Sehenswert in Rostock: Die Universitätskirche

Auf dem Holzbalken aus dem 15. Jahrhundert befindet sich die gotische Triumphkreuzgruppe, die den gekreuzigten Jesus und als Assistenzfiguren Maria und Johannes zeigt.
Rostock: Klosterhof | Zu den Sehenswürdigkeiten, die bei einem Rundgang durch Rostock besichtigt werden sollten, gehören das Kulturhistorische Museum, die vollständig erhaltene ehemalige Klosteranlage, sowie die Universitätskirche, die frühere Klosterkirche „Zum Heiligen Kreuz“. An den Wochentagen erfolgt der Zugang zur Universitätskirche durch das Kulturhistorische Museum am Klosterhof.

Die Anfänge des Kirchenbaus gehen auf das 14. Jahrhundert (vollendet um 1350/1360) zurück, wobei das schlichte Äußere der Hallenkirche den zisterziensischen Grundsätzen entsprach.

Im Gegensatz dazu steht die reichhaltige mittelalterliche Ausstattung mit dem Hochaltar, der Sakramentssäule, den zahlreichen Grabplatten. In den Jahren 1889/1899 war die Kirche im Stil der Neogotik restauriert worden, und seit 1997 erfolgte die Sanierung der Fassaden und des Dachs sowie seit 2002 des Kircheninneren.

Zu den besonderen Kunstschätzen der Universitätskirche gehört der Hochaltar, ein Doppel-Flügelaltar aus der Zeit um 1460, der komplett erhalten ist und sich immer noch an seinem ursprünglichen Standort befindet.

Dieser Hauptaltar, der mehrfach aufgeklappt werden kann, zeigt biblische Szenen und Andachtsbilder und gibt ein Zeugnis der mittelalterlichen Theologie. Besucher müssen sich darauf einstellen, dass im Sommer und bis zum 1. Advent nur die farbige Alltagsseite des Altares gezeigt wird, also der geschlossene Zustand, die „2. Wandlung“ des Flügelaltars.

Auffallend ist die gotische Triumphkreuzgruppe, die sich auf dem originalen Holzbalken aus dem 15. Jahrhundert befindet. Sie zeigt Jesus am Kreuz sowie als Assistenzfiguren seine Mutter Maria und den Apostel Johannes. Die mittelalterliche Theologie unterstreicht durch die Triumphkreuzgruppe, dass die Kirche einen geheiligten Raum bildet.

Auffallend ist die Kapsel, die der gekreuzigte Christus in seiner Brust trägt. In ihr soll sich noch heute eine einst kostbare Reliquie befinden, und zwar soll es sich um einen Splitter vom Kreuz Jesu handeln. Dieses hoch verehrte Andenken des Heiligen Kreuzes hatte seinerzeit dazu geführt, dass das Kloster und die Kirche der Zisterzienserinnen damals den Namen „Zum Heiligen Kreuz“ erhielt.

Juni 2015, Helmut Kuzina
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