Die „Jedermänner“ der SG05 Ronnenberg auf Radtour

 
© OpenStreetMap contributors (Foto: © OpenStreetMap contributors)
  Am Mittwoch den 15. Juli 2015 trafen sich am Ronnenberger Bahnhof 17 Jedermänner der SG05. Die Abfahrt hatte aber ihre Tücken. Der vorhergehende Zug hat 25 Minuten Verspätung. Was sollten wir tun? Unsere Organisationsleitung traf die Entscheidung per Telefonrundruf: „Sofort alle zum Bahnhof“ Und es hat geklappt! Alle waren erstaunlicherweise am Bahnhof und wir erreichten den erstrebten Zug nach Hannover. Der Gang zum entsprechenden Bahnsteig durch den „Posttunnel“ -für viele das erste Mal- wurde mit Hilfe einer Bahnbeamtin schnell gemeistert. Von diesem sog. Posttunnel gibt es insgesamt zwei, die übereinander angeordnet sind. Beide sind groß genug, dass sie mit LKW befahren werden konnten. Sie verlaufen unterhalb der Bahngleise und verbanden die Gebäude mit der Straßenanbindung im Osten des Bahnhofs. Heute werden sie nur noch als Lagerfläche genutzt. Da die Postgebäude inzwischen abgerissen wurden, sind die ehemaligen Verbindungen dorthin zugemauert. Bis heute sind aber noch Ampeln und Lastfahrstühle im Tunnel zu erkennen. Die Aufteilung der Radler in die entsprechenden Gruppen für die Fahrradabteile klappte vorzüglich. Somit erreichten wir den vorgesehenen Zug und kamen in Achim pünktlich an.
In Achim angekommen machten wir uns radfahrtauglich fertig. Achim liegt direkt an der Weser am Rande einer Geestlandschaft. Achim ist das Zentrum im Nordteil des Landkreises Verden. Achim wurde erstmals im Jahre 1091 als Arahem urkundlich erwähnt. Die beherrschende Höhe des Lindenberges südlich von Bremen, an die sich das alte Arahem lehnte, ist eine heidnische Kult- und Gerichtsstätte gewesen. Von 1626 bis 1712 wurde Achim wechselweise von Dänen und Schweden und während des Siebenjährigen Krieges von französischen Truppen besetzt. Nach dem Wiener Kongress von 1815 gehörte Achim zum Königreich Hannover, welches 1866 preußische Provinz wurde. Mit dem Bau der Bahnstrecken zwischen Bremen und Hannover erhielt Achim 1847 einen Bahnhof. 1932 wurden die beiden Kreise Verden und Achim zum Kreis Verden zusammengelegt.
Das erste Ziel (3,8 km) war das Hirtenhaus. Hier gab es ein gutes zweites Frühstück für die hungrigen Radfahrer.
Bei der nächsten Etappe wurden wir nun gefordert. Es waren doch etliche 14,6 Kilometer die wir schaffen mussten. Nach einem kleinen „Rundkurs“ kamen wir im „Kleinen Café“ nach Plan an. Weil noch nicht erwähnt: Das Wetter war für Radfahrer optimal! An beiden Tagen! Das Café war eine „Puppenstube“ aus Omas Zeiten. Da wir vom Mittagessen noch satt waren, mussten einige ihre Tortenstücke mit anderen teilen.
Die letzte Etappe von 20.8 km führte uns zum Werdersee, zu unserem Hotel, wo wir über Nacht bleiben sollten. Dort angekommen mussten wir in dem wunderschönen Wintergarten erst unseren Durst löschen. Der bereits in dritter Generation geführte Gastronomiebetrieb mit Hotel liegt Stadt nah und doch abseits der Innenstadthektik direkt am Naherholungsgebiet "Werdersee". Die behagliche Gastlichkeit des familiär geführten Hauses bekamen wir bald zu spüren. Wir nahmen ein Duschbad, ein frisches Hemd, eine frische Bluse und waren wieder fit für das Abendessen. Hier kann man sich die Speisekarte herunterladen, falls man in diesem Hotel noch einmal nächtigen möchte.
Seit der ersten urkundlichen Erwähnung Bremens vor über 1200 Jahren, als der erste Missionar in das Land an der Weser entsandt wurde, hat sich einiges getan. Bremen blickt zurück auf eine bewegte Geschichte: vom frühen Zentrum der christlichen Mission Nord- und Nordost-Europas über die bedeutende Rolle unter den Hansestädten des Mittelalters zur historisch gewachsenen Stadtrepublik in der Tradition einer von Kaufleuten geprägten Handelsmetropole. Wer Bremen das erste Mal besucht, kommt an einem Wahrzeichen nicht vorbei: den Bremer Stadtmusikanten. Doch auch darüber hinaus gibt es in der Hansestadt an der Weser einiges zu entdecken. Neben dem historischen Stadtkern, der von der Vergangenheit als bedeutende Handelsstadt zeugt, lädt die Kulturlandschaft mit zahlreichen Museen, Theatern und Konzerthäusern zum Entdecken ein. Nicht zu vergessen sind die einzelnen Stadtteile - Quartiere wie die Überseestadt, die sich in den vergangenen Jahren vom Hafengebiet zum modernen Viertel mit architektonisch spannenden Neubauten und einem breiten Kulturangebot entwickelt hat, bilden eigenständige Einheiten des Bremer Stadtlebens.
Das Essen war gut, so dass alle zufrieden waren. Danach gab es viele interessante Gespräche bis spät in die Nacht. Natürlich nur für den harten Kern. Es ist nicht widerlegt worden, aber das Gerücht geht um, dass die letzten erst um 4 Uhr im Bett waren? Auf jeden Fall war es für die meisten ein netter Abend, der sogar auch unsere „Nichtradfahrer“ zum Teilnehmen bewog.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann weiter zu einem Campingplatz an der Weser. Die 12,9 Kilometer schafften wir spielend in einer Stunde und 9 Minuten. Ein Durchschnitt von 11,1 Kilometer pro Stunde war nicht schlecht. Hier nahmen wir zur physischen Erholung ein Getränk nach Wahl zu uns.
Es ging dann weiter zu dem bekannten „Hirtenhaus“, wo wir unser bestelltes Mittagessen einnahmen. Da wir die Namen notiert hatten, gab es auch keine Unstimmigkeiten wegen der bestellten Mahlzeiten. Die Entscheidung nach dem Essen, ob wir die kürzere nach Achim oder die längere Tour nach Verden fahren wollten, wurde zugunsten der Tour nach Achim entschieden.
Dieser Abschnitt von 2,8 Kilometern führte uns dann wieder zum Bahnhof nach Achim, wo wir mit dem Zug nach Hannover und weiter Ronnenberg fuhren. Dort angekommen, bei bestem Wetter, war die Unlust zu spüren, nach Hause zu radeln. Da kam der Vorschlag einen „Absacker“ bei Raubinger zu nehmen gerade recht. Es wurde über die Tour geredet und natürlich über aktuelle Themen. Sogar ein Herr „Lumumba“ wurde erwähnt, über dessen Kleidung heiß diskutiert wurde.
Nachdem einige der Currywurst nicht widerstehen konnten, gingen zwei schöne Tage zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön dem Organisationsteam Anne und Doris, ihr habt es wirklich wunderbar hinbekommen. Alles hat bestens geklappt. Dafür ein 3faches „Gut Sport“.
Bilder: F. Sell u. a. Text: G. Hartmann
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