Kassenleistungen sind Top-Thema in der UPD-Beratungsstelle Hannover

Sozialverband Deutschland ist Träger

Hannover. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat ihren Jahresbericht „Monitor Patientenberatung 2014" veröffentlicht. In der UPD-Beratungsstelle in Hannover, die vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen getragen wird, gehören die Leistungen der Krankenkassen, die Patientenverfügung und Behandlungsfehler zu den gefragtesten Themen.
Was zahlt meine Kasse und was kann ich tun, wenn sie einen Antrag ablehnt? Diese und weitere Fragen zu den Leistungen von Kostenträgern im Gesundheitswesen waren zwischen April 2013 und März 2014 das Thema Nummer 1 in der UPD-Beratungsstelle in Hannover. Ausgewertet wurden dazu mehr als 3.350 Beratungsgespräche. Die Ansprüche gegen Kostenträger waren mehr als 1.050 Mal Thema – im Vergleich zum Vorjahr mit dem größten Zuwachs. Dabei beinhalteten die meisten Beratungen den Anspruch auf Krankengeld und stationäre medizinische Rehabilitation.
Ungefähr in jedem achten Gespräch ging es um wichtige Dokumente wie die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht. Dies war das zweite große Thema in den Beratungen. Im Fokus von mehr als 360 Gesprächen und somit an dritter Stelle standen Behandlungsfehler. Im Vergleich zum Vorjahr häufiger nachgefragt waren Informationen zu Patientenrechten. Dies ist offenbar auch auf das neue Patientenrechtegesetz 2013 zurückzuführen. Insgesamt war es das vierthäufigste Thema. Die Fragen dazu waren: Darf ich meine Krankenakte einsehen? Sind meine Daten sicher? Nicht zuletzt ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Patienten.
„Zeitmangel und bürokratische Belastungen im Gesundheitswesen führen zu immer mehr überforderten Patienten“, sagt Elke Gravert, Leiterin der UPD-Beratungsstelle in Hannover. „Sie haben das Gefühl, nicht zu bekommen, was ihnen zusteht. Die UPD lässt die Patienten nicht allein mit ihren Sorgen. In der Beratung klären wir alle offenen Fragen.“
In Hannover ist der SoVD-Landesverband Niedersachsen Träger der UPD-Beratungsstelle. Die UPD wurde 2006 gegründet und berät im Auftrag des Gesetzgebers kostenfrei, neutral und unabhängig zu allen Gesundheitsfragen. 2011 wurde dieser Auftrag durch das „Aufzeigen von Problemlagen im Gesund-heitssystem" erweitert. Einmal jährlich berichtet die UPD daher über die Erkenntnisse ihrer Beratungsarbeit an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten (Monitor Patientenberatung). Ratsuchende erreichen die UPD in Hannover in der Herschelstraße 31 sowie über ein kostenfreies Beratungstelefon in drei Sprachen und speziell zu Arzneimittelfragen unter der Nummer 0800 0 11 77 22*.
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