. Slomka läßt die Ursachen, warum Menschen kriminell werden völlig außer Acht, weil so einfach, denn sie hat von den Medien den Begriff der angeblichen Mangelwirtschaft der verflossenen 40 Jahre im westlich geprägten Sinn übernommen und verinnerlicht. Kriminelle Handlungen werden doch wohl von Menschen begangen und nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt!? Könnte M. Slomka auch auf die Idee kommen, warum in der vom Geld diktierten gesellschaftlichen Ordnung sich mehr Menschen über die Normen des Zusammenlebens hinwegsetzen?

Bei einer Straßenbahnfahrt von Lütten Klein bis Lichtenhagen mußte ich eine Reihe von total und mutwillig zerstörten Wartehäuschen zur Kenntnis nehmen. Ist diese zerstörerische Tat begangen worden, liebe Frau Slomka, weil an der Strecke so viele gläserne Haltestellen zu finden sind? Wer sich daran macht, mit der DDR abzurechnen oder freundlicher geschrieben, wer die DDR aufarbeiten möchte, sollte sich befleißigen, das Leben , das hier geherrscht hat, zu verstehen, sich dazu von Bürgern und nicht von oppositionellen Gegner der DDR das Leben schildern lassen. Wobei ich den ehemaligen Gegnern der DDR zubillige, verbittert und daher nicht objektiv genug zu sein. Auch kritische Stimmen sollen durchaus zu Wort kommen, denn Wollen und Taten gingen in den letzten Jahren der „Verflossenen Zeit“ auseinander, sehr zum Leidwesen auch der dieser Ordnung zustimmenden Menschen.
Diese Menschen müssen heute eine größere Unsicherheit, mehr Kriminalität erdulden und wünschten sich mehr Geborgenheit in der Freiheit zurück. Ein Trugschluß allerdings, denn alles kann man nicht haben - Sicherheit ist auch vom Geld abhängig und das ist im Staat Deutschland sehr ungleich verteilt.
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5 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.10.2013 | 15:30  
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Hans Jürgen Grebin aus Rostock | 19.10.2013 | 16:01  
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 19.10.2013 | 16:20  
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Hans Jürgen Grebin aus Rostock | 19.10.2013 | 18:12  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.10.2013 | 00:31  
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